Frage von Orchidee68, 60

Kann ich auf eine Herzkatheter-Untersuchung bestehen?

Guten Morgen, im März wurde mein Foramen Ovale verschlossen bekommen. Hatte 2011 einen Schlaganfall und letzte Jahr einen Darminfarkt.

Davor hatte natürlich mit den Anästhesisten das Aufklärungsgespräch. Dort kam auch zur Sprache das ich bei Belastung Atemnot bekomme, Herzrasen und schlecht Treppen steigen kann. Ich bin 168 gross, Nichtraucher und wiege 70kg. Also ich würde sagen normal.

Dann meinte er ob schon mal eine Herzkatheteruntersuchung gemacht wurde? Ich verneinte und er wollte mich darauf hin nicht in Narkose legen. Hat aber mit dem zuständigen Kardiologen vereinbart das während der OP auch eine HKUntersuchung gemacht werden soll.

Habe für beides unterschrieben. Die HK Untersuchung wurde jedoch nicht durchgeführt. Habe immer noch Herzstiche und Atemnot. Bekam von meiner Hausärztin noch ein Medikament uuu. Hatte sogar eine Zeugin beim Aufklärungsgespräch dabei. Die Ärztin hat das Aufklärungsblatt behalten. Dumm von mir es aus der Hand zu geben.

Habe nun die Kontrolluntersuchung. Kann ich darauf bestehen? Danke für eine aussagekräftige Antwort.

Antwort
von GeraldF, 40

Dann meinte er ob schon mal eine Herzkatheteruntersuchung gemacht wurde? Ich verneinte und er wollte mich darauf hin nicht in Narkose legen. Hat aber mit dem zuständigen Kardiologen vereinbart das während der OP auch eine HKUntersuchung gemacht werden soll.

???

Ist doch irgendwie auch Grütze, dieses Vorgehen. Normalerweise drängt der Narkosearzt auf eine Abklärung einer möglichen KHK vor einer Vollnarkose, um möglichen Komplikationen bei der Narkose vorzubeugen. Wenn der Katheter aber erst während der Narkose gemacht wird, dann ist die Sache ja schon halb gelaufen. Das ist doch ein Widerspruch in sich.

Sie haben nicht geschrieben, was und wie operiert wurde. Ich nehme an, Sie hatten keine OP im engeren Sinne, sondern einen kathetergestützen Verschluss des PFO. Der Zugangsweg ist dabei venös und nicht wie bei der Coro arteriell. Man müsste also zweimal punktieren. 

Lassen Sie die Coro einfach elektiv nachholen, eine Narkose ist dafür ohnehin nicht notwendig.

Antwort
von Orchidee68, 32

Hallo. Danke für die Antwort. Ja es wurde über die Leiste gemacht. Seit dem Eingriff habe ich Schmerzen in den Beinen. Solche Muskelschmerzen. Aber "nur" unterhalb der Knie. Das werd ich mal mit ansprechen in der Hoffnung endlich gehört zu werden. Hab es meiner Hausärztin und dem Kardiologen berichtet,  aber nie richtig befundet. Es gibt psychosomatische Schmerzen aber das doch erst wenn alles andere ausgeschlossen wurde.  Mo ist der Termin. Mal schauen

GL

Antwort
von gerdavh, 39

Ich würde bei der Kontrolluntersuchung auf jeden Fall mal nachfragen,warum keine Herzkatheteruntersuchung gemacht wurde? Fand der Kardiologe das plötzlich überflüssig, vergessen, ergab sich bei der Narkose plötzlich etwas, was eine schnelle Beendigung erforderte (Atemstillstand, Blutdruck ständig im Keller)? So etwas bekommt man oft nicht erzählt, was sich da auf dem OP-Tisch so abspielt.

Nur weil Du das unterschrieben hast, heißt das noch lange nicht, dass Du darauf bestehen kannst. Aber Du kannst ja den Kardiologen mal darauf ansprechen, dass Du das gerne haben möchtest.

Der freut sich bestimmt, bringt dem viel Geld ein.

Ich will Dir ja keine Angst machen, aber lies mal diesen Artikel (einer von vielen) und überleg Dir gut, ob Du diese Untersuchung wirklich haben möchtest

http://www.onmeda.de/g-medizin/herzkatheter-1744.html

Alles Gute. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Eben habe ich einen interessanten Artikel gefunden, der Dich bestimmt interessiert

http://www.dsg-info.de/presse/pressemeldungen/382-neue-studien-verschluss-eines-...

Haben die Chirurgen das bei Dir so gemacht mittels Katheter und dem Schirmchen setzen?

Kommentar von Orchidee68 ,

Lieben Dank für die schnelle Antwort. Ich habe gesagt bekommen, daß es wohl vergessen wurde. Ich habe Asthma und seitens der Lunge ist alles ok. Mir machen die Herzstiche bisschen Angst und halt diese Atemnot. Ich will einfach nicht nur immer für jedes Symptom eine neue Tablette bekommen. Man muss der Sache doch mal auf den Grund gehen. Ich bin in der Uni und da sind ja immer wieder andere Ärzte. Hab es auch schon angesprochen, man konnte mir weiter nix sagen, außer ja, warum nicht kann ich Ihnen auch nicht sagen.  Vor der OP waren alle nett und aufmerksam. Danach war ich nur noch eine Nummer. Hatte mit der Medikation erheblich sichtbare Probleme (übersät mit riesen blauen Flecken, bedingt durch (Clopidogrel) und man hat das Gefühl belächelt zu werden. Vor der Diagnose Darminfarkt bekam ich die Diagnose Darmkrebs für 5 Tage und dann hat man sich geirrt. Kann alles passieren, darf nicht aber es war so. Ich habe so das Vertrauen verloren. LG

Kommentar von gerdavh ,

Ich kann Dich gut verstehen, ich hasse Krankenhäuser inzwischen. Vor allem die hochgepriesenen Uni-Kliniken, wo Du jeden Tag einen anderen Assistenzarzt zu Gesicht bekommst. Belächelt? Kenne ich, der Patient hat ja ohnehin keine Ahnung, und glauben muss man ihm ja auch nicht immer.

Du tust mir sehr leid, hoffentlich darfst Du bald wieder nach Hause und kannst zu einem guten Facharzt in Deiner Umgebung.

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