Frage von Lilli69, 29

Gerissene Lunge im Ausland - Rückflug wegen dem Druck gefährlich?

Mein Freund hatte vor 25 Tagen einen Reitunfall- er ist rücklings vom Pferd gefallen und das Pferd ebenfalls rücklings auf ihn drauf. Neben den gebrochenen Knochen hat er ca. 2-3 Wochen lang blut gehustet- die Blutmenge wurde mit den Tagen immer geringer. Zum Teil waren es Blutgerinnsel. Seine Knochen wurden geröntgt, nicht aber die Lunge. Alle gehen davon aus, dass sie gerissen war. Nun ist sein Rückflug- den er wahrnehmen möchte- in 6 Tagen und ich mache mir riesige Sorgen wegen dem Druck beim Fliegen und seiner eventuell beschädigten Lunge. Sein Rückflug besteht aus 2 Flügen: einmal 2h und das andere mal 14h (aus Südamerika mit Umstieg). Bitte, bitte, bitte- kann mir irgendjemand sagen, ob er mit so einer Lunge fliegen darf? Ich bin für absolut jede Information dankbar!!!!

Antwort
von DrummerGirl1414, 29

Nicht fliegen. Weiss zwar nicht ob es das in Deutschland auch gibt aber in der Schweiz gibt es den Rega Jet. Die Rega ist eine Rettungsflugwacht. Man kann da anrufen und die holen einem dann mit dem Jet. Da si d Ärzte drin. Ich bin zwar erst 14 aber als ich beim klettern gestürzt bin hab ich mir 2 Rippen gebrocgen und die haben die Lunge durchstossen. Hab dann auch Blut gehustet und wurde auch mit dem Jet von Spanien geholt worden. Frag doch mal bei einem Rettungsdienst nach!

Antwort
von StephanZehnt, 21

Hallo Lilli,

in der Realität ist es so bei Langstreckenflügen wird der Kabinenluftdruck auf ein Niveau gesenkt, das einer Meereshöhe von etwa 2400 Metern entspricht. Dadurch sinkt auch der Sauerstoffgehalt. Bei Lungenpatienten kann das zu Atemnot führen. Probleme kann auch die extrem trockene Luft an Bord (circa 15 Prozent Luftfeuchtigkeit) bereiten.

Bei folgenden Krankheitsbildern dürfen Sie nicht fliegen oder nur unter zusätzlicher Sauerstofftherapie:

  • Lungenblähung (Lungenemphysem)
  • Lungenzysten
  • Lungenarterienhochdruck (pulmonale Hypertonie)
  • Mukoviszidose
  • Pneumothorax (Luft zwischen Lunge und Brustwand)
  • Vitalkapazität unter 50 Prozent
  • Akuter Asthma-Anfall vor weniger als 48 Stunden
  • Akute Lungeninfektion

Falls doch etwas Unvorhergesehenes passiert: Viele Flugbegleiter haben eine Erste-Hilfe-Ausbildung. Einige Fluggesellschaften unterhalten einen Notfalldienst mit Fachärzten, die telefonisch bei Notfällen an Bord hinzugezogen werden. Außerdem stehen medizinisches Gerät und Notfallmedikamente bereit. (Quelle Netdoktor)

Das heißt in Deinem Fall Lunge röntgen also nachsehen ob es eine deutliche Schädigung der Lunge gibt. Wenn er eine Auslandskrankenversicherung hat mit Rücktransport (Flugzeug) würde ich eher diese Möglichkeit prüfen.

Es gibt zwar dies - Krankentransport im Linienflugzeug - aber die Kosten können doch heftig sein.

Also röntgen lassen und danach entscheiden. Ähnlich handhaben es auch die Auslandskrankenversicherungen. Denn ein Nonstop Rückflug aus Südamerika odgl. kann schnell einmal 10-20 Tausend Euro und mehr kosten Egal ob .ambulanzflug-zentrale oder ADAC und Co.

http://www.meditras.de/locales/de/brochure.pdf

Alles Gute Stephan

Antwort
von schanny, 19

Er sollte vorher dort vor Ort unbedingt noch mal zu einem Arzt und ihm das mit dem Bluthusten schildern. Er muss nochmal genau untersucht werden, ob er flugfähig ist oder nicht. Hat er denn eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen? Dann sollte er oder Du sich mit denen in Verbindung setzen, um weiter Untersuchungen bezahlt zu bekommen und eventuell den Rücktransport.

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