Frage von ChristaP, 179

Was tun wenn man wegen Fersensporn keine normalen Schuhe mehr tragen kann?

Hallo Leute, ich bin schon älter und habe Fersensporn an der Außenseite des rechten Fusses... und jetzt fängt es am linken Fuß auch an und ich kann keine normalen Schuhe tragen.

lg

Antwort
von Winherby, 119

Hallo Christa,


Du hast zwar keine  Frage gestellt, aber in diesem Fall kann ich dennoch was dazu schreiben.

Es gibt zwei verschiedene Fersensporne, einer befindet sich hinten an der Ferse, der andere liegt an der Fußsohle, aber auch am Fersenbein. Das sind Knochenhöcker an welchen sich Sehnen andocken, sowas ist also normal und hat jeder.

Du beklagst also einen gereizten oder bereits entzündeten Fersensporn.

Aber: Dein "seitlicher" Fersensporn ist unbekannt, da handelt es sich ganz sicher um etwas anderes. Vermutlich steht der hintere Teil des fünften Mittelfußknochens etwas heraus. Das kann passieren, wenn sich das Längsgewölbe des Fußes absenkt. Oft knickt der Fuß auch zur Innenkante ab.

Warst Du denn bereits beim Arzt damit? Der Hausarzt kann Dich zum allg. Orthopäden schicken, oder aber Du gehst zu einem spezialisierten Fußorthopäden. Der wird die korrekte Diagnose stellen und Dich med. versorgen. Vermutlich werden zuerst mal Einlagen in die Schuhe  fällig. Es kann sogar sein, je nach Schwere des Falles, dass Du dort orthop. Maßschuhe verordnet bekommst. LG

Kommentar von Winherby ,

Hallo Christa,

nun sehe ich, dass Du die Frage verbessert hast. Doch meine Antwort sieht jetzt kaum anders aus. Du musst zum Orthopäden, er wird Dir entweder Einlagen verordnen, oder sogar Massschuhe. LG

Antwort
von fuessiotherapie, 118

Hi ChristaP

Ein kleiner Erfahrungsbericht aus der Physiotherapie. 

Sicherlich kann man und könnte man zu Beginn mit Einlagen arbeiten, um Dich schmerzfrei zu bekommen. 

Aber!!!!

Aus meiner Sicht kann ich nur dringend raten auf weitere "passive Maßnahmen" zu verzichten. 

Die erste benutzen wir alle: Schuhe. 

Die alleine schon lassen unsere Fußmuskulatur verkümmern und gerne auch mal so was wie einen Fersensporn entstehen. Aber wir können schlecht jetzt alle nur noch barfuß laufen ;)

Die Zweite wäre jetzt noch die Einlage. Damit ist der Fuß komplett abhängig und macht gar nichts mehr alleine, sondern nur noch die Einlage. 

Wir behandeln erfolgreich Fersensporne mit Myofaszialen- und Manuellen Techniken der Plantarfaszie ( Fußsohle). 

Wenn die entspannt ist, gehen auch die Beschwerden weg. 

Gerne kann man die Fußsohle mit der radialen Stosswelle behandeln ( bitte nicht nur den Fersensporne!!!!). 

Hoffe es hilft Dir. 

Beste Grüße aus Berlin | fuessiotherapie 

Kommentar von beamer05 ,

... tja, und wenn die (selbst teuer zu bezahlende, weil keine Kassenleistung) Stoßwelle nix gebracht hat, kommen die Patienten dann - aufmerksamen HA oder Orthopäden vorausgesetzt- gerne mal zur Strahlentherapie. Nach der Reizbestrahlung (und etwas Wartezeit) sind dann bei über 80% der Pat. (!) die Beschwerden behoben (trotz weiterhin bestehendem Fersensporn) oder soweit gebessert, dass keine weitere Therapie erforderlich ist.

Zum Barfuß gehen: Die meisten Pat. erleben es sehr hilfreich, dem Rat zu folgen, NICHT auf hartem Untergrund (wie in den meisten Wohnungen üblich, z.b. Küche, Bad etc.) sondern nur dort barfuß zu gehen, wo der Untergrund nachgibt, also z.B. im Garten, auf der Wiese, dem Acker, im Wald (ja das piekt erstmal) oder etwa auf Sand o.ä.

Denn unser Fuß ist eben NICHT für längeres Stehen / Gehen auf hartem Untergrund "konstruiert".

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