Frage von Flashgordon5, 9

Genügt ein Papierstreifentest um Sicherheit zu haben?

Oder muss es doch eine richtige Darmspiegelung sein, wenn man die Krebsvorsorge machen will?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mahut, 9

Wann vorsorgen?

Es hat sich gezeigt, dass Frauen und Männer mit zunehmenden Alter immer häufiger an Darmkrebs erkranken. Ein Grund für die Krankenkassen, die Vorsorgeuntersuchung ab dem 55. Geburtstag komplett zu zahlen. Ab dem 50. Lebensjahr wird bereits die jährliche Untersuchung auf Blut im Stuhl von der Kasse übernommen. Dies ist eine einfache und schnelle Untersuchung mit einem Papierstreifen, leider aber auch mit unsicheren Ergebnissen. Denn nur wenn Blutspuren im Stuhl sind, reagiert der Test. So z.B. auch wenn nur eine leichte Blutung im Magen ist (z.B. durch Aspirin ausgelöst) oder Hämorrhoiden bluten. Polypen bluten jedoch oft nicht.

Darmkrebs kann auch in früheren Lebensjahren auftreten. Und das bei Frauen und Männern gleichermaßen.

Bitte achten Sie auf folgende Symptome:

Verändertes Stuhlgangsverhalten

Häufig auftretender Durchfall oder Verstopfung

Wiederholt Blut im Stuhl

Schmerzen im Bauch und am Darmausgang

Darmkrebsfälle in der Familie

Trifft nur einer dieser Punkte auf Sie zu, sollten Sie unverzüglich Ihren Hausarzt aufsuchen. Gegebenenfalls überweist er sie zur Darmspiegelung.

In Dänemark haben Forscher herausgefunden, dass 30 % weniger Menschen starben, wenn Patienten an Vorsorgeuntersuchungen teilnahmen.

Wie anfangs beschrieben, erkrankt etwa jeder 20. Mensch in Deutschland an Darmkrebs. Das mangelnde Wissen und die Scham, über Darmkrankheiten zu sprechen, sind die stärksten Hemmnisse zur Gesundung. Nur die rechtzeitige Früherkennung und Vorsorge rettet Leben.

Du kannst dich auf dieser Seite weiter informieren: http://www.darmkrebsvorsorge-hamburg.de/

Antwort
von Katzina, 4

Eine Darmspiegelung ist immer die gründlichere Variante, zumal dabei bereits schon Polypen abgetragen werden können, die später in Krebszellen entarten.

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