Frage von gemini, 123

Gelber Zungenbelag, Halschmerzen, Ziehen am Sternum und im Rücken.

Ich fange mal ganz vorne an. Vor ca. 5 Wochen verspürte ich ein pelziges Gefühl im Hals-/Rachenbereich, dazu kam dann ein gelblicher Belag. Und manchmal fällt das mir das tief durchatmen schwer. Hinzukam auch, dass ich nachmittags auf der Couch immer schlafen konnte, solche Müdigkeit kannte ich von mir nicht.

Außerdem habe ich ein stetiges Ziehen mittig im Rücken und manchmal auch im Brustbereich. Ich neige allgemeinhin zu Verspannungen und war im gleichen Zeitraum bei meinem Heilpraktiker, der mich mal "Richtig rangenommen" hat. ;) Kann das mit der Atmung auch damit begründet sein? Bin dann zum HNO, weil mein Hausarzt im Urlaub war. Der HNO schaute es sich an, auch den Kehlkopf, meinte sofort, es sei eine Pharyngitis und verschrieb mir Roxihexal. Kein Abstrich o.ä., 3 Tage krankgeschrieben, obwohl ich mich abgesehen von diesen Symptomen nicht wirklich krank fühlte. Habe Roxi dann genommen, ohne jeglichen Effekt. Zwischenzeitlich dann doch noch beim Hausarzt gewesen, er vermutete dasselbe. Als ich ihm sagte, dass ich Antibiotika schon bekommen hätte, meinte er dass es nichts Bakterielles sein kann sondern ein Viraler Infekt sein müsste, es somit vom Körper selbst bekämpft wird. Man könne nur symptomatisch behandeln mit Schmerzmitteln, Tee, Lutschpastillen etc. Darauf hatte ich mich zwar verlassen, holte mir aber dann doch die Woche drauf eine weitere Meinung bei meinem HNO ein. dieser empfahl auch nur noch, Grippostad C in höchster Dosierung (3x2Tbl.) zu nehmen. Brachte aber auch nichts.

Nun wieder zu meinem Hausarzt, der konnte anhand vorheriger Blutabnahme (habe Schilddrüse) meinen CRP-Wert checken, der war aber unauffällig. Letzte Woche hatte ich es dann satt, bin wieder zum Hausarzt um Nägel mit Köpfen zu machen. Donnerstag/Freitag liefen dann Blutbild, Abstrich im Hals-/Rachenbereich und Röntgen-Thorax. Die Radiologin schilderte dann eine Auffälligkeit im Röntgenbild (sie sprach von einer Bronchitis, welche schnell in eine Pneumonie umschlagen könne), daher sollte der Hausarzt auch schon eine entsprechende Behandlung einleiten. Heute mit dem Hausarzt zwecks telefoniert, das Blutbild sei unauffällig, Abstrich und Röntgenbefund habe er aber noch nicht. Nehme aber seit Freitag Avalox 400, und ich spüre keine wirkliche Besserung.

Habe vor 10 Wo. auch kurzzeitigen (2-3 Std.) Kontakt gehabt mit asbesthaltigen Eternit auf der Garage gehabt, habe diese mit Mundschutz abgebürstet, wobei man wohl trotzdem noch einiges an Staub abbekommt. Habe es darauf geschoben und entsprechend Panik gehabt. Aber selbst wenn ich Asbestfasern eingeatmet habe, die akute Symptomatik würde sich nicht so schnell zeigen, daher schließt mein Hausarzt dieses auch aus.

Bin für jede Idee dankbar. Kann es vielleicht eine verschleppte hartnäckige Pharyngitis sein, welche sich nun in einer leichten Bronchitis bemerkbar macht, da ich mich nicht wirklich geschont hatte? Und die Atemschwere zudem durch muskuläre Ursachen verstärkt wird? Wäre zu einfach, oder?

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von Mahut, 112

Du solltest schon den Befund vom Radiologen ernst nehmen, eine Bronchitis, kann wirklich sehr schnell in eine Lungenentzündung umschlagen, deine Atembeschwerden sind bestimmt von der Bronchitis, sei vorsichtig, bei mir hat eine schwere Bronchitis mein Herz geschädigt. also nehme es nicht leicht sondern kuriere es richtig aus, am Besten du gehst zu einem Lungenfacharzt. Das das Antibiotikum nicht geholfen hat, kann sein das die Bronchitis, tatsächlich von einem Virus kommt. War bei mir auch, aber auch dann ist es für das Herz gut wenn man ein Antibiotikum nimmt um es zu schützen.

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von gerdavh, 85

Hallo Gemini, ich habe soeben gelesen, dass Avalox als Nebenwirkung unter anderem Brustbeinschmerzen verursachen kann. Aber im Grund ist das Medikament schon sinnvoll bei chron. Bronchitis bzw. Lungenentzündung. Von daher ist gegen dieses Mittel nichts einzuwenden. An ärztlicher Kontrolle hast Du es ja nicht mangeln lassen, von daher habe ich keinerlei Vorschläge mehr zu machen. Ich denke schon, dass Du mit Deiner Vermutung richtig liegst und eine verschleppte Pharyngitis hast und es jetzt einfach seine Zeit braucht, bis Du Dich wieder erholt hast. Frag vielleicht nochmals Deinen Arzt wegen der Atemnot (Brustbeinschmerzen), ob er Dir hier vielleicht ein Alternativmedikament empfehlen könnte. Inhalieren würde ich nicht, da sich die Erreger durch die feuchte Wärme erst so richtig gut vermehren können. Gute Besserung Gerda

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von gemini, 73

So, Befundung durch den Hausarzt: Blutbild okay, Uufu und Abstrich unauffällig ("mäßig viele Bakterien") und Röntgenbild entgegen des Esrteindrucks der Radiologin altersentsprechend und völlig unbedenklich. Aber trotzdem bleibt ein Trockengefühl im Hals. Und nachwievor fällt es mir hin und wieder schwer tief durchzuatmen, inkl. des Verspannungsgefuhls am Sternum und im Rücken. Bin mit meinem Latein am Ende. Termin für den Lungnfacharzt habe ich erst Mitte Oktober bekommen. Versuche es mir ständig schönzureden, es könne eine hartnäckige Pharyngitis sein, werde auch die Tracheaschleimhaut beeinträchtigt. Und diese ist dadurch angeschwollen und ich bekomme deshalb schlecht Luft. Aber ein lange kann eine Pharyngitis/Laryngitis dauern???

Antwort
von pferdezahn, 59

Eine Bronchitis macht sich durch uebermaessigen Schleim im Koerper bemerkbar, wovon Du aber nichts geschrieben hast. Sie ist eine Warnung der Natur, uns vor uebermaessiger Ansammlung von Abfallstoffen im Koerper zu warnen. Wird diese Warnung nicht wahrgenommen oder missachtet, wird meist die Koerpertemperatur bis zum Fieber angehoben, um diesen Muell zu verbrennen. Wird diese Warnung weiterhin nicht beachtet, und unser Inneres nicht gruendlich gereinigt, versorgt die Natur uns mit Bakterien als Aasfresser, was zu weiteren Stoerungen wie Erkaeltungen, Grippe oder Lungenentzuendung fuehren kann. Schleim im Koerper entsteht durch eine uebermaessige Ernaehrung durch staerkehaltige Produkten, wie Getreide (alle Mehl- und Teigwaren) sowie Milch und Milchprodukten.

Kommentar von gemini ,

Ich habe aber "nur" etwas zähen Speichel, aber keinen produktiven Husten. Fieber hatte ich bis dato auch nicht.

Antwort
von anonymous, 53

Danke! Dieses Ziehen im Rücken und Brustbereich hatte ich allerdings auch schon seit Anfang an, hat daher nichts mit dem Avalox zu tun.Und es sind weniger Schmerzen, sondern ein etwas unaugenehmes Ziehen. Ich habe einfach nur Panik vor einem Lungenleiden.

Kommentar von gerdavh ,

Hallo, ich bin jetzt etwas verwirrt. Bist Du jetzt Gemini oder nur ein Gast, der hier schreibt? Egal - dass Du Angst vor einer chron. Bronchitis oder Lungenentzündung hast, kann ich gut verstehen. Hätte ich auch. Vielleicht es nochmals nötig, eine weitere Röntgenaufnahme vom Thorax machen zu lassen, damit man sieht, wie der Krankheitsverlauf ist. Als ich Anfang diesen Jahres eine Lungenentzündung hatte (dachte zuerst, ich wäre nur schwer erkältet - habe das nicht so wahrgenommen, da ich keinerlei Atembeschwerden hatte), wurden bei mir zweimal Rö-Aufnahmen gemacht. Es hatte zwei Wochen gedauert, bis ich wieder einigermaßen gesund war. Anschl. habe ich nochmal zwei Wochen gebraucht, um wieder ganz normal meiner Arbeit nachkommen zu können. Eine Krankschreibung hast Du doch hoffentlich? Gute Besserung Gerda

Kommentar von gemini ,

Ja, die 3Tage Krankmeldung am Anfang waren zuwenig, um sich auszukurieren. Jetzt bleib ich solange zuhause wie es nötige erscheint.

Kommentar von gesfsupport4 ,

Liebe/r Gast,

handelt es sich bei Dir um den Fragesteller? Dann melde Dich bitte an, v.a. wenn Du zu Deiner eigenen Frage schreibst, und achte in Zukunft darauf, Reaktionen (auch Dank) zu einer Antwort auch in Form von nachträglichen Ergänzungen Deiner Frage über den Link "Antwort kommentieren" hinzuzufügen. So ist sichergestellt, dass der Zusammenhang im Nachhinein nicht verloren geht, da die Antworten durch die Bewertungen ja ständig in Bewegung sind.

Die Communitymitglieder freuen sich außerdem sicherlich, wenn Du für ihre Antworten einen "Daumen hoch" vergibst und Dich damit bedankst!

Viele Grüße

Emily vom gesundheitsfrage.net-Support

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