Frage von Med572, 36

An meiner Stirn wächst immer ein Pickel an genau der selben Stelle und auch nach Ausdrücken kommt er genau an der selben Stelle wieder. Ist das Normal?

Ich bin mir selber nicht sicher ob das ein Pickel ist, nach ausdrückel blutet es stark und tut weh und nach paar wochen ist es wieder da.

Antwort
von dinska, 28

Da hat sich was entzündet oder verstopft. Du solltest nicht daran rumdrücken sondern die Stelle austrocknen. Tupfe sie immer mit Teebaumöl oder Alkohol ab, zum Desinfizieren und mach dann Penatencreme drauf. Das trocknet den Pickel aus und er verschwindet irgendwann.

Durch das Ausdrücken wird er ja nur entleert, die Ursache ist immer noch vorhanden. Es dauert meist seine Zeit, bis alles abgeheilt ist, aber dann ist er für immer weg, kann aber auch an einer anderen Stelle wiederkommen.


Antwort
von bethmannchen, 12

Nimm mal Natur!

Was sind Pickel überhaupt?

Die Haut produziert an manchen Stellen mehr Talg, als sie für die eigene Pflege tatsächlich braucht. Das kann am Hormonhaushalt oder der Ernährung oder mangelnder Hygiene liegen.

Dieser überschüssige Talg bleibt in den Poren stecken. Wenn du die dann auch noch abdeckst, verhinderst du noch zusätzlich, dass die Poren sich leeren und selbst reinigen können. Außerdem sorgt so eine Versiegelung dafür, dass der Talg auch noch unnötig eintrocknen kann. Entzündungen könne darunter vor sich hin brüten, und gedeihen erst so richtig. 

Zuletzt hilft sich der Köper dann so, wie er das bei jedem feststeckenden Fremdkörper macht, er bildet eine Entzündung aus (Pickel). Der Eiter soll dann (als Abführmittel) nachhelfen, damit sich die Pore endlich doch irgendwie leeren kann, auch wenn es hässlich aussieht. So eine selbst produzierte Wunde ist eigentlich ein "Notfallprogramm" des Körpers. Dazu muss es nicht erst kommen.

Jetzt mein Tipp:

Was du brauchst ist Zitronensaft (Plastikzitrone von Aldi für 50 ¢ reicht völlig), Wattepads und eine kleine Dose (man braucht davon wirklich nicht viel) Penatencreme aus der Drogerie und am besten auch ein Stirnband. 

Gesichtsreinigung einfach, täglich morgens: 

Gesicht mit Wasser abspülen, zunächst lauwarm, und dann immer wärmer und wärmer, bis es so heiß ist, wie du es gerade noch vertragen kannst. Wenn die Haut so richtig durchgewärmt ist, schreckst du dein Gesicht mit ganz kaltem Wasser so lange ab, bis die Haut durchgekühlt ist. Damit wurden die Poren geöffnet, Überschüsse sanft gründlich weggespült, und die Poren wieder geschlossen. Die dadurch geförderte Durchblutung regt zusätzlich die Selbstheilung an und zu schminken braucht man sich dann nicht mehr, weil man wirklich rosige Wangen hat.

Gesichtsreinigung gründlich, täglich abends:

Zunächst wie morgens heiß abspülen und dann einen Wattepad nass machen, einen Spritzer Zitronensaft darauf geben, und damit das Gesicht gründlich abreiben. Wenn es brennt, den Zitronensaft verdünnter verwenden und nichts in die Augen bekommen! Dabei besonders die Stellen gründlich abreiben, an denen die Mitesser sitzen (Nase, Kinn, Stirn). Pickel dabei vorsichtig mit behandeln.

Danach noch einmal warm abspülen, abtrocknen und ganz dünn mit Penatencreme eincremen. Sie ist entzündungshemmend, fördert die Heilung, lässt die Haut aber noch atmen.

Die schwache Säure löst den in den durch die Wärme geöffneten Poren steckenden Talg an, so dass er heraus kann. Auch noch verbleibende Mitesser werden kleiner, und schon dadurch, dass sie sauberer werden, sieht das ganze schon nicht mehr so "schnuddelig" aus.

Tiefenreinigung der Poren, ein- bis zweimal die Woche abends: 

Hierzu brauchst du zusätzlich noch einen Esslöffel Zucker auf einer Unterasse und einen halben Eierbecher Speiseöl aus der Küche. Das stellst du alles im Bad parat.Wie zuvor Gesicht mit Wasser abspülen, zunächst lauwarm, und dann immer wärmer und wärmer, bis es so heiß ist, wie du es gerade noch vertragen kannst. Gesicht kurz trockentupfen.

Etwas Speiseöl auf die trockenen Finger nehmen, damit Zucker vom Teller aufnehmen (mehrmals), und ein gründliches Peeling machen. Auch hier wieder Nase, Kinn und Stirn gründlicher behandeln und Pickel vorsichtig mit einbeziehen. Das sanfte Schmirgeln schilfert verhornte Schichten ab und befördert Talg aus den Poren heraus. Zuletzt mit warmem Wasser den Zucker abspülen.

Einen Wattepad nass machen, einen Spritzer Zitronensaft darauf geben, und damit das Gesicht gründlich abreiben, um das Öl zu entfernen. Gesicht noch einmal warm abspülen und abtrocknen. Zuletzt mit einem Hauch Penatencreme eincremen. 

Wichtiger als sporadische Gewaltanwendungen ist die regelmäßige sanfte und gründliche Reinigung der Haut.

Damit die produzierten Überschüsse aus den Poren stets gut abfließen können, solltest du auf Schminke und andere Cremes verzichten. Parfümierte Pflegeprodukte solltest du auch vermeiden, weil sie Entzündungen fördern. Gerade für unreine und fettige Haut ist es besonders wichtig, dass sie ungehindert atmen, schwitzen, und sich selbst reinigen kann. 

Es kann sein, dass durch diese Behandlung zunächst mehr Pickel zu entstehen scheinen. Der Schein trügt aber, denn es werden sich auch die Poren bei jeder Behandlung öffnen und reinigen, die bisher noch gar nicht als verstopft zu erkennen waren. So etwas nennt man Erstverschlimmerung. Es kann also etwas dauern, bis eine Besserung zu erkennen und alles abgeheilt ist. 

Du solltest auch eine Frisur wählen, die dir nicht die Haare ins Gesicht fallen lässt. Unter einem Pony blühen Pickel besonders gut, und der wird auch schneller fettig. Wenn man stark schwitzt, gerade im Sommer, kann, wird immer Staub auf der Haut kleben bleiben. Auch deine Finger sind niemals sauber genug, um damit an Pickeln herum zu fummeln. Also Finger weg!

Für unterwegs empfiehlt es sich, ein paar Alkoholtupfer dabei zu haben. Die bekommt man zu 100 Stück in der Apotheke für wenig Geld, und sie passen in jede Tasche. Die sind ganz praktisch, wenn die Nase glänzt oder ein Pickel zu sehr nervt.

Antwort
von bethmannchen, 6

nach ausdrücken blutet es stark und tut weh

Du scheinst gar nicht zu wissen, wie Haut aufgebaut ist. Poren sind Vertiefungen in der Haut, die eine Wand haben. Wenn du da was zum bluten bringst, dann hast du die verletzt. Die platzt nämlich unter Druck.

In so einer Pore steckt ein Klumpen "Dreck" aus Fett und abgestorbenen Hautzellen zusammen mit Staphylokokken, Corynebakterien, toten Haarbalgmilben, Pilze... allem was vorher von dem "Dreck" gelebt hat. Von dem was auf deinen Fingern so wohnt, fangen wir mal gar nicht erst an.

Und diesen "Dreck" hast du dann "sauber" mit deinem "Ausdrücken"  in die selbst auch noch extra dazu provozierte Wunde gepresst. Das ist doch wie "Feuerzeut an Papier halten". Das brennt dann.

Genau das machst du da immer wieder und wunderst dich, warum die Entzündung immer wieder ausbricht bzw. gar nicht mehr abheilt? Falls du es immer noch nicht lassen kannst:

Haarbalhgmilben werden von Person zu Person weitergegeben, meist von Mutter zu Kind, und besiedeln jeden Menschen, aber auch Hunde und Katzen. Die winzigen Milben fressen Fett, Bakterien aber auch Cremereste und Schminke.

Nach zwei Wochen Leben auf der Haut kehren sie an ihren Geburtsort, das Haarfollikel, zurück, wo sie sich paaren und gebären. Die neuen Milben wandern mit dem wachsenden Haar wieder auf die Hautoberfläche zurück. ... Lecker!

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