Frage von elocin, 88

Hallo weis jemand ob man nach wirbelversteifung trotzdem auswandern kann nach Kanada?

Mein Freund hatte im Februar die dritte Bandscheibenop und die vierte naht. Der Spezialist meinte dass man evtl. gleich 4-5 Wirbelkörper versteifen muss um weiteren Operationen zu entgehen. Nun hat er den grossen Traum nach Kanada auszuwandern und auf einer Getreidefarm zu arbeiten. Ist dies überhaupt noch möglich nach einer solchen OP? wie stehen die Chancen dass er seinen erlernten Beruf als Landmaschinenmechaniker und Logistiker überhaupt noch ausüben kann? Ich hoffe es kann mir hier jemand helfen. Vielen Dank jetzt schonmal.

Antwort
von StephanZehnt, 67

Hallo elocin,

man kann im Internet lesen das Handwerker udgl. in Canada z.T. Hände ringend gesucht werden. In Canada ist das Gesundheitswesen zum großen Teil Steuer finanziert ausser in Columbia und Alberta dort zahlt man dafür weniger Steuern. Das heißt ob man wenn es medizinisch notwendig ist genau so schnell operiert udgl. dies wage ich zu bezweifeln.

Nun zu den Zusammenhängen Du schreibst dritte Bandscheiben -OP ja und gleich 4-5 Wirbelkörper versteifen muss. Das Problem bei solchen OPs kommt erst später.

Das heißt es ist nicht nur die Bewegungseinschränkung die Bandscheiben und Wirbel vor und nach der Versteifung sind in solch einem Fall deutlich stärker belastet
Damit ist der Verschleiß da auch nicht gerade geringer. Die Folge weitere OPs .

Ich weis nicht warum man in dem Fall gleich so eine Versteifung machen will (Skoliose / Zweitmeinung ?). Ich weis nicht ob Dein Mann schon einen Schwerbehinderten - Ausweis hat. Ich persönlich würde nicht unbedingt zu einer Auswanderung raten. In Nordamerika ist alles gut wenn man jung ist und Arbeit hat. Wenn man krank ist fliegt man noch schneller wie hier. Ja und dann hängt alles dran Wohnung usw..

Ich würde mich einmal zu dem Thema in solchen Foren schlau machen .reise-forum.weltreiseforum.de und dazu auswandererforum.de/forum.php

Die einzelnen Staaten haben unterschiedliche Vorschriften was das Thema angeht.

Halt in solch einem Forum einmal konkret fragen wie das ist wenn man als Behinderter auswandert.

Man bekommt ja nur einen Teileinblick. z.B. für die USA war ein Dokumentarfilm sehr aufschlussreich Sicko. Kein Geld mehr für die Klinik .Morgen auf der Straße...

Also schon einmal genau nachfragen.

VG Stephan

http://www.diemer.ca/Docs/Diemer-ZehnMythen.htm

Antwort
von bobbys, 61

Hallo elocin,

Diesen Traum sollte dein Freund gleich mal zu Ende träumen. So hart wie sich das jetzt auch anhören mag muss ich dir aber sagen das wird nichts mit Auswandern wenn man noch arbeiten muss und vor allem körperlich schwere Arbeit. Dein Freund wird nach der OP sicherlich erst mal ein subjektives Wohlbefinden verspüren ,wenn keine Komplikationen aufgetreten sind. Doch später wird er die Bewegungseinschränkung deutlich zu spüren bekommen. Durch diese Einschränkung werden die anderen Wirbelsäulen Bereich deutlich mehr belastet und genau da liegt das Problem, denn es wird dann wieder zu weiteren OPs kommen und irgendwann vielleicht auch mal zur EU (Erwerbsunfähigkeit) :( Es ist alles nur eine Frage der Zeit. Und dann in einem Land wo man erst mal Fuß fassen will???

Alles Gute für euch beiden wünscht Bobbys :)

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