Frage von nathalie1987, 4

Hallo, ich weiß einfach nicht mehr weiter ich brauch dringend hilfe

Hallo, ich weiß einfach nicht mehr weiter. Meine mutter ist vor ein paar jahren jung gestorben (ich war auch noch jung gerade 18,) und jetzt wendet sich mein mann immer und immer mehr von mir ab er sagt mir er brauch zeit und ruhe und er hätte viel im kopf , und wenn ich z.b. ihn mittags nach der arbeit in den arm nehmen will und einen kuss geben will drückt er mich weg , er lässt nichts zu aber wenn er dann mit freunden oder klassenkamerade unterwegs ist lacht er und es geht ihm gut, das alles macht mich fertig und ich weine jetzt schon seit Tagen , Tag für Tag und sitze fast neben ihm aber er schaut weg und nimmt mich nicht mal in den arm oder soetwas, jetzt ist heute auch noch der todestag meiner mutter wo ich immer noch nicht drüber weg bin aber es interessiert keinen , ich Kann einfach nicht mehr ich fühle mich so leer , wie eine leere hülle mit zerbrochnenen scherben, hätte ich nicht meinen Sohn der mich wenigstens tags über noch überwasser hält weiß ich auch nicht. ich habe niemanden hier nicht mal eine freundinn oder soetwas mit der ich reden kann über irgendwas nichts ich bin komplett allein. ich habe keinen aus meiner familie mehr oder sonstiges, ich bin einfach allein und langsam kaputt... was soll ich bloß machen

Bitte Helft mir

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo nathalie1987,

Schau mal bitte hier:
Schmerzen Hilfe

Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 4

Hallo nathalie,

Du schreibst - jetzt wendet sich mein Mann immer und immer mehr von mir ab ... In der Regel ist ein (Ehe)partner auch dafür da in schwierigen Zeiten da zu sein Nun Dir bei der Trauerbewältigung zu helfen. Das Du nach einer gewissen Zeit sagen kannst die Mutter hat nun ihren Platz in Deinem Leben gefunden. Sie lässt Dir aber noch Dein Leben.

Jeder Mensch hat da seine eigene Art Trauer zu bewältigen. Nun hat es den Anschein Du hast Dich nach dem Tod Deiner Mutter ein Stück zurückgezogen und Dein einziger Ansprechpartner ist nur noch Dein Mann und Sohn.

In dem Fall ist er froh wenn er da einmal ausbrechen kann! Ich weis nicht wieviel Jahre der Todesfall her ist. Aber Du solltest Dir dringend Hilfe suchen. Ob dies so etwas ist in der Richtung http://www.trauergruppe.de/ odgl..

Du kannst Deine "leere Hülle" nur wieder mit Leben füllen wenn Du wieder raus gehst und Dir Kontakte suchst. (vom Verein bis hin zu einem Frauennetzwerk ....).

Bei dem Aufbau eines neuen Freundeskreises zählt aber immer ein Stück Vorsicht nicht das man in ein neues Problem stolpert. Also suche Dir Hilfe ob das so eine Trauergruppe ist oder gar ein Psychologe. Es gibt Menschen die dann allein unter einer lauten Brücke stehen und ihren Frust raus schreien! Wie auch immer Du solltest etwas tun - nicht das Deine Ehe noch daran zerbricht.

Alles Gute Stephan

Antwort
von dinska, 3

Liebe Nathalie, ich denke mal die Lebensfreude ist dir abhanden gekommen und du sitzt herum wie ein Häufchen Unglück und willst getröstet werden. Es ist aber keiner da der dich tröstet und das drückt dich immer weiter runter. Nun versetze dich mal in die Lage deines Mannes. Er hat sicher genug und will wieder Normalität. Du erinnerst mich an eine Zeit, in der ich auch ziemlich unten war und keinen hat es interessiert. Wer umgibt sich schon gern mit leidenden Wesen. Da habe ich mich mit mir auseinandergesetzt und mich Schrittweise aus meinem Dilemma befreit. Das geht, glaube es mir. Ich habe dann viel gelacht und war fröhlich und aufgeschlossen, egal wie es in mir aussah. Und was glaubst du was passierte. Wenn ich mal ernst war, fragte mich gleich jeder, was mit mir los wäre. ( Hätten sie früher nie gemacht). Auch mit meinem Mann habe ich eine bessere Beziehung aufgebaut, ich hatte mich gefunden und brauchte ihn nicht mehr zu jedem und allen, sondern nur noch wenn es um gemeinsame Dinge ging. Deshalb mein Rat, suche dir eine Gemeinschaft, Chor, Sportgruppe oder kirchliche Treffen, was dir liegt und lebe deine Interessen aus. Dabei findest du auch Gleichgesinnte und einen Freundeskreis. Jammere nicht, sondern werde aktiv, dann wird auch dein Lebensmut zurückkehren. Beende deine Trauer und kehre ins Leben zurück. Das wäre doch bestimmt auch im Interesse deiner Mutter!

Antwort
von Winherby, 2

Hallo Nathalie,

was Du da so schreibst klingt sehr betrüblich. Was Du nun brauchst ist Beistand, Zuwendung und Hilfe für die verletzte Seele.

Dazu fallen mir grade zwei Möglichkeiten ein. Die eine ist eine Telefonseelsorge, da hab ich mal einen Link für Dich heraus gesucht. http://www.telefonseelsorge.de/ oder kostenfrei: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222

Die zweite Variante ist hoffentlich noch effektiver, nämlich die Seelsorge vor Ort. Auch wenn Du nicht gläubig sein solltest, oder keiner Konfession zugehörig bist, kannst und darfst Du dennoch durchaus zum nächsten Pfarrhaus gehen, und um Rat und Trost ersuchen. Der Pfarrer oder Pastor, der Dich dann wegschicken würde, der hätte seinen Beruf verfehlt.

Dort kannst Du dann im persönlichen Gespräch all Deine Sorgen, Lasten und Kummer frei von der Seele reden, allein dies hilft schon. Und ich bin mir sicher, dass der Pastor / Pfarrer Dir darüber hinaus wertvolle Tipps geben wird, wie Du Dich künftig zu Deinem Mann verhalten solltest.

So übers I-Net geht das ganz schlecht, da hier wohl niemand Näheres weiss, ausser dem, das Du uns in der Frage geschildert hast. Klar denkt jeder, mein Gott, was ist das für ein Typ, dass er sich so schofelig verhält. Man weiss halt auch nicht , was für Sorgen er so hat, vielleicht beruflicher oder finanzieller Art.

Und Tipps wie, -sprich mit Deinem Mann-, oder, -lass die Ohren nicht hängen-, oder so ähnlich, wird nicht viel helfen, denn ich denke, dass Du bereits alles versucht hast was in Deinen Kräften steht, bevor Du Dich hier gemeldet hast.

Ich wünsche Dir alles Gute und gutes Gelingen beim Seelsorger, Herbert

Expertenantwort
von gerdavh, Community-Experte für Schmerzen, 3

Hallo Nathalie, es betrübt einen geradezu, wenn man das so liest. Es ist bestimmt schlimm für Dich, dass Dein Mann sich in letzter Zeit so von Dir abgewendet hat. Ich kenne Deinen Mann nicht und will mich dahingehend auch nicht näher äußern, aber vielleicht solltest Du ihn einfach mal direkt darauf ansprechen, was eigentlch los ist. Selbst wenn "Mann" Ärger in der Firma hat oder zuviel Stress hat, ist das noch lange kein Grund, seine Frau keinen Kuß zu geben oder mal kurz zu streicheln. Habt ihr noch Sex? Ich weiß ja nicht, wie alt Dein Sohn ist, aber sollte er noch in den Kindergarten gehen, gibt es da doch bestimmt Treffen von Eltern? Sollte er bereits in die Schule gehen, werden da immer Elternstammtische angeboten. Ich erwähne dass, weil Du dringend andere Ansprechpartner suchen solltest, aus denen sich durchaus innigliche Freundschaften entwicklen könnten. Bei uns in der Stadt gibt es ein Frauenhaus, wo sich Mütter von Kindern dreimal wöchentlich treffen. Unter Frauenhaus ist in diesem Fall jetzt nicht die Rede von einer Unterkunft, wo Frauen mit Kindern leben, die zuhause häusliche Gewalt erlebt haben, sondern einfach ein Treffpunkt, um sich auszutauschen. Ich stimme @dinska hier zu, Du musst aus Deiner eigenen, kleinen Welt raus - Du brauchst neben Deiner Familie auch andere Menschen, mit denen Du etwas unternehmen oder Dich zumindest mal unterhalten kannst. Dass Du noch so unter dem Tod Deiner Mutter leidest, kann ich gut verstehen. Meine eigene Mutter ist vor über 2 1/2 Jahren gestorben, ich bin bis heute nicht richtig darüber hinweg, obwohl ich intensiv getrauert habe. Wenn ich an manchen Tagen ganz traurig bin, denke ich mir immer, das hätte sie nicht gewollt, dass ich so leide und wie ein Trauerkloß nur zuhause herumsitze und ich widme mich dann Menschen, mit denen ich reden kann. Wenn Du inzwischen ernsthafte Depressionen haben solltest, wäre es evtl. sogar hilfreich, wenn Du Dir einen Psychotherapeuten suchst, mit dem Du die Trauer verarbeiten kannst und mit ihm über Deine Sorgen sprichst. Und dann besteht noch die Möglichkeit, wie @winherby vorgeschlagen hat, Dich einem Pfarrer anzuvertrauen; hängt davon ab, wie Deine Einstellung gegenüber Religion ist. Ich wünsche Dir, dass Du aus diesem Tief bald herausfindest und vor allem Menschen findest, die Dir zeigen, dass man nicht allein steht, wenn man Kummer und Sorgen hast. Alles Gute. lg Gerda

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