Frage von Matse, 1.656

Harnröhrenverengung

Hallo zusammen,

vorab, ich war schon bei Ärzten und werde das auch wieder machen.

Ich möchte euch gerne fragen, wer schon Erfahrungen mit Harnröhrenverengungen gehabt hat?

Symptome, Behandlung etc.

Bitte sagt mir, was ihr darüber wisst.

Danke im Voraus,

Matse

Antwort
von bobbys, 1.440

Hallo ,

die Symptome sind Harnwegsinfekte,Blasenentleerungsstörungen,Harndrang

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmass der Verengung dazu zählen u.a. Alter ,Geschlecht,Größe,Dauer uam.

Es gibt sehr unterschiedliche Methoden eine Harnröhrenverengunf zu therapieren.Ich habe dir mal aus der Apotheken Umschau (Quelle)die Behandlungsmethoden heraus kopiert. Dort sind die Methoden für einen Laien gut beschrieben.

Frische entzündliche und verletzungsbedingte Strikturen innerhalb der ersten drei Monate behandelt man in der Regel konservativ – das bedeutet ohne Operation. Bei dieser Therapie wird der Urin über einen Katheter über die Bauchdecke abgeleitet (suprapubischer Blasenkatheter). Der Patient erhält ein passendes Antibiotikum. Je nach Ursache und Verlauf der Erkrankung schließt sich häufig eine operative Behandlung an. Welche Operationsmethoden gibt es zur Behandlung einer Harnröhrenstriktur?

Es gibt ein breites Spektrum an Operationsverfahren, mit denen man eine Harnröhrenstriktur behandeln kann. Die Auswahl des Verfahrens ist davon abhängig, wo die Engstelle liegt und wie ausgeprägt sie ist. Weitere wichtige Aspekte sind das Alter und der Gesundheitszustand des Betroffenen.

Aufdehnung (Bougierung): Die einfachste und älteste Methode ist die sogenannte Bougierung (Aufdehnung) der Harnröhre. Mit diesem Verfahren können die Symptome jedoch nur vorübergehend gemildert werden. Außerdem verursacht diese Behandlung selbst kleine Verletzungen. Mögliche Folge: Die Engstelle wird noch länger und ausgeprägter.

Stent ("Stütze"): Ebenfalls wenig aufwändig ist es, die Harnröhrenenge mit Hilfe eines Stents – einem feinen Drahtgeflecht – offenzuhalten. Ein dauerhafter Erfolg ist auch hier unwahrscheinlich, da Stents fast immer mit Keimen besiedelt werden und dann einen chronischen Harnwegsinfekt unterhalten. Meist wächst außerdem Narbengewebe durch die Maschen des Stents.

Beide Verfahren wendet man wegen ihrer schlechten Langzeitergebinsse nur noch in Ausnahmefällen an.

Schlitzung: Eine häufige und vor allem bei kurzstreckigen erstmaligen Strikturen erfolgversprechende Maßnahme ist eine Schlitzung der Harnröhre unter endoskopischer Sicht. Anschließend wird die Harnröhre für kurze Zeit mit einem Blasenkatheter geschient. Die Operationsdauer und auch die Dauer der Nachbehandlung sind kurz. Die Rückfallrate dieser Behandlung liegt bei circa 50 Prozent. Unter Umständen kann man versuchen, durch eine begleitende Behandlung mit Steroiden (Kortison) oder Antibioika ein Wiederauftreten der Harnröhrenenge zu verhindern. Die Wirksamkeit dieser Medikamente ist jedoch nicht bewiesen.

Entfernung, Harnröhrenplastik: Kurzstreckige Verengungen bis etwa zwei Zentimeter Länge im Bereich des Penisschaftes (bulbäre Harnröhre) kann der Arzt komplett entfernen und die Harnröhrenenden wieder miteinander vernähen (End-zu-End-Anastomose). Bei längeren Engstellen wird oft eine Harnröhrenplastik nötig: Dabei werden Lücken in der Harnröhrenwand durch verpflanzte Haut (meist von der Vorhaut des Patienten) gedeckt. Die Rückfallquote nach diesen Operationen ist mit 5 bis 20 Prozent vergleichsweise gering. Diese Behandlungen sind jedoch technisch schwieriger und daher oft mit langen Operationszeiten (ein bis drei Stunden) verbunden. Für hochbetagte Patienten mit schweren Begleiterkrankungen kommen sie häufig nicht infrage.

Die Operation bei Rückfällen ist in aller Regel schwieriger als die Erstbehandlung. Kann man eine Harnröhrenstriktur ganz ohne Operation behandeln?

Ein Therapieansatz ohne Operation ist die Langzeitdilatation: Nach Anleitung führt der Patient selbst einen gleitmittelbeschichteten Einmalkatheter über die Harnröhre ein. Diese Behandlung soll einmal pro Woche über mindestens ein Jahr erfolgen. Allerdings konnte bisher nicht bewiesen werden, dass diese Maßnahme langfristig Erfolg verspricht.

LG Bobbys

Kommentar von Matse ,

Habe ich das richtig verstanden, dass die Verengung nicht die ganze Harnröhre betreffen muss, sondern auch nur an einer Stelle der Harnröhre auftreten kann?

Kommentar von bobbys ,

Ja,genau so ist es:) Es muss auch nicht unbedingt sehr ausgeprägt sein ,deshalb gibt es ja auch die unterschiedlichen Methoden.LG

Antwort
von gerdavh, 1.194

Hallo Matse, bei mir wurde eine Harnröhrenverenung vor drei Jahren diagnostiziert. Meine Symptome waren folgende: Ständig Harnwegsinfekte, immzu Blasendrang, kein breiter Harnstrahl, wenn ich abends im Bett lag, ständig das Gefühl, ich müsste meine Blase entleeren, selbst wenn ich gerade auf Toilette war. Ich habe jede Toilette in jedem Kaufhaus gekannt. Ich habe mich dann operieren lassen. Der Krankenhausaufenthalt dauerte nur 2 1/2 Tage. Die Harnröhre wird bei der OP mit einem Schnitt erweitert und damit sich das nicht wieder verengt,wird ein Hautlappen umgelegt und festgenäht. Das Schlimmste an diesem Krankenhausaufenthalt war für mich das Liegen des Blasenkatheters. Sowie der gezogen wurde, ging es mir schlagartig gut. Das hat sich bis heute nicht verändert, hatte nie wieder einen Harnwegsinfekt oder Probleme. lg Gerda

Kommentar von Matse ,

Danke Gerade. Es freut mich für dich, dass du alles so gut überstanden hast.

Viel Gesundheit weiterhin noch

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community