Frage von grischa, 104

Habe ich wirklich klassischen Diabetes Typ 2 ?

Hallo Ihr! Nun hatte ich schon einige Beiträge geschrieben und tolle Antworten erhalten. Je mehr ich aber in Beiträge anderer hineinschaute,wurden meine versteckten Fragezeichen immer größer. Ich bin Diabetiker,Typ 2,mit Ausweis und ärztlicher Betreuung. Brauche aber keine Medikamente. Es war so,dass ich bei einem Krankenhausaufenthalt 1993 eine Unterzuckerung bekam. 2,3 war der Messwert. Solche entsprechenden Körper Symptome kannte ich aber schon seit Jahren. Ich hatte wohl immer das richtige gemacht und irgendetwas Süßes gegessen oder getrunken. Etwa um 1980 wurde bei einem Test festgestellt,dass mein Blutzucker Wert ansteigt (auf 10 ca). Uns so plätscherte es die Jahre dahin,bis man bei einem weiteren Test 2007 einen eben solchen Wert feststellte:11,2. Für mich bemerkenswert,nur beim Test,nie nach dem eigentlichen Essen. Da höchstens mal 7 bis 8, aber selten, Nüchternwerte sind immer zwischen 5 und 6,5 max. und mein 1/4 jährlicher Wert liegt noch immer bei 5,4 bis 5,7. Trotzdem wurde ich sofort Diabetiker, ohne Medikamente,aber diätisch geführt usw.. So eine Blutzucker Stoffwechsellage habe ich aber schon Jahrzehnte. Ich gerate aber eher in eine Unterzuckerung bzw. "Niedrigzuckerung" und bemerke diese Anzeichen schon ab 4,0,so dass ich immer reagieren konnte. Traubenzucker habe ich immer dabei usw.. Wenn es mal nicht so schnell klappt,brauche ich eben mehr Zeit,um mich von den dafür üblichen Symptomen zu erholen. Das kann nach körperlichen Aktivitäten, Reduktionskost (!) usw. passieren. Letzteres schon wegen meines Übergewichtes,bei 176 cm Körpergrösse 98 Kg. Funktioniert aber nicht ! Ungünstig ist sicher,dass ich eine leichte Hypothyreose (L-Thyroxin) und eine inzwischen schwere Pankreasinsuffizienz (Panzytrat Einnahme zu jedem Essen). 1980 hatte ich vermutlich eine Pankreasentzündung.Eine Lactose Intoleranz fummelt auch noch dazwischen. Nach vielen Diätberatungen,Ernährungsberatungen,... habe ich meinen eigenen und guten Weg gefunden. Das war am hilfreichsten. Trotzdem habe ich das Gefühl,das irgendetwas nicht richtig ist. Bin ich das ? (Scherz!) Sollte ich irgendetwas tun und wenn,was? Gruß Grischa

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GeraldF, 104

Mit einem 2-Stundenwert von 11,2 mmol/l waren Sie im oralen Glucosetoleranztest im pathologischen Bereich, der für die Diagnose eines DM Typ II spricht. Hypoglykämien spät postprandial gibt es im Frühstadium eines Typ II. Ein Wert von 4,0 ist dagegen keine Hypoglykämie und erfordert auch nicht die Einnahme von Traubenzucker. Treten bei solchen Blutzuckerwerten typische Symptome einer Hypoglykämie auf, so ist das eher ein adrenerges postprandiales Syndrom. Die von Ihnen genannten Daten zur Körpergröße und -gewicht stützen die Diagnose eines DM Typ II.

Aus der Ananmnese zum Pankreas wird man nicht so richtig schlau. Eine akute Pankreatitis hat man nicht "vermutlich". Die läuft sehr schmerzhaft ab, zumindest dann, wenn aus ihr am Ende eine exokrine Dysfunktion entstehen soll. Eine exokrine Pankreasinsuffizienz tritt erst ein, wenn erhebliche Anteile des Organes zerstört wurden. Die Kombination Übergewicht und exokrine Pankreasinsuffizienz ist eher ungewöhnlich. Häufiger ist ein ungewollter Gewichtsverlust, Fettstühle, Maldigestion.

Kommentar von grischa ,

Hallo GeraldF ! Eine interessante Antwort. Mich und auch manchen Ärzten,wunderte es schon,dass ich seit Jahren ,nachweisbar seit 1993,im "Frühstadium" des Diabetes Typ 2 bin. Ich habe auch keine diesbezüglichen Komplikationen,wie Augen oder Nieren. Aber eine Polyneuropathie unklarer Ursache. Das wird demnächst untersucht. Vom andrenergen postprandialen Syndrom hörte ich noch nie. Habe natürlich gegoogelt und finde einige Übereinstimmungen. Werde es bei meinem nächsten Arztbesuch ansprechen. Nun genauer zur Pankreasproblematik. Es wurde damals,etwa 1982. tatsächlich von einer vermutlichen Pankreatitis gesprochen. Schmerzen und Gewichtsabnahmen usw. waren vorhanden,Monatelang. Es wurde "psychisch" behandelt bis ich ausrastete. Dann kam eine Kontrastmitteluntersuchung in der Charite' Berlin und die Diagnose Pankreatitis mit Gewebezerstörung am Kopf- und Schwanzende. Bei der nächsten Untersuchung stellte man einen Stillstand fest. Die weitere spätere ergab einen erschreckenden raumfordernden Prozeß,der sich dann aber als harmlose Fettinfiltration herausstellte. So ist es auch geblieben und meine Pankreas sieht sonografisch u.a. unauffällig aus. Wenn nicht die schwankenden Enzymwerte (aktuell 75 µg/g bis 39 µg/g) wären. Der Gastroentologe meint,sie gibt langsam ihren Geist auf.Mein Gewicht schwankte während der Jahre zwischen 75 kg und 103 kg. In den letzten Jahren eher Pummelig. Da komme ich auch iirgendwie nicht weg. Wenn ich unterkalorisch esse,also etwa 1000 kcal.,dann kommt es zur Unterzuckerung wie zuvor beschrieben mit den Anzeichen schon ab 4,o etwa. Nun bin ich doch einigermaßen irritiert und werde diese Dinge bei meiner stationären Diagnostik vorbringen (ab Mitte April,Charite' Berlin) . Danke und netten Gruß von Grischa!

Antwort
von rosaglueck, 68

Wieviel Thyroxin bekommst du derzeit? Wie hoch lagen deien letzten TSH-Messungen? Wird noch an der Dosisfindung gearbeitet? Hast du zu- oder abgenommen durch die Einstellung mit Thyroxin? oder wirst du AUCH DA nicht behandelt?

Kommentar von grischa ,

Seit Jahren nehme ich 25 µg L-Thyroxin. Mein Gewicht schwankte während letzten 20 Jahre von 75 kg bis 103. Letzteres eher jetzt seit 7 Jahrenaktuell 98. Es gibt keine weitere Behandlung.

Kommentar von rosaglueck ,

Liess hier mal genau nach: http://www.arznei-telegramm.de/db/wkstxt.php3?&knr=029411/407817&art=bei...

Eine bessere Einstellung mit Thyroxin könnte deine Bauchspeicheldrüse entspannen, Diabtes verhindern bzw soweit wie möglich lindern oder gar rückgängig machen. Dein Körpergewicht sollte sich wieder deinem Normalgeicht nähern.

Regeldosisbereich liegt zwischen 100-200µg. Man empfiehlt bis zu einer Dosis von 1,µg/Kg Körpergewicht zu steigern und dann anhand des TSH feinzujustieren. Der TSH sollte dafür unter 1,2 bleiben. Liegt er höher muss weiter gesteigert werden. Lass dir alle deine TSH-Messergebnisse aushängigen.

Gute SD-Experten siehe top-docs.de

Kommentar von rosaglueck ,

1,5µg/Kg KG

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