Frage von kpname, 70

Gelenk u. Knochenerkrankungen

Hallo, ich schreib hier weil ich was zur Hüftkopfnekrose wissen möchte bzw. Arthrose, weil ich an beidem erkrankt bin. Ich würde gern mal wissen, was von beiden eigentlich die Schmerzen ausmacht, da ich welche habe. Dann möchte ich gern wissen, ob es mit 100 Kilo überhaupt ratsam ist, sich eine Endoprothese implantieren zu lassen, also ein künstl. Hüpfgelenk bzw. ob man davor erst abnehmen sollte und wieviel etwa, ich möchte/ muss mich nämlich früher oder später operieren lassen, weil ich erstens starke Schmerzen habe, egal ob ich laufe, liege o. sitze und weil ich zweitens schon von den Schmerzmitteln abhängig geworden bin, seit Mai 2013 Tramadol und nun sogar Oxycodon seit 4 Wochen. Die nächtse Frage schon wieder, wie kommt man von dem Schmerzmittel eigentlich wieder los, kann man das zu Hause durchziehen oder muss ich mich dazu selbst einliefern? Das wichtigste ist glaube ich sowieso erstlmal das ich mindestes 20 Kg abnehme, weil ich sonst Angst hätte, das die Prothese gleich wieder in A..ch geht. Ach und nochwas, da es verschiedene Methoden der Implantation gibt, welche ist die sicherste oder risikoloseste die Prothese einzusetzen? Dann noch zum Schluss, ich las von anderen Patienten, die sich so eine Prothese haben machen lassen, das sie nach wie vor Schmerzen haben, die nun auch noch chronisch geworden sind, wie ist das denn zu erklären bzw. wie hoch ist die Gefahr das ich das selbe Schicksal erleiden werde. Soviel erstmal an Fragen die mir spontn eingefalln sind, evtl. weis jemand was dazu. Vielen Dank

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Antwort
von gerdavh, 48

Hallo, das sind viele Fragen auf einmal. Fangen wir mal mit der Ursache der starken Schmerzen an. Der Hauptauslöser dürfte mit Sicherheit die Hüftkopfnekrose sein. Es ist kein Wunder, dass Du im Sitzen und vor allem beim Laufen so starke Schmerzen hast. Je nachdem, wie stark die Nekrose vorangeschritten ist, wird gerade im Sitzen oder beim Laufen das Hüftgelenk ungemein belastet. Natürlich ist es auch leider kein Vorteil, dass Du übergewichtig bist. Versuche mal diesen Sommer abzunehmen. Ich würde mir jetzt nicht direkt vornehmen, dass es 20 kg sein müssen. Der Weg ist das Ziel. Das Angebot an Gemüse, Salat und Obst ist im Moment mehr als reichhaltig, versuche es mal ganz langsam, verzichte möglichst auf Dickmacker in Form von Süßigkeiten und Mehlspeisen. Wenn man genug Salat und gedünstets Gemüse gegessen hat, ist man auch für eine ganze Weile satt. Und nun zu den Medikamenten. Bei beiden Opioiden wird abgeraten, diese eigenmächtig abzusetzen. Es wurde von anderen Patienten über Entzugserscheinungen wie starke Muskelschmerzen, Magen-Darm-Krämpfe, Aggressivität, Schlafstörungen, starke Schweißausbrüche und starke innere Unruhe (da es ja abhängig macht) berichtet. Es ist ohnehin zu überlegen, ob Du das gerade jetzt in Angriff nehmen solltest. Selbst mit den zwei Opioiden hast Du nach starke Schmerzen. Eventuell wäre es sinnvoller einen Entzug - nach Rücksprache mit Deinem Arzt - erst nach der OP durchzuführen. Bei Osycodon hat es sich auf alle Fälle bewährt, dieses Schmerzmittel langsam zu reduzieren, um eben diese gravierenden Nebenwirkungen nicht zu haben. Zum Thema Implantat kann ich leider keine hilfreiche Auskunft geben. Alles Gute. lg Gerda

Antwort
von StephanZehnt, 44

Hallo kpname,

kann es sein das Du einen Bekannten hast der Sanaki odgl. heißt.? Wie auch immer bei extremen Übergewicht kann es zu Wundheilungsstörungen kommen. Wenn man Schmerzen hat sollte man sich unbedingt an eine Schmerzambulanz wenden. Dort sollte abgeklärt werden was ist an Schmerzmittel real nötig. Dazu solltest Du unbedingt so ein Blatt führen siehe Anhang. Die Schmerzen kommen durch die Abnahme des Gelenkknorpels (Coxathrose).

Wenn es bei Dir in der Nähe ein Hallenbad gibt wo Wassergymnastik angeboten wird solltest Du das nutzen. Bei der Wassergymnastik verringert sich das Gewicht durch das Wasser. Ja und Du hast in der Zeit weniger Schmerzen.

Nun das Thema Implantation musst Du wohl mit dem Arzt abklären. Ich würde mich darüber schlau machen über solche Dinge wie Kurzschaftprothese .... Metallabrieb - allergische Reaktionen auf bestimmte Metalle

http://www.ae-germany.com/index.php?option=com_content&view=article&id=7...

Du solltest Dich im Internet über solche Themen schlau machen und den Arzt u.U. vor der OP Deine Fragen aufgeschrieben in die Hand drücken.

So kann er / sie (Arzt) am Schnellsten darauf antworten. Es gibt inzwischen TEPs mit Keramik oder gar Plastik. Alles andere sollte vor Ort entschieden werden Da ich nicht weis wie alt usw. .. ob Teilprothese möglich usw. usw.

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Auch so etwas kann interessant sein http://www.gesundheits-fakten.de/kuenstliches-hueftgelenk-komplikationen-einer-h...

Man könnte sich theoretisch auch hier einmal schlau machen ich schätze die haben schon einige Erfahrungen mit dem Thema. (FINE).

durom-hueftprobleme.de/informationen-der-beteiligten/gewebeschadigung-nach-huft-tep

Verein Selbsthilfegruppe Durom-Metasul-LDH-Hüftprothesen e.V.

Kommentar von kpname ,

Vielen Dank Stephan Zehnt. Da Sie so ein enormes Fachwissen haben gehe ich davon aus, das Sie selbst ein Doktor sind. Ich habe von meinem Orthopäden ein Stangerbad verordnet bekommen, konnte es aber aus logistischen Gründen nicht wahrnehmen, heißt kein Fahrer. Und zum Thema Keramik und Plastikprothesen stellt sich mir die Frage, ob die wirklich allergologisch"neutral" sind oder es bei denen nicht wieder andere versteckte Gefahren gibt, weil einmal drin schon zu spät. Dann wegen Metallallergien, wie lässt sich das feststellen bzw. macht der Chirurg/ Orthopäde überhaupt einen Allergietest oder muss man selber darauf kommen? Und zu den chronischen Schmerzen die sich bei manchen Patienten trotz des neuen Gelenk eingestellt haben, wie ist das zu erklären?Ja und mit meinem Übergewicht, das ist doch sicher zuviel..werd mein Arzt alles fragen Danke

Antwort
von pferdezahn, 29

Ich kann dir leider dazu nicht allzuviel sagen, denn dies alles betrifft mich nicht. Aber ich habe einen sehr guten Freund, der etwas zu dick geraten ist, etwa 125 kg, manchmal auch mehr, auf die Waage bringt, und schon seit langem eine Hueftprothese hat. Vor etwa 1/4 Jahr bekam er sie durch eine neue ersetzt, weil die vorige Prothese nicht das richtige Produkt war (aus Frankreich) und irgendetwas damit nicht in Ordnung war. Er bekam die neue Prothese auch wieder als Obelix (130 kg) eingesetzt. Also duerfte das Gewicht nichts oder nicht viel ausmachen. Trotzdem waere es nicht schlecht, wenn Du, es muessen ja nicht 20 kg sein, die Haelfte waere auch genug, abnehmen wuerdest.

Kommentar von pferdezahn ,

Ich weiss nicht, mit so etwas sollte man sich vielleicht mehrere Meinungen einholen?

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