Frage von derfraginator, 49

Habe ich, männlich,16 Jahre alt, Depressionen?

Hallo liebe Leute. Ich bin 16 Jahre alt, bin in der 11 klasse eines Gymnasiums und bin dort Schülersprecher zum 2 mal, Schülervertreter im 4 Jahr und Jahrgangssprecher. Dazu spiele ich seid 10 Jahren mit freunden Handball. Meine Familie wird gut angesehen und ich habe ein gutes Ansehen in der Stadt. Ich bin auch eigentlich einer der fröhlichsten und liebenswertestensten Menschen: (wir mir immer gesagt ).

Ich habe tolle freunde und am Geld mangelt es auch nicht. Ich hätte nie über Selbstmord nachgedacht, da ich das selber schlimm finde .Selbst nach den ganzen geschehennissen die ich nichtmal hier nennen möchte ( psychische Belastung durch Eltern) habe ich immer weitergekämpft und meinen Kopf hochgehalten.

Ich habe immer mein starkes Aussehen, also mein selbstbewusstes Auftreten, beibehalten und ich glaube ich habe mir somit selber eine falsche Realität vorgespielt. Jedoch fängt es plötzlich an, dass ich schlechte Noten in der schule schreibe, 5 und 6 obwohl ich viel lerne. Ich fühle mich so, als ob ich soviel kraft aufwenden kann wie ich will trotzdem werde ich nie meine Noten verbessern können.

Dazu noch hat mein jahrelanger Trainer aufgehört uns zu trainieren aufgrund beruflicher Ansatzpunkte. Jetzt haben wir einen neuen Trainer der mich nur anschreit, vor den Jungs nur schlecht macht und kritisiert und nur die Kritik in mir sucht. Das fällt allen auf. Und ihr müsst wissen dass ich Handball eigentlich liebe aber jetzt wohl aufhören werde.

Dazu habe ich in letzter zeit nur noch stress mit meiner Mutter und ich hab dazu auch ausrastet weil ich wieder in den verzweifelten Zeitraum zurückfühle, wo ich mich nicht wären konnte und ich es dafür heute mache und somit auch abhaue für 2 -4 stunden und mich mit Freunden treffe weil ich mit denen ein Stück glücklichkeit zurück erreiche und auch den streit mit allem vergesse. Ich fühle mich nurnoch müde und traurig, abgesehen wenn ich was mit freunden mache oder halt wenn es Momente gibt wenn alles wieder für einen Moment in Ordnung ist.

Ich fühle mich auch durch die Noten irgendwie nutzlos und wertlos. Ich fühle mich ausgebrannt und möchte nicht mehr, aber habe trotzdem sorgen um meine Zukunft dass sie schlecht wird (beruflich).

Ich habe auch Momente wo ich denke, wieso habe ich gerade keine Schlaftabletten, dann muss ich das alles nicht mehr ertragen, aber um mich umzubringen bräuchte es viel viel mehr schmerz weil ich eigentlich sehr stark bin was sowas angeht aber andererseits kann ich nicht mehr.

bin ich depressiv und was soll ich tun ich kann mit niemandem reden.... 

Danke für das viele Zeitnehmer und lesen 

Support

Liebe/r derfraginator,

es ist sehr wichtig, dass du bei deinen Zweifeln Leute zum Reden findest.

Wir empfehlen dir deswegen, dich an eine professionelle Beratungsstelle zu wenden um ein persönliches Gespräch zu führen.

Unserer Ansicht nach wäre die Telefonseelsorge eine erste Anlaufstelle.

Schau doch bitte mal auf dieser Seite vorbei http://www.telefonseelsorge.de/

Dort gibt es die kostenlose Telefonnummer der Seelsorge (Anonym. Kompetent. Rund um die Uhr. 0800/1110111 & 0800/1110222) und auch einen anonymen Chat.

Herzliche Grüße

Kai vom gesundheitsfrage.net-Support

Antwort
von Lydia304, 14

Hallo,

ich glaube, die Frage, ob Du eine wirkliche Depression hast, kann Dir hier niemand beantworten, Ferndiagnosen sind schwierig. Aber ich finde es offensichtlich, dass Du aktuell massive Probleme hast. Deine familiären Probleme willst Du nicht erzählen, das ist in Ordnung. Aber Du solltest jemand finden, am besten einen professionellen Helfer, mit dem Du darüber sprechen kannst. Eine "starke fröhliche" Fassade aufzubauen, hilft niemand weiter, am wenigsten Dir selbst. Was das mit Deinen Noten auf sich hat, müsste man genauer ansehen. Konzentrationsprobleme, Prüfungsangst oder Nervosität oder wirklich eine Depression? Auf die Ferne und Deine kurze Schilderung schwer zu sagen.

Dazu kommt natürlich, dass Du mit 16 mitten in der Pubertät bist. Auch durch die Hormonumstellung haben da viele Jugendliche Probleme. Sie spüren, dass sie sich massiv verändern, nicht nur körperlich, kennen sich manchmal nicht mehr und wissen nicht mehr, wer sie sind. Konflikte mit den Eltern und Schulprobleme sind in dieser Zeit häufig. Da sehnt man sich dann schon mal nach der "früheren guten Zeit, in der alles in Ordnung war", sprich der Zeit vor der Pubertät zurück. Dennoch ist das eine normale und notwendige Entwicklungsphase, durch die man als Jugendlicher durchgehen sollte. Nur so entwickelt man sich zu einer eigenständigen erwachsenen Persönlichkeit. Bei Dir kommen anscheinend spezielle familiäre Probleme im selben Zeitraum dazu, das macht die Sache nicht leichter.

Ich würde Dir empfehlen, professionelle Hilfe aufzusuchen. Gibt es bei Euch in der Schule eine Möglichkeit: Vertrauenslehrer, sozialer Dienst, Schulpsychologe? Die stehen alle unter Schweigepflicht, dürfen also von Deinen Problemen niemand außerhalb erzählen. Oder Du suchst Dir einen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten. Oder gehst zu einer Beratungsstelle oder zum Jugendamt. Es könnte auch schon einmal ein Anfang sein, mit einer außenstehenden Vertrauensperson zu sprechen, am besten ein Erwachsener, z.B. in der Verwandtschaft, Patenonkel, Bekannter, Nachbar? Es müsste aber jemand sein, dem Du wirklich vertraust. Es ist nicht gut, die Probleme in sich reinzufressen.

Viel Glück!

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