Frage von brido, 33

Gibt es indirekt eine Möglichkeit dass Lebensmittel wie Gluten etc einen Anfall auslösen?

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von Lizzkrueger, 29

Ich muss Lexi recht geben. Und vorallem was habt ihr alle mit dem ganzen Gluten scheiß? Menschen haben das Jahre lang ohne Probleme vertragen! Anfälle werden meist durch Stress ausgelöst. Ein Herzanfall durch zu viel Cholesterin und der kommt nicht vom Gluten.

Gesunde Menschen, die Getreide normal vertragen, also weder unter Zöliakie noch unter Glutenempfindlichkeit leiden, können ihr Brot, ihre Nudeln, ihr Müsli, ihre Kekse, ihren Kuchen und alle anderen Getreideprodukte üblicherweise ohne Bedenken wegen des darin enthaltenen Glutens verzehren. Übertreiben sollte man es natürlich nicht, denn die tägliche Schwarzwälderkirschtorte wird mit der Zeit wahrscheinlich zu Übergewicht oder anderen gesundheitlichen Problemen führen. Das liegt dann aber nicht am Gluten.

Paradox: Wer als gesunder Mensch auf glutenfreie Lebensmittel umsteigt, tut sich damit nicht unbedingt etwas Gutes: "Gluten hält Backwaren in Form und schließt Luft und Feuchtigkeit ein. Fehlt das Klebereiweiß, kann das dazu führen, dass die Hersteller den Zucker- oder Fettanteil anheben, um Geschmack und die Konsistenz zu verbessern", weiß Baas. Erhöht sich dadurch die aufgenommene Kalorienzahl, kann das zu überflüssigen Pfunden beitragen. Der Vergleich von Kalorien-, Fett- und Zuckergehalt mit den herkömmlichen Produkten lohnt sich also. Zöliakie-Betroffene profitieren hingegen von dem wachsenden Sortiment an glutenfreien Lebensmitteln, die für sie unerlässlich sind.

http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Macht-Gluten-dick-228917.html

Kommentar von Landarzt ,

So isses. Alle fünf bis zehn Jahre wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, meist von irgendwelchen Alternativmedizinern, die sich neue Einnahmequellen suchen. Vor zehn Jahren war es die Übersäuerung, davor die Darmpilze, davor ....

Witzig finde ich im Zusammenhang mit der angeblichen Glutenunverträglichkeit, dass die meisten, die von sich behaupten, diese zu haben, bzw. von denen z.B. ihr Heilpraktiker behauptet, darunter zu leiden, das Wort "Gluten" noch nicht einmal richtig aussprechen (nämlich ohne Betonung auf der 2. Silbe). Wenn man dann noch nachzufragen wagt, wie die Diagnose gestellt wurde, könnte man sich fast schieflachen, Bioresonanz und Kinesiologie stehen an erster Stelle.

Trotzdem bleibt einem das Lachen meist im Halse stecken, wenn man sich klar macht, wie die Leute für dumm verkauft werden, was sie für diese Vera ..... noch zahlen müssen (o.k., selbst schuld) und vor allem, was irgendwelche verblendeten Eltern ihren angeblich unter Zöliakie leidenden Kindern (meist ist natürlich die ganze Familie betroffen ...) antun.

In der Klasse meiner jüngsten Tochter ist so ein bedauernswertes Geschöpf. Letztens rief deren Mutter anlässlich der Geburtstagsfeier meiner Tochter bei meiner Frau an - nicht um zu fragen, was sie sich zum Geburtstag wünsche, sondern um ganz deteillierte Anweisung zu geben, was ihr Töchterchen alles essen darf, oder besser, was sie nicht essen darf. Das arme Kind leidet nach Angaben ihrer Mutter nämlich an allen möglichen Unverträglicheiten, neben Lactose- und Fructose-Intoleranz natürlich auch "an Glut'n", weshalb sie sich "glut'n-frei" und selbstverständlich rein vegan ernähren muss, weil sie sonst gar nichts verträgt! Und meine Frau hätte daher sicher Verständnis, wenn sie ihrer Tochter ihr eigenes Essen für die Feier mitgäbe.

Um es kurz zu sagen: Das Mädel, das einen schmächtigen, um nicht zu sagen etwas unterernährten Eindruck machte, verdrückte bei uns mindestens eine Tüte Gummibärchen, aß drei bis vier Wiener und ungezählte Stücke Kuchen, Muffins etc., ganz abgesehen von einem großen Becher Kakao. Die mitgebrachte Rohkost landete bei den Hasen. Ungefragt sagte sie zu meiner Frau: "Aber bitte der Mama nichts sagen, die verbietet mir sowas immer."

Kommentar von Lizzkrueger ,

Ja es ist wirklich traurig wie diese Gesellschaft hinsichtlich der Ernährung degeneriert. Klar das dieses Mädchen so einen Heißhunger auf Süßes und fettiges hat. Wenn man den Körper sowas zu lange verbietet wird dieser immer größer. Deswegen funktioniert auch diese ganze Low carb scheiß dreck zeug nicht. Der Körper braucht Eiweiß, zucker und Fett. Nicht viel aber auch das braucht er. Besonders Kinder brauchen Fette da sie noch in der Entwicklung sind. Gerade diese "Allergien" entwickeln sich doch daraus. Klar wenn der Körper lange lange Zeit nicht das bekommt weiß er irgendwann nicht mehr wie er das verarbeiten soll...

Kommentar von brido ,

Vielen Dank. Die Diagnose steht. Es handelt sich um ein Gendefekt, die Mitochondrien (kompliziert) arbeiten nicht gut genug. Es hilft u.A das Coenzym Q 10 (und Vitamin B12). Wir sind so glücklich dass das Suchen ein Ende hat. LG:

Antwort
von Jonaneele, 16

Ich selber leide seit 2 Jahren an einer Glutenunverträglichkeit durch Blutuntersuchung festgestellt.Es kommen noch eine Ei- und Jod Allergie dazu.

Ich habe immer sehr gerne gegessen. Durch meine 2 jährige Diät die ich nun schon mache und auch mein ganzes Leben lang einhalten muss, kann ich wirklich nicht verstehen das es Leute gibt, die das freiwillig machen.

Es ist schon eine große Einschränkung im Leben. Aber was nützt es. Einmal sündigen und dann habe ich eine komplette Woche sehr sehr starke Gliederschmerzen von Kopf bis Fuß. Totale Trägheit und dauernd müde.

Ich wünschte ich könnte normal essen!!

LG jonaneele

Antwort
von charlotte7, 23

Ja - 1. es gibt die Glutenunverträglichkeit und 2. sie kann unangenehme Beschwerden auslösen.

Wenn Getreide krank macht: Glutenunverträglichkeit

Bei einer Glutenunverträglichkeit (auch Glutenintoleranz genannt) reagiert der Dünndarm auf das Klebereiweiß vieler Getreidesorten mit Entzündung und anschließendem Rückgang der Schleimhaut.

In der Schulmedizin spricht man in so einem Fall von der Zöliakie.

Im Folgenden erhalten Sie die wichtigsten Informationen zu Ursachen, Symptomen, Diagnose, bis hin zum weiteren Vorgehen bei einer bestätigten Glutenunverträglichkeit kompakt dargestellt.

http://gluten-unvertraeglichkeit.com/

Kommentar von charlotte7 ,

Symptome der Glutenunverträglichkeit

Verträgt ein Mensch kein Gluten, das Klebereiweiß vieler Getreidesorten, kommt es bei anhaltender Aufnahme zu einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut.

Dadurch verkleinern sich sowohl Mikrovilli als auch Zotten, teilweise fast bis zum totalen Verlust.

Der Dünndarm kann seine Aufgaben nun nicht mehr zufriedenstellend ausführen: Nährstoffe sowie Flüssigkeit werden nicht ausreichend aufgenommen.

Dies äußert sich beim Betroffenen mit voluminösen Fettstühlen und Durchfällen.

Durch die mangelnde Nahrungsverwertung verliert er außerdem an Gewicht.

Weitere Mangelsymptome sind Ödeme, Blähungen, Anämien oderSchwäche.

Da auch Vitamine nicht ausreichend aufgenommen werden, können sich Nachtblindheit, trockene Haut (beide Vitamin A),Knochenstoffwechselstörungen (Vit. D) oder eine erhöhteBlutungsneigung (Vit. K) einstellen.

(.....) http://gluten-unvertraeglichkeit.com/

Antwort
von Lexi77, 19

Liebe brido!

Dir wurde hier doch schon mal geraten, dass du deine Fragen im entsprechenden Textfeld ausführlicher beschreiben solltest! Aus diesen Ein-Satz-Fragen bekommt man in der Regel nicht die Informationen, die man zur vernünftigen Beantwortung benötigt.

Hier stellt sich mir jetzt z.B. die Frage, was für einen Anfall meinst du? Einen Herzanfall? Oder einen epileptischen Anfall? Oder was?

Naja und Gluten ist ja auch kein Lebensmittel an sich, sondern ein Inhaltsstoff, der in verschiedenen Lebensmitteln vorkommt.

Solltest du irgendwie versuchen wollen, bei dir selbst einen Anfall (egal welchen) auszulösen, so lass das lieber bleiben! Du kannst nicht abschätzen, welche Folgen das haben kann!

Also du siehst, es sind meist weitere Infos notwendig. Deswegen gewöhne dir doch bitte an, bei deinen Fragen ein bisschen mehr zu schreiben! So lange dauert das ja auch nicht und du bekommst viel bessere Antworten!

Viele Grüße, Lexi

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