Frage von Nelly5562, 132

Hashimoto und Depressionen

Seit 2011 wurde bei mir nach Eingabe v. Peniziilin und Cortison (Insektenstiche)und anschliessendem Ganzkörperpilz Candida eine Hashimoto Erkrankung festgestellt. T3 u. 4 noch normal, aber der Mak-Wert war erhöht. Einnahme von Selen und Jodid wg. Struma. 2012 Einnahme von L-Thyroxin 75 1/2 Tabl., da Schilddrüsenwert leicht abgerutscht. Vor 3 Monaten Diät, 12 kg abgenommen durch Ernährungsberatung, in der Zeit Beginn von Stimmungsschwankungen, Panik u. Angstattacken, blauen Flecken an Beine und Arme und Gesäss ohne sich zu stossen, Blutdruck hoch, besonders zweiter Wert, Puls sehr niedrig, auch bei Belastung sogar unter 50.Darmkoliken mit Durchfall, rascher Wechsel in Verstopfung, Übelkeit, extreme Hitzewallungen- danach Frieren, Instabilität - kaum belastbar, Druckgefühl an Schilddrüse. Blaue Flecken verschwinden langsam, Puls und Blutdruck fast wieder normal. Aber leider leide ich noch unter Angst- u. Panikattacken sowie starken depressionsartigen Stimmungsschwankungen, Druckgef. an SD. Starke Hitzewallungen .Mein Hausarzt hat mir eine Überweisung zu einem Spezialisten gegeben. Der Termin ist aber erst im März 2015. Wer hat einen guten Tipp für mich?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hooks, 113

Hitzewallungen und Depressionen liegen vermutlich am Östrogenmangel. Nimm mal etwas Salbei, Holunder (Hugosekt), frische rohe Hefe, Brennesselsamen (keimfähig, z.B. von phytofit.de), alles roh und heil, das hilft beim ÖStrogenmangel. Und keine Mandeln essen! Die schwemmen Östrogen aus!

Manches Deiner Probleme klingt auch nach Mangel an Vitamin B1, schau mal im vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=296dfa1558d08575e8f2470af014aef7&activeMenuNr=3&menuSet=1&maincatid=169&subcatid=440&mode=showarticle&artid=444&arttitle=Mangelsymptome& nach. Ich komme sehr gut zurecht mit den Kapseln von ratiopharm (Medizinfuchs.de) oder den 50 mg-Tabletten von biovea.com/de.

Kommentar von Nelly5562 ,

Hallo! Tatsächlich, es liegt nicht am Hashimoto. Die AK sind sogar etwas zurückgegangen Die Schilddrüse ist im Gleichgewicht. Es liegt tatsächlich am Östrogenmangel. Vor 4 Wochen habe ich nun ein Hormonplaster bekommen. Und mir gings dann wirklich besser. Seit 1 1/2 Wochen merke ich nun wieder Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen trotz Pflaster. Aber nicht mehr so schlimm wie damals. Nachweislich hab ich auch einen Mangel an vitamin D trotz einer Tablette am Tag. Musste jetzt auf 2 aufstocken. Werde mich mal mit dem Vitamin B1 beschäftigen Vielleicht liegt da auch ein Mangel vor. Und die anderen Tips sind auch klasse. Werde alles ausprobieren. Danke!

Kommentar von Hooks ,

Wieviel D nimmst Du? Was heißt eine Tablette? Ich nehme 50.000 IE in der Woche.

Kommentar von Hooks ,

Klar merkst Du nun wieder was, denn nach dem Eisprung sacken die Pegel wieder ab bis hin zur Blutung.

Probiers mal mit Hefe oder mit den Brennesselsamen, das sind die stärksten natürlichen Östrogene. Mir hift das immer sehr gut. Neulich hatte ich mal einen Vaginalpilz, ob der von der Hefe kam, weiß ich nicht. Hatte noch Salbe, bin also nicht zur FÄ gegangen. Man kann abe auch Naturjoghurt dazu essen, einfach ein daumennagelgroßes Stück Hefe einrühren, das dauert etwa 8 Stunden, bis es wirkt.

Ich habe bis jetzt nur einmal eine Hitzewallung gehabt, aber ich merke andere Östrogenmangelstörungen, vor allem machen mir in letzter Zeit Rückenschmerzen zu schaffen (LWS, wie kurz vor der Regel). Aber auch leichte Inkontinenz, verursacht durch eine Schwächung des Muskels am Beckenboden.

Bei mir ging das alles los etwa 3 Wochen nacher Fehlgeburt, da bekam ich eine handfeste Depression. Mit Brennesselsamen 8 Std., dann war alles vorbei. Die wirken übrigens am besten in ein weiches Eigelb gerührt. Eigelb ist ein Hormonverstärker, vielleicht probierst Du das auch mal, besonders in der zweiten Zyklushälfte.

Alles Gute!

Kommentar von Hooks ,

Selen bekommst Du übrigens genügend durch 1-3 Paranüsse am Tag, bei topfruits.de gibts rohe. Die sind aus dem Urwald und enthalten deshalb auch genügend Magnesium. Das brauchst Du, um B-Komplex aufzunehmen.

Antwort
von VeriLaVerdad, 108

Sehr informative Beiträge zu dem Thema. Grassiert auch in meiner Familie und wurde eigentlich nur durch Zufall festgestellt, weil sich meine Schwester mal bei einem Facharzt für Nuklearmedizin hat durchchecken lassen. Auf jeden Fall bei einem Facharzt untersuchen lassen, Allgemeinmediziner diagnostizieren oft fälschlicherweise Ober- oder Unterfunktionen, ohne der Autoimmunerkrankung Beachtung zu schenken. Dieser Beitrag könnte auch noch interessant für dich sein: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/gesundheit/themenuebe...

Antwort
von StephanZehnt, 88

Hallo Nelly,

die Schilddrüse gehört mit zu einem Regelkreis der Hormonsteuerung wenn man das so sagen kann. Wenn nun ein Rad in dem Zusammenhang nicht mehr richtig arbeitet http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/9783827418999-...

Das Ganze hat auch Einfluss auf die Psyche (schilddruesenguide.de/sd_psyche.html) Bei einer Erkrankung der Schilddrüse hier Hashimoto gibt es folgende Symptome

Anzeichen einer Unterfunktion der Schilddrüse

  • Übergewicht
  • Müdigkeit und Energieverlust
  • Anfälligkeit für Erkältungen und Virusinfektionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Neigung zu blauen Flecken
  • Trockenes Haar, Haarausfall
  • Brüchige Nägel
  • Steife Gelenke

Was die blauen Flecke angeht die Schilddrüsenhormone hat neben ihrer Wirkung auf verschiedene Stoffwechselprozesse starken Einfluss auf das Gerinnungssystem. Darunter auch eine Beschleunigung des Metabolismus der Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren.

Um es ganz kurz zu machen es hängt alles mit Deiner Schilddrüse zusammen. Je besser Du eingestellt bist von einem Endokrinologen um so geringer sind die genannten Symptome.

Nun könnte man einmal bei der Krankenkasse nachfragen ob nicht die Möglichkeit besteht das man eher einen Termin bekommt. Man denkt nun daran das Patienten die innerhalb von vier Wochen in eine Klinik gehen können. Oh wird das ein Theater wieder geben zum Schluss wieder zu Ungunsten der Patienten.

Quelle des "Fotos" medialpictures.no - Calziumregulation in Zusammenhang mit den Hormonen.

VG Stephan

Antwort
von GeraldF, 55

Wenn man es herunterbricht, leiden Sie an 2 Erkrankungen:

  • Hashimotothyreoiditis und
  • Angsterkrankung/depressive Erkrankung.

das allermeiste, was Sie erwähnt haben, sind unspezifische vegetative Begleitsymptome, die mit der psychiatrischen Störung einhergehen. Für die Angsterkrankung brauchen Sie einen Profi. Das kann ein Hausarzt nicht "im Vorbeigehen" mitmachen.

Die Hashimotoerkrankung ist eigentlich kein Problem und lässt sich gut therapieren. Das ist eine häufige Erkrankung und eigentlich muss das nicht zwingend ein Endokrinologe machen. Ein "heller" Hausarzt schaft das auch.

Machen Sie sich nicht verrückt. Nicht alles, was Sie an sich bemerken, ist gleich das Symptom einer schweren Erkrankung. Vieles kommt und geht auch wieder.

Antwort
von gerdavh, 58

Hallo, es wird hohe Zeit, dass Du zu einem Spezialisten, einem Endokrinologen gehst. Bei Hashimoto darf man auf keinen Fall Jod einnehmen. Ich habe selbst Hashimoto, meine Nuklearmedizinierin als auch meine Hausärztin haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich niemals jodhaltige Lebensmittel zu mir nehmen darf. Und Dir geben sie Jodtabletten????? Wenn Du bis März warten sollst, schau noch mal, ob nicht ein anderer Endokrinologe Dir einen früheren Termin anbieten kann. Oder Du gehst zu einem Nuklearmediziner, mache ich bei Kontrolluntersuchungen, da er ganz in meiner Nähe ist - auch der kann Deine SD-Werte überprüfen und natürlich Ultraschalluntersuchungen machen. Für einen Nuklearmediziner brauchst Du eine Überweisung. Hier mal einer von vielen Links, wo ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass häufig die Jodzufuhr überhaupt die Ursache für Hashimoto ist

http://www.hashimoto-info.de/

Alles Gute für Dich. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Als ich eben in der Küche stand und habe meinem Sohn seine Pausenbrote gemacht, habe ich mal über Deine Diagnose nachgedacht. Ich glaube, dass Du an der Schwester von Hashimoto leidest, nämlich an Morbus Basedow. Da hat man eine Struma und dann behandelt man auch mit Jod. Hier mal ein Link zu dieser Autoimmunerkankung der Schilddrüse

http://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Basedow

Kommentar von GeraldF ,
Bei Hashimoto darf man auf keinen Fall Jod einnehmen

Warum nicht ?

Kommentar von gerdavh ,

Meine Nuklearmedizinerin, als auch meine Hausärztin, die Beide selbst Hashimotot haben, haben mir mitgeteilt, dass das den entzündlichen Prozeß vorantreibt. Aus diesem Grund esse ich niemals Nahrungsmittel mit jodiertem Speisesalz.

Kommentar von gerdavh ,

Hier noch ein Artikel zu Jodzufuhr und Hashimoto

http://jod-kritik.de/hengstmann-interviews/morbus-basedow/morbus-hashimoto/index...

Da ich denke, dass ich unbewusst ohnehin jodierte Speisesalze zu mir nehme (einfach weil sie nicht deklariert sind), werde ich auf keinen Fall zusätzlich bewußt Jod zu mir nehmen.

Kommentar von GeraldF ,

Sie müssen Ihre Quellen im Internet sorgfältig auswählen.

Als Betroffene müsste Ihnen aufgefallen sein, dass es in der Frage der Jodierung von Lebensmitteln grob gesagt "zwei Lager" gibt. Die Hypothesen und Einschätzungen der "Jodkritiker" entsprechen nicht der herrschenden Meinung in medizinischen Fachkreisen. Wenn man also einen Artikel über Hashimoto, Basedow oder was auch immer liest, dann ist es immer ratsam, vorher zu checken, aus welchem Lager die Information kommt. Wenn eine Internetseite "Jod-kritik" heißt, dann fällt es nicht schwer, zu erahnen, in welche Richtung das geht.

Kommentar von GeraldF ,

Es ist klar, dass eine Jodsubstitution mit Tabletten bei Hashimoto unsinnig ist, da das angebotene Jod ja gar nicht mehr in die Schilddrüsenhormone eingebaut werden kann. Soweit gebe ich Ihnen Recht.

Eine Jodmenge von < 500µg/d treibt den Autoimmunprozess nicht voran und gilt als unbedenklich. Es ist also nicht erforderlich, auf diverse jodierte Nahrungsmittel zu verzichten, nur weil man an Hashimoto erkrankt ist.

Kommentar von gerdavh ,

Dann verstehe ich jetzt nicht mehr, warum mir ausdrücklich empfohlen wurde, mir Folio jodfrei zu kaufen. Die nehme ich (wenn ich es nicht gerade vergesse) täglich ein

http://www.steripharm.de/produkte/folio-jodfrei/ueber-folio-jodfrei.html

Diese Tabletten habe ich mir jetzt extra besorgt. Ist das jetzt Unsinn? Beim Einkaufen achte ich peinlichst darauf, dass auf den Lebensmitteln niemals jodiertes Speisesalz enthalten ist. Ich kann ja schlecht beurteilen, welche Menge enthalten ist.

Kommentar von GeraldF ,

Wieso nehmen Sie überhaupt Folsäure und Vit B12 als Supplement ? Haben Sie einen nachgewiesenen Mangel ?

Kommentar von GeraldF ,

Wenn Sie VitB12 und Folsäure aus rein prohylaktischer Indikation nehmen, dann googeln Sie doch mal nach der NORVIT-Studie.

Kommentar von Catlyn ,

Hallo gerdavh,

lass Dich bitte nicht verunsichern. Nachdem ich nach weit über 10 Jahren unbehandelter und dann fasch behandelter Hashimoto-Thyreoiditis endlich bei einem kompetenten Arzt angelangt war, wurde ich von ihm extra darauf hingewiesen, dass ich Jod meiden solle, wo es nur geht und es völlig falsch war, mir Thyronajod, das ja bekanntlich Jod enthält, zu geben. Es ist sogar so, dass ein Zuviel an Jod - und leider wissen wir ja heute überhaupt nicht mehr, wie viel wir zu uns nehmen - gerade diese Erkrankung auslösen kann, was offensichtlich bei mir der Fall war. Ich bekam jahrelang eine Jodprophylaxe und genau das hat mir sozusagen das Genick gebrochen.

Es ist genau so wie Du es schreibst, dass Jod den Zerstörungsprozess der Schilddrüse anheizt. Viele Hashimoto-Patienten bekommen nach dem Verzehr oftmals sogar einen Schub. Ich kann bis heute nicht nachvollziehen, warum so viele Ärzte alleine diese Tatsache völlig ignosieren und es ihnen völlig egal ist, wie es ihren Patienten ergeht.

In meinem Fall - Gott sei Dank habe ich nach so vielen Jahren dann mit dem richtigen Arzt alles im Griff - habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich jodhaltige Lebensmittel wie Fisch, Kiwi o. ä. wieder vertrage. Was ich jedoch nur ganz schlecht vertrage ist, wenn "künstlich" Jod zugesetzt ist, also wenn z. B. Jodsalz verwendet wird oder sogar jodhaltige Tabletten eingenommen werden sollen. In den ersten Jahren nach meiner richtigen Diagnose habe ich das jedoch alles überhaupt nicht vertragen. Es hat sich erst im Laufe der Zeit so entwickelt.

Dennoch würde ich niemals mehr zu einem Arzt gehen, der mir mit meiner Diagnose mit Jod ankommt. Als ich bei meiner Krampfadern-OP gefragt wurde, ob es etwas gibt, wogegen ich allergisch sei, habe ich geantwortet, dass ich Hashimoto habe und da sagte der Arzt schon alleine von sich aus: Also kein Jod! Es gibt also manchmal doch noch Ärzte, die sich sogar trotz fremden Fachgebiet auskennen.

Gruß

Catlyn

Kommentar von GeraldF ,

wurde ich von ihm extra darauf hingewiesen, dass ich Jod meiden solle, wo es nur geht


In meinem Fall - ... - habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich jodhaltige Lebensmittel wie Fisch, Kiwi o. ä. wieder vertrage.

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