Frage von Hooks, 127

Geschwollene Fußgelenke (Knöchel nicht mehr sichtbar) in den letzten beiden Tagen abends, kann das vom Wetter kommen?

Es ist ja so fürchterlich heiß... habt Ihr das auch? Oder ist das unnormal und deutet auf körperliche Schäden hin?

Merkwürdig, das hatte ich noch nie. Ich war zwar recht viel auf den Beinen, aber meist in Bewegung, nicht daß ich jetzt lange gestanden hätte. (Ich habe zwar Krampfadern, aber mich tüchtig morgens schon mit Hirudoid eingerieben.)

Habt Ihr Tips für mich?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Winherby, 92

Hallo Hooks

Ja, ja, immer das böse Wetter :-))  Das muss so oft für allerlei Beschwerden herhalten. Wir haben hier auch Wetter, gestern 32°C bei 82% rel. Luftfeuchte, meine Knöchel sind sehr gut sichtbar.

Ohne Schmäh: Der Mensch sucht immer nach einer Ursache für seine diversen Zipperlein, das ist ja auch gut so, um die evtl. gefundene Ursache abstellen zu können. Nur bei Wetter wird das nicht klappen :/

Oft sucht man die Ursache bei anderen Dingen, meist hingegen liegt es an einem selbst. Bei geschwollenen Beinen kann es am Herz liegen, am Bindegewebe liegen, am Lymphatischen System liegen, an den Nieren liegen. Deine Schwachpunkte kennst Du?

Das Hirudoid  fördert die Rückbildung von oberflächlichen Blutergüssen und Schwellungen, aber mMn nur wenn diese Schwellung aus einem stumpfen Trauma herrührt. Der Wirkstoff wirkt in erster Linie blutverdünnend. Daher bezweifle ich jetzt mal die helfende Wirkung gegen Krampfadern, - auch falls die Werbung dies verspricht. Die Werbung, -egal für was -,  hat sich schon oft versprochen.

Ich denke, dass diese Schwellung des Bereiches um die Knöchel entweder eine Wasseransammlung ist, oder dass sich nun dort verstärkt die Lymphe ansammelt. Beides kann durch eine Kombi aus nachlassender Herzleistung und einer Bindegewebeschwäche sein. 

Wie ist denn Dein Blutdruck? Wenn die Werte weit auseinander liegen, z.B. 150 : 60, dann kann dies das Bindegewebe überlasten. Der systolische Druck (150) drückt verhältnismäßig stark das Blut in die Laufbahn, aber die rel. schwache Diastole saugt das Blut nicht adäquat stark wieder hoch zum Herz. Dadurch wird der Druck auf das Bindegewebe  und auf die glatte Muskulatur der Gefäße zu hoch. Das Ergebnis ist ein Stocken des Blutrückflusses. Das wiederum erhöht den Gefäßinnendruck und der osmotische Druckausgleich sorgt für die vermehrte Lymphebildung. Tja, und schon haben wir den Salat.

Versuch doch mal durch häufige Kühlung der Unterschenkel die Spannkraft der glatten Muskulatur der Blutgefäße zu trainieren. Es genügt ein Eimer kalten Wassers, in den Du die Beine nacheinander kurz hineintunkst. Das Wasser muss jetzt nicht extrakalt sein. Allein die entstehende Verdunstungskälte sollte reichen. 

Dann solltest Du versuchen die Herzleistung zu erhöhen, bes. die Diastole. Es gibt ein hervorragendes Naturmittel, Effortil, das hilft sehr rasch. Das aber nur nehmen , wenn der Blutdruck insgesamt nierig ist.

Auch das Hochlegen der Beine zwischendurch sollte für Linderung sorgen. Notfalls müsstest Du leicht Stützstrümpfe tragen, auch bei Hitze, oder besser: gerade bei Hitze. 

Ich hoffe, dass Du nicht berufstätig bist, denn das alles geht leider nur wenn Du daheim bist

Die Nierenfunktion ist durch Entwässerungstees zu unterstützen, vielleicht schwächeln die Nieren. Viel trinken, gerade bei heissem Wetter, ist ja gut und schön, aber man schwitzt ja nicht alles aus, auch die Nieren müssen verstärkt ran. Und wenn die genauso alt sind wie der Rest des Körpers, davon gehe ichmal aus, dann kann sich auch da so langsam aber sicher ein gewisses Defizit einschleichen. Das ist ganz normal und geht früher oder später jedem so. 

.Gute Besserung, Winherby

 

Kommentar von Hooks ,

Vielen Dank für diese vielen Gedankenanssstöße!

Blutdruck ist meist um die 120 zu 70 oder auch 125 zu 65 - ja, zuwenig Blutrückfluß, habe ich das richtig verstanden?


Das Ergebnis ist ein Stocken des Blutrückflusses. Das wiederum erhöht den Gefäßinnendruck und der osmotische Druckausgleich sorgt für die vermehrte Lymphebildung.

Das verstehe ich nicht ganz, wie das funktioniert. Ich weiß darüber auch zuwenig. Weißt Du, wo man das lernen kann? Stichwort für Überschrift in den medizinischen Lehrbüchern? Oder läßt sich das kurz erklären?

Wie ist das mit der glatten Muskulatur? Habe die letzten Tage weniger Magnesium genommen (keine Zeit), und das wirkt ja nur auf die eine Sorte Muskulatur (welche, habe ich vergessen).

Bindegewebe ist schwach, Venengeschichten sind bei meinen Altvorderen in breiter Masse vorhanden. Termin beim Phlebologen wurde Anfang März bestellt, im August darf ich hin. Habe heute früh beim Hausarzt Termin für heute bekommen, werde erst wieder gehen, wenn er mir ein Rezept für Strümpfe gibt (wollte er letztes Mal nicht).

Entwässerung... seit zwei Wochen (gestern icht, keine Zeit) esse ich regelmäßig Brennesseln mit Obst zum Frühstück, alles roh und püriert, mit Sonnenblumenkernen zum gründlichen Kauen. Ist Brennesseltee zur Entwässerung besser? Mir lief übrigens ständig der Schweiß in Strömen hinunter, was ich echt selten habe. Viel Wasser blieb da nicht drin; zum Trinken kam ich auch nicht viel.

Ich habe Goldrute hier, die regt die Nieren an, ist das dann auch gut bei geschwollenen Beinen? Heute gehts, ich habe heute früh eine Weile die Beine im Bett auf den großen Ball gelegt.

Lymphatisches System. Ich habe vermehrt Milchprodukte erwischt (Essen auswärts), meine Nase verstopfte wieder sehr, ist immer so bei erhitztem Milcheiweiß. Das belastet ja vermutlich auch das lymphatische System mehr. Ob das zu solchen Schwellungen beitragen kann?

Häufige Kühlung: Ich mache normalerwiese morgens einen kalten Knieguß nach Kneipp und gehe ohne abzutrocknen dann nochmal kurz ins warme Bett. Seit Tagen nicht gemacht (merkwürdige Blutungen), ob das eine plötzliche Erschlaffung der Muskulatur nach sich ziehen kann? Unterschenkel habe ich gestern immer wieder angefeuchtet mit nassen Händen.

Hirudoid: Meist schmerzen die Krampfadern dann nicht so. Meine tun es vor allem nach Kaffeegenuß. Und der war leider in Massen nötig So+Mo, sonst verzichte ich.

Effortil habe ich früher genommen bei Kreislaufproblemen. Die habe ich aber nicht mehr. Meinst Du, das hilft bei solchen Stauungen? Sollte man das dann nur kurzfristig nehmen bei Schwellungen, oder vorbeugend?

Kommentar von Winherby ,

Ja richtig, der Blutrückfluss zum Herz ist bei diast. 65 sehr schwach. Hier wird der Zusammenhang recht anschaulich erklärt.

http://www.apotheken-umschau.de/Beine/Geschwollene-Beine-und-Fuesse--Ursachen-Er...

Hier ist der osmotische Druck bei der Lymphbildung gut beschrieben. (wäre zuviel alles hierhin zu kopieren)

http://www.ksk.ch/fileadmin/user_upload/fachschaften/biologie/hensler/Bio08_Koer...

Dass ein Genuss von Milchprodukten die Lymphbildung beeinflusst, also davon hab ich noch nie gehört. Auch nicht bei der Ausbildung zum Lymphtherapeuten. Ich bin sicher, dass dies eine der (nicht zutreffenden) Volksweisheiten ist.

Übrigens:

Das Mg wirkt sich sehr wohl auch auf die glatte Muskulatur aus, auch auf das Herz. Das bedeutet, dass reichlich genommenes Mg sich auf die Herzleistung negativ auswirkt, auch die glatten Muskeln der Blutgefäße lassen "schön locker". 

Der Unterschied zwischen glatter Muskulatur, Herzmuskel und quergestreifter Muskulatur ist primär, dass wir die quergestr. Muskeln bewusst anspannen können und die anderen nicht. Herz und glatte Muskeln können nur indirekt, also  über entsprechende, spezielle Reize, angeregt werden.

Dass die Brennnessel harntreibend wirkt, ist mit bekannt. Unbekannt ist mir, ob sie als Tee, oder püriert genossen, besser wirkt. Die Wirkung der Goldrute ist mir gänzlich unbekannt.

Effortil habe ich als Kind vorbeugend bekommen, hatte sonst oft heftige Kreislaufprobleme im Wachstum, kippte durch zu niederen Blutdruck einfach um, trotz viel Sport. LG, alles Gute

Kommentar von Hooks ,

Genau ;-), das war auch mein Problem im Wachstum.

http://heilkraeuter.de/lexikon/goldrute.htm

Ach ja, Ödeme, steht ja da. Habe lange nicht reingeschaut. Sie wirkt supergut bei beginnendem Infekt, sobald Halsweh erscheint, nehme ich das, und dann kommt nichts nach. Man darf dieTropfen nur nicht abends nehmen, dann schläft man schlecht vor lauter Toilettengängen.

Aha, das mit dem Mg muß also im Auge behalten werden. Merkwürdig nur, daß ich gerade an diesen beiden Tagen weniger Mg genommen habe und auch durch die Brennesseln keines hatte. Meiner Erfahrung nach wirkt Mg recht bald, nicht nach Tagen.

Ich hatte mich auch ziemlich vollgepumpt mit Kaffee (gravierender Schlafmangel bei Gemeindefest und Umzugshilfe); eigentlich würde man durch das viele ungewohnte Koffein doch verbesserte Herzleistung erwarten, oder?

Nein, die Milch wirkt nicht auf die Lymphbildung. Das habe ich ungenau ausgedrückt. Ich habe bei Dr. M.O.Bruker gelesen, daß "lymphatische Menschen" auf Milcheiweiß als ein Feind reagieren, sodaß durch vermehrte Arbeit der Leukozyten die Lymphe überlastet wird und dann vor allem an Mandeln, Haut und Schleimhaut Störungen entstehen. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt richtig ausgedrückt habe, aber ich das ausprobiert und im Alltag bestätigt gefunden, (auch im Bekanntenkreis und Verwandtschaft). Er hat ja über 40 Jahre eine eigene Praxis betrieben und konnte da auch seine Beobachtungen an den Menschen machen.

Zum Herzen:

Paßt das?

Herzinsuffizienz
(Herzschwäche) – verminderte Pumpfunktion des Herzens mit der Folge einer unzureichenden Versorgung des Körpers mit Blut und Sauerstoff, kann zum Blutstau in der Lunge und den anderen Organen führen [7, 9, 17]

Rechtsdilatation
(Beriberi Herz) – Erweiterung der rechten Seite des Herzens (betrifft
Vorhof und Kammer) durch Überdehnung infolge übermäßiger Füllung, verursacht durch gehemmten Abfluss aus den Hohlorganen [7, 9]        

Das mit der Lymphe muß ich mir nochmal genauer durchlesen, so beim ersten Durchgang klemmt es ;-)

Dankeschön für Deine Mühe!

Kommentar von Hooks ,

Kann man die glatte Muskulatur in den Beinvenen durch die andere Muskulatur unterstützen? Habe aus Zeitgründen aufgehört mit Spaziergängen, ich sause auch so genug durch die Gegend, denke ich immer.

Kommentar von Winherby ,

Ja, aber nur die tiefer liegenden Venen werden durch die Beinmuskeln unterstützt. Die oberflächlichen Venen liegen ja auf der Muskulatur auf, da klappt es logischerweise kaum.  Die Beinmuskeln dienen auch als Lymphpumpe.

Eine gute,einfache Übung für die Lymphpumpe geht im Stehen. Immer wenn ich im Stehen massierte, habe ich dauernd zwischen Fersenstand und Zehenstand gewechselt. So sind die Beuge- und Streckmuskeln des Unterschenkels im Wechsel trainiert und "nebenbei" sorgen sie als Lymphpumpe für einen schlanken Fuß:)

Diese Übung ist für Menschen mit stehenden Berufen sehr wichtig. Aber wenn Du viel fußläufig unterwegs bist, dann ist die Übung überflüssig.

Kommentar von Hooks ,

Naja, ich muß viel im Haus herumlaufen beim Aufräumen (im Moment wird einiges umstrukturiert), dazwischen stehe ich dann schonmal länger (Abwasch, Bügeln) oder sitze und vergesse die Zeit am PC (hilft die Lymphpumpe auch im Sitzen?). Muß dises Abwechseln übrigens gleichzeitig geschehen, oder kann das auch wechselseitig sein? Also ein Fuß im Fersenstand, der andere auf den Zehen?

Dann wundert es mich aber doch, daß bei dieser Lauferei beim Umzug die Füße so anschwellen konnten.

Hast Du das gelesen unter Herzinsuffizienz und Rechtsdilatation? Ist das so etwas, was Du meintest? Ich habe das aus den Mangelsymptomen für B1 kopiert... die Kapseln habe ich nämlich auch nicht genommen in letzter Zeit, weil ich keineSchokolade mehr gegessen habe.

Interessanterweise enthalten Kakaobohnen das gefäßwirksame VitaminP (OPC), fand ich gestern bei der Recherche, worin Rutin (= früher Vit P) enthalten ist. Rutin dichtet wohl die Gefäße zum Gewebe hin ab, daß nicht (oder weniger) Wasser austritt. Verstehe ich das richtig, daß dann weniger Lymphe gebildet wird? Buchweizen enthält Rutin, und ich hatte einige Tage lang Pfannkuchen daraus zu essen, weil meine Familie die nicht mochte. Bis Donnerstag. Und ich nahm auch keine Kastanientinktur mehr (weil sie auch Östrogen o.ä. enthält), die festigt die Gefäße. - Da kam wohl einiges zusammen bei mir.

Kommentar von Winherby ,

Hallo Hooks,

zuerst mal danke für den Stern.

Allerdings werde ich trotzdem ehrlich sein, das könnte auch als „nicht nett“ empfunden werden. Aber ich bin da in einigen Punkten anderer Ansicht wie Du, doch zuerst konkret Deine diversen Fragen.

Ja, die Lymphpumpe (gleichzeitig natürlich auch Venenpumpe) wirkt auch im Sitzen, wenngleich nicht ganz so gut. Denn mangels Gewicht müssen die Muskeln nicht ganz so kräftig kontrahieren, wie im Stehen. Und ja, es funktioniert natürlich auch wechselseitig, muss nicht gleichseitig sein.

Viel herumlaufen, arbeiten, tragen, usw. beim Umzug ist zwar Bewegung für die Beinmuskeln, aber dennoch nicht vergleichbar mit gezielt durchgeführter Gymnastik. Denn die Arbeiterei geschieht unwillkürlich und den Zwängen folgend, die gezielte und kontrolliert ausgeführte Beingymnastik hingegen ist auf einen gewünschten Zweck ausgerichtet. Da ist dann das Ergebnis zwangsläufig ein ganz anderes.

Viele meiner Patienten meinten, „oh ich muss den ganzen Tag schwer arbeiten und dabei viel heben, da brauch ich doch nicht auch noch ein Krafttraining für meinen Rücken, das habe ich doch automatisch auf Arbeit den ganzen Tag“.

Da haben wir das gleiche Problem, nur andere Baustelle, ich denke Du verstehst nun, wie ich´s meine.

Thema Herz. Nein, das ist nicht was ich meine. Ich meine einfach nur, dass die Differenz zwischen Diastole und Systole nicht allzu groß sein soll. Wird das Blut mit hohem Druck in die Gefäße gepumpt, aber mit wenig Saugkraft zum Herz hochgezogen, dann sind die Blutgefäße unter hohem Druck und kann im Bereich der herzfernen Beine und bei einer gewissen Veranlagung des Bindegewebes der Beinvenen zu Krampfadern führen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte betrifft das Lymphatische System.

Ich versuchs kurz: Ein Teil der Blutflüssigkeit wird durch den Druck des Herzens, durch die Gefäßwände der allerkleinsten Blutgefäße (Kapillaren) hindurch, in das Gewebe um die Blutgefäße herum eingeschwemmt. Diese Flüssigkeit, die sich nun in den Gewebespalten befindet, bezeichnet man als Lymphe. Die Zusammensetzung entspricht der Zusammensetzung des Blutes, allerdings ohne die roten Blutkörperchen und Proteine. Diese Lymphe umspült alle Zellen. Aus ihr entnehmen die Zellen die benötigten Nährstoffe und scheiden ihre Abfallstoffe nach der Verwendung dorthin ab. Die sich bildenden Lymphkapillaren vereinigen sich zu immer größer werdenden Lymphbahnen, die sich letztendlich als „Milchbrustgang“ in die linke Schlüsselbeinvene entleeren. Somit ist der halboffene Kreislauf geschlossen. Die in der Lymphe enthaltenen Stoffwechselschlacken werden dann von der Leber verarbeitet und für den Körper unschädlich gemacht, sowie über die Nieren ausgeschieden. Das bedeutet, dass der Körper permanent über die Lymphe mit Nährstoffen versorgt wird, und genauso permanent über die rückfließende Lymphe „entgiftet“ wird. Deshalb sind, - nur mal nebenbei bemerkt -, die hier auf GF desöfteren angesprochenen Detoxmittelchen alle Humbug, reine Geschäftemacherei mit der Unwissenheit der Kundschaft.

Sind nun der syst. und der diast. Blutdruck weit auseinander, dann ist der Druck auf die Kapillaren erhöht, dann wird verstärkt Blutflüssigkeit in das Gewebe gedrückt. Natürlich nicht nur am Bein. Aber dort ist es nun mal an der herzfernsten Stelle und somit kann es zu Schwellungen am Fuß, Knöchel Knie, oder auch am gesamten Bein führen.

Mangels ausreichender Zeichen olgt die ortsetzung im nächsten Kommentar :-))

Kommentar von Winherby ,

Zu Bruker sage ich mal besser nichts, teilweise (z.B. Zucker) hat er wohl Recht, aber die Mehrzahl seiner Ansichten sind wissenschaftlich widerlegt. Aber dies ist ein so weites Feld, da sind sich die besten Ökotrophologen selbst noch nicht einig.

Mein letzter Punkt ist etwas kritisch zu Deinen Ansichten.

So wie ich das aus Deinen Zeilen herauslese, nimmst Du sehr gezielt Nährstoffe zu Dir, deren Wirkung Dir bekannt und als nützlich erscheinen. Beispiele: Brennnessel püriert zwecks Entwässerung, Magnesium für die Muskellockerung, Goldrute um die Nieren anzuregen, usw., usf..

Oder aber umgekehrt, Du vermeidest Stoffe wie erhitzte Milch wg. geschwollener Nasenschleimhäute, abends die Goldrute wg.  häufigen nächtl. Wasserlassens, usw..  

Du wägst scheinbar ständig ab welcher Stoff für welches Organ auf welche Art wirkt, dabei gut/schlecht ist, Du benennst Schokolade, Buchweizen, Vit. P, Kastanientinktur.

Also ganz ehrlich: Das alles ist doch viel zu kompliziert und viel zu vage. Ich bin der Meinung, wer sich wirklich vollwertig ernährt, wer also alle natürlichen Nährstoffe ausgewogen zu sich nimmt, der macht nichts verkehrt.

Denn: Niemand, absolut niemand, kein Ernährungsberater, kein Arzt (wie Bruker und andere) , kein sonstiger Alternativheiler, absolut niemand, kennt die Nährstoffe und deren Wirkungen so gut, wie unsere Gene sie kennen. In den Jahrmillionen unserer Evolution haben unsere Gene alle natürlich vorkommenden Elemente kennen gelernt, dabei auch gelernt diese zu nutzen oder zu meiden. Und ich finde, dass der Mensch in dieses perfekt entwickelte System möglichst nicht eingreifen sollte, schon gar nicht derart, dass er seine tagtäglichen Essgewohnheiten nach den (angeblichen) Wirkweisen der Stoffe ausrichtet, grad so wie es ihm  momentan in den Kram passt, bzw. als nötig erscheint. Unser autonomes, zentrales Nervensystem ist genetisch so perfekt programmiert, es kann dies alles vollautomatisch wesentlich besser, da sei Dir sicher.

Ich wette, in vielen Pflanzen, die wir bisher gezielt als Medis nutzen, sind noch viel mehr Wirkweisen, - auch im Wechsel mit anderen Pflanzen -, da macht sich die Wissenschaft noch gar keine Vorstellung von. Viele dieser vorhandenen Wirkstoffe sind noch gar nicht erkannt und gedeutet. Doch für unsere Gene sind sie schon längste Zeit ein alter Hut.

Deshalb mein Rat: Mach Dir doch nicht so viel Gedanken um dies , das und jenes, die wissenschaftl. Erkenntnis sind doch oft unpräzise, nicht selten genug wurde dann plötzlich das Gegenteil bewiesen. Mal war Kaffee gesund, dann plötzlich wieder ganz schlecht, der eine behauptet A sei richtig, der nächste hält dies für Quatsch und sagt B sei das einzig Richtige. Dann bricht jedes Mal bei „neuer“ Erkenntnis für den einen oder anderen das Weltbild zusammen. Auf dem heutigen Kalenderabreissblatt steht zu lesen was gut für die Leber ist, morgen lese ich in der Apothekenumschau das genaue Gegenteil.

Meine Meinung: Wer alles ausgewogen isst, was die Mutter Natur so anbietet, der macht nichts verkehrt, denn unsere Gene sagen unserem Körper was er braucht, und dann holt sich unser Verdauungs- und Stoffwechselsystem aus der Nahrung was gerade nötig ist. Von manchen Stoffen kann er sogar ein Depot anlegen. Und wenn ein benötigter Wirkstoff gerade nicht im „Angebot“ ist, na dann entwickelt der Körper „Gelüste“ und der Mensch folgt ihm instinktiv. Ich finde dies ist ein perfektes System in das wir Menschen möglichst nicht eingreifen sollten, zu oft schon wurden unsere Eingriffe in Mutter Natur zu Desastern.

Auch gilt zu bedenken, dass der eine oder andere Stoff Erwartungshaltungen schürt. Also sind auch ein Placebo-, oder ein Noceboeekt nicht auszuschließen. Manch ein Ungereimtheit, also eine nicht "passende" Reaktion ist so zu erklären.

Aber, liebe Hooks, meine Meinung soll in kleinster Weise ein Tadel über Deinen Ernährungsstil sein, sondern nur ein gut gemeinter Rat zu einfacherer Ernährungsweise und zu mehr Vertrauen in die natürlichen Wirkweisen der Funktionen unserer Körper.

So, ich hoffe es war nicht allzu ermüdend zu lesen, wünsche Dir alles Gute, Winherby

 

Kommentar von Hooks ,

Ja, danke, ich habe es eben erst gefunden.

Im Grunde stimme ich mit Dir überein (daß unser Körper sich meldet), aber Du hast mich oben falsch verstanden. Ich habe im Nachhinein überlegt, warum ich an diesen Tagen so dicke Knöchel hatte (denn man bekommt ja doch erstmal einen gewaltigen Schrecken, wenn man sowas noch nicht erlebt hat), und da habe ich dann das, was ich geschrieben habe, entdeckt beim Nachdenken. Das beruhigt mich dann.

Brennesseln habe ich einfach eine Zeitlang als Smoothie gegessen, weil wir sie viel im Garten haben, ebenso wie Giersch und Löwenzahn, mit Obst dazu, nicht immer nur Brot, das machte mich müde. Aber als alles so dick war, merkte ich, aha, das wirkt ja auch entwässernd, und an diesen Tagen fehlte das.

Buchweizenpfannkuchen esse ich ab und zu, eigentlich immer dann, wenn kein Brot da ist. (Inzwischen habe ich Nackthafer bekommen, dann habe ich noch was anderes, was ich morgens mal essen kann.) Aber an diesen Tagen war auch das alle, und das kam dann eben mit den Brennesseln zusammen.

Übrigens habe ich mal in einem Buch übers hyperaktive Kind  (Kapitel Ernährung) gelesen, daß Weizen auf der Abschußliste steht. Also habe ich es wegen zwei meiner Kinder mal probiert, allen Weizen durch Dinkel zu ersetzen, war ja kein Problem. Und siehe da, auf einmal wurde ich selbst ganz ruhig ... deshalb meide ich Weizen, wenn es geht. Und ich gebe das auch schon mal als Tip, wenn jemand schnell aggressiv wird, das einfach mal zu versuchen. Ist doch besser, als Tranquilizer zu nehmen.

Da nutzt die ganze Ausgewogenheit nichts. Genauso mit der Milch. Was solls? Ohne gehts mir gut, mit gehts mir schlecht. Warum sollte ich sie dann nehmen? GIbt es einen Grund dafür?

Abends keine Goldrute... trinkst Du abends Kaffee, wenn Du davon wach bleibst? Wäre doch dumm. Genauso wäre es dumm, abends was zu trinken, von dem man weiß, daß man laufen muß.

Ob die wissenschaftlichen Veröffentlichungen sich ändern, ist doch egal. Ich probiere aus, was mir hilft, und wenn ja, behalte ich das bei, und wenn nein, dann eben nicht.

Das mit dem Paranußessen habe ich übrigens angefangen, als mir jemand erzählt hat, meine Beschwerden kämen von zuviel Quecksilber (Amalgam), ich sollte sie mir wegbohren lassen. Da kann ich aber gleich ein Gebiß nehmen, und das will ich nicht. Also habe ich probiert, ob es mit Paranüssen besser wird, weil die Selen enthalten. Interessanterweise habe ich in der ersten Zeit fäusteweise die Nüsse gegessen, obwohl man nur 1-3 am Tag essen soll. Da scheine ich einen Mangel gehabt zu haben. Nebenbei ist mir aufgefallen, daß ich weniger Magnesium brauchte.

Übrigens habe ich jetzt festgestellt bei Recherchen zu den Inhaltsstoffen der Nahrung in bezug auf Östrogen und Progesteron, daß B6 die Progesteronbildung fördert. Demnach hätte ich ja einerseits zuwenig Östrogen durch das viele Progesteron durch die  Nüsse, aber wenn die These stimmt, daß aus Pr. Ö. gebildet wird, dann haut das bei mir nicht hin. Oder Paranüsse enthalten doch nicht soviel B6.

Noch eins: Ich weiß nicht, wie das mit Dr. Bruker ist, aber was ich gelesen habe, ist, daß er doch vehement für eine vitalstoffreiche Vollwertkost (also ausgewogene Ernährung) eintritt. Ok, und Homöopathie, das ist auch nicht so mein Ding. Aber das mit den Jahrmillionen auch nicht.

So, entschuldige bitte mien Durcheinander, habe ich beim Nachlesen gemerkt, aber ich lasse es jetzt so. Ebenso wie der andere Kommentar.

Danke für die Infos zu Lymphe & Co., sowas muß man ja wirklich mal lernen ;-) ich finde, so was gehörte auch zum Schulstoff dazu - was haben wir alles für Zeitverschwendung gehabt...

Antwort
von alegna796, 85

Du solltest vielleicht mal deine Nierenwerte kontrollieren lassen. Alles Gute.

Kommentar von Hooks ,

Was haben die Nieren damit zu tun?

Kommentar von Hooks ,

Wenn ich so nachdenke, fällt mir ein: Ich habe übrigens die letzten beiden Tage wenig getrunken, und wenn, dann hauptsächlich Kaffee.

Hm, Nieren. Ob es etwas ausmacht, daß ich die letzten Tage ständig Brennesseln (roh, püriert, mit Obst) gegessen habe?

Kommentar von alegna796 ,

Geschwollene Fußgelenke (Lymphansammlung) können auf eine Nierenerkrankung hindeuten.

Kommentar von StephanZehnt ,

Nicht immer liegt es nur allein an den Venenklappen, es kann im Hintergrund auch organische Probleme geben!

Kommentar von Hooks ,

Eben, deshalb frage ich ja, etwas sein könnte. Damit ich das abklappern kann sozusagen. Habe mir heute aber erstmal Kompressionsstrümpfe verschreiben lassen. Dann ist das
Problem schon mal erledigt.

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