Frage von Blancaa, 104

Hämatom oder doch Thrombose?

Hallo :-),

Wegen anhaltender Wadenschmerzen gelangte ich nach langer Odysee zu einer Angiologin. Dort wurde an der Wade auch eine Schwellung von 1cm festgestellt, jedoch schloss sie nach Doppler- sowie normaler Sonographie und Elektrodenmessung an den Zehen eine Thrombose aus, meine Venen seien frei. Was sie fand war ein 20cm Hämatom (Bluterguss) vom Oberschenkel bis zur Kniekehle. Die Schmerzen sind jetzt weg, die Schwellung ist jedoch noch da. Kann sie durch den Bluterguss bedingt sein (Lymphe oder auch Rheuma) oder besteht die Möglichkeit eine Thrombose übersehen zu haben? ( Da ich schon bei sechs verschiedenen Ärzten und der Spezialistin war möchte ich eigentlich ungern weiter umher irren :/)

Danke für eure Antworten :-)

Antwort
von Winherby, 75

Hallo Blancaa,

ich habe ein Problem bei Deinem Text: Die sog. "Schwellung", wie wurde die denn festgestellt?? So, wie Du den Text formulierst, war Dir vor dieser Untersuchung bei der Angiologin, diese Schwellung nicht aufgefallen, oder? 

Wenn dies einfach eine Umfangmessung mit Maßband war, dann ist es doch gut möglich, dass dieses untersuchte Bein muskulär etwas stärker ausgeprägt ist, als das andere Bein. Wurden beide Beine vermessen und verglichen? 

Das Übersehen einer Thrombose halte ich nach den genannten Untersuchungen für ausgeschlossen. Daher kommt entweder die stärkere Muskulatur als Lösung in Frage, oder es ist durch den Bluterguss im Oberschenkel der Rückfluss der Lymphe gestört, der den Unterschenkel um diesen 1 cm anschwellen lässt.

Fühlt sich der Unterschenkel bei leichtem  Betrippeln mit den Fingerkuppen etwas schwabbelig an, grad so als sei Wasser darunter? Ist die Haut einen Hauch stärker "gespannt" als am anderen Bein? Fühlt sich die Haut etwas kühler als am anderen Bein an? Wenn ja ist es eine leichte Lymphrückflussstauung, also nicht soooo schlimm.

 Interessanter aber erscheint mir  die Frage  mit dem Bluterguss im Oberschenkel. Die Ärztin hat ihn "gefunden" , wie Du schreibst.

Üblicherweise geht einem Bluterguss eine Verletzung voraus. Sei es durch Sport, z.B. Muskelfaserriss, oder durch ein stumpfes Trauma, Unfall, Schlag, Tritt, etc.. Und das bekommt der Betroffene in aller Regel mit, außer er liegt im Koma. 

Nun will ich jetzt garnicht wissen, woher Du den Bluterguss hast, aber kann es denn nicht auch sein, dass die U.-Schenkelprobleme mit dem O.-Schenkelproblem insgesamt im Kontext stehen? Diesen evtl. Zusammenhang solltest Du mal überdenken, vielleicht findest Du so die Lösung. LG

Kommentar von Blancaa ,

Hi Winherby, 

Ja die Schwellung wurde erst bei der Untersuchung mit dem Maßband festgestellt, und beide Beine wurden vermessen/ verglichen. Hatte meine Beine vorher schonmal verglichen, bis zur letzten Woche schienen sie gleich- allerdings fühlt sich die Wade wirklich schwabbelig und die Haut straff an, allerdings nicht wirklich kühl. Der Bluterguss könnte von einem Sturz kommen, welcher aber nicht schwer war. Da ich Reiterin bin, bin ich die Flecken normal gewohnt, vielleicht fiel es mir deshalb nicht auf. Ich hielt den Zusammenhang immer für merkwürdig, aber wenn ich genau und bewusst darüber nachdenke hast du schon Recht damit, das das alles im Kontext stehen könnte. Danke und LG :-) 

Kommentar von Winherby ,

Ja gerne und gerne immer wieder XD. Vielleicht findet sich ja ein Arzt, der dagegen mal eine Serie Lymphdrainage verordnet, lG

Kommentar von Blancaa ,

Ja mal schauen, derzeit hatte mir die Ärztin erstmal Osteo/ Physio verschrieben, vielleicht bekomme ich ja die Lymphdrainage auch ohne Überweisung. Wie lange würde es denn regulär dauern bis die Schwellung abklingt? Lg 

Kommentar von Winherby ,

Regulär?

Also ohne Drainage wird die Schwellung sich in etwa mit der gleichen Geschwindigkeit abbauen, wie das Hämatom geringer wird, nur halt etwas später, also zeitversetzt.

Und mit Drainage ist es kaum vorherzusehen wie schnell es weg geht, da es da auf mehrere Faktoren ankommt, nicht zuletzt auf die Qualität des Therapeuten. Aber doch schneller, als ohne Drainage.

Wenn Dich dieser eine Zentimeter nicht stört, dann lass der Natur den freien Lauf. LG

Antwort
von Medicus92, 61

Hallo,

das sich bei Ihren Problem offenbar schon länger besteht und Ihnen bislang kein Arzt wirklich weiterhelfen konnte, rate ich Ihnen sich von Ihrem Hausarzt eine Überweisung für eine sogenannte Hochschulambulanz einer Universitätsklinik zu geben. Mit dem Schwerpunkt "Angiologie".

Dort werden Menschen ambulant mit schwerwiegenden Problemen behandelt. 

Liebe Grüße

Medicus92

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