Frage von ILoveToWork, 116

Gibt es Alternativen zur Mammographie?

Hallo Community, welche Alternativen gibt es oder müssen alle Frauen eine Mammographie machen? Danke für eure Antworten.

Antwort
von evistie, 74

Gibt es Alternativen zur Mammographie?

Nicht wirklich. Was sonst noch so an Alternativen geboten wird, ist weniger effektiv und/oder zu aufwändig und wird nicht von den Krankenkassen übernommen. Als da wären:

Thermographie http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46121/Mammakarzinom-FDA-warnt-vor-Thermogr...

Die Thermographie beruht auf der Annahme, dass ein Krebswachstum mit einer gesteigerten Stoffwechselaktivität und Durchblutung und deshalb auch mit einer vermehrten Wärmeentwicklung verbunden ist.
Einige Anhänger behaupten sogar, dass die Tumoren früher als mit der Mammographie entdeckt würden. Denn in der Mammographie seien die Tumoren erst sichtbar, wenn es in Teilen des Tumors zu Kalkablagerungen gekommen ist. Für diese Behauptungen gibt es nach Einschätzung der FDA jedoch keinerlei Bestätigung aus klinischen Studien.

Ultraschall http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article108517347/Brustkrebs-Lebensrette...

"Im Gegensatz zur Mammografie, mit der man seit den 70er-Jahren Erfahrungen hat, wurde der Ultraschall erst seit etwa fünf Jahren aufgewertet."

Eine Ultraschalluntersuchung der Brust dauert bis zu einer Stunde. Der Arzt arbeitet sich dabei quasi mit dem Schallkopf durch die unterschiedlichen Gewebeschichten. Die Auswertung der zahlreichen Bilder erfordert eine spezielle Fortbildung. "Nicht jeder kann 'mal einen Ultraschall machen', das müssen sehr erfahrene Ärzte tun", sagt Dr. Jutta Lübbering-Schmidt, Radiologin und Screening-Ärztin in Hamburg.

Manche Ultraschall-Checks werden mit veralteten Geräten und ohne ausreichende Fachkenntnis angeboten. Eine flächendeckende Qualitätssicherung beim Brust-Ultraschall sei noch nicht erreicht, sagt Dr. Hille - "aber das entwickelt sich zurzeit".

Strahlenärmere 3D-Diagnostik http://www.apotheken.de/news/article/neue-alternative-zur-mammografie/

Ein internationales Forscherteam der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) entwickelte ein neues CT-Verfahren. Zum Einsatz kommt eine besonders energiereiche Röntgenstrahlung, die das Gewebe leichter durchdringt und schärfere Aufnahmen liefert. Gleichzeitig benötigen die Ärzte eine 25-mal niedrigere Strahlendosis als bei einer herkömmlichen CT, sodass die Belastung für die Patientin sinkt.

Die neuen 3D-Bilder haben eine zwei- bis dreifach höhere Auflösung als die Mammografie. Viele Fehldiagnosen lassen sich dadurch vermeiden. Prof. Maximilian Reiser fasst die Ergebnisse zusammen: „Das neue Verfahren könnte der klinischen Anwendung der Computertomografie bei Brustuntersuchungen den Weg ebnen und uns damit eine wertvolle Waffe für den frühzeitigen und verbesserten Kampf gegen Brustkrebs in die Hand geben.“ Der nächste Schritt besteht nun darin, die neue Technologie in die Kliniken zu bringen.

Tastbefund https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/frueherkennung/mammographie-fr...

Die Mammographie ermöglicht, anders als die alleinige Tastuntersuchung der Brust, eine echte Frühdiagnose von Brustkrebs. Fachleute gehen davon aus, dass dies nicht nur die Heilungschancen betroffener Frauen erhöht. Je kleiner ein Tumor ist, und je geringer die Wahrscheinlichkeit, dass er schon gestreut hat, desto weniger belastend muss  die Behandlung sein. 
Ist ein Tumor tastbar, hat er dagegen bereits einen Durchmesser von mehreren Zentimetern erreicht. Bei betroffenen Frauen finden sich häufig schon Tumorzellen in den umliegenden Lymphknoten. Ihre Aussicht auf dauerhafte Heilung verschlechtert sich.

Der Nutzen dieser früheren Entdeckung wird zudem als größer eingeschätzt als das Risiko von Schäden durch die Röntgenstrahlung, die bei der Untersuchung eingesetzt wird.

Alternativen zur Mammographie gibt es derzeit nicht, wenn es um die Früherkennung geht: Weder eine Ultraschalluntersuchung noch eine Kernspin- oder Magnetresonanztomographie (MRT) sind ähnlich aussagekräftig und gleichzeitig für regelmäßige Reihenuntersuchungen geeignet. Beide kommen nur als ergänzende Untersuchungen infrage.

Antwort
von alegna796, 57

MÜSSEN muss keine Frau, wenn sie das nicht will. Mammographie ist nun mal ein bildgebendes Diagnostikverfahren, um Veränderungen in der Brust zu erkennen. Eine Möglichkeit ist noch eine Sonographie. Bei der Krebsnachsorge wird meistens beides gemacht, damit man Unregelmäßigkeiten gut erkennen kann.

Antwort
von blumenpfluecken, 42

Hallo, ich kenne noch Ultraschall und Kernspintomographie. Weitere Infos zumThema findest du aber auch einfach erklärt in der Broschüre http://www.gothaer.de/broschuere-brustkrebs/ Die einzelnen Methoden werden da ausführlicher beschrieben. Falls du überlegst, eine Vorsorgeuntersuchung zu machen, überlege dir genau, ob es wirklich notwendig ist. Für mich persönlich ist es nur Angstmacherei. Es wurde nämlich schon statistisch bewiesen, dass durch die Vorsorgeuntersuchung nicht mehr Frauen gerettet wurden. Im Gegenteil: Oftmals leiden sie an dem psychischen Druck und der Angst...

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