Frage von lbogen, 4

Geht dem Einverständnis zur Organspende eine medizinische Untersuchung voraus?

Ich überlege, ob ich Organspender werde. Geht dem eigentlich eine medizinische Untersuchung voraus, ob man denn eigentlich überhaupt dazu "geeignet" ist oder kann ich mir einfach so einen Ausweis besorgen?

Antwort
von Nelly1433, 4

Jeder kann einen solchen Ausweis ausfüllen und mit sich tragen. Am besten auch Angehörige informieren, damit diese im Fall der Fälle Bescheid wissen. Ob die Organe geeignet sind und zum Empfänger passen, wir dann geprüft, wenn es 'soweit ist'. Jeder kann sich auch jederzeit gegen eine Organspende entscheiden und den Ausweis vernichten. Eine jetzige medizinische Untersuchung würde keinen Sinn machen. Wichtig ist der Zustand, wenn die Organe entnommen werden.

Wenn jemand allerdings jetzt schon eine Krankheit wie Krebs o.ä. hat oder HIV-infiziert ist, kommt grundsätzlich nicht als Spender in Frage.

Antwort
von Mahut, 3

Du kannst dir einfach einen Organspendeausweis beim Arzt oder Apotheke holen, Die Krankenkasse würde dir auch einen schicken, aber auch im Internet kannst du ihn finden und ausdrucken,

hier die Seite wo du ihn findest, http://www.organspende-info.de/

Dann brauchst du ihn nur ausfüllen und immer bei dir tragen

Untersucht werden deine Organe, wenn es so weit ist.

Antwort
von misteriks, 3

Du kannst dir jederzeit einen Organspendeausweis holen. Medizinisch bzw. auf Tauglichkeit untersucht werden die Organe erst nach der Entnahme - meines Wissens nach.

Antwort
von StephanZehnt, 1

Hallo Ibogen,

wenn man einen Organspenderausweis hat und spenden will wird erst Tage vorher vor der Entnahme ein passender Empfänger gesucht (Vermittlungsstelle Eurotransplant (ET) in Leiden, Niederlande).

Bei einer Lebendspende, also wenn man einem Verwandten eine Niere oder ein Teil der Leber spendet wird vorher schon abgeklärt ob auch eine gewisse Blutgruppenverträglichkeit vorhanden ist. Auch wenn man Heute einiges tun kann auch wenn das nicht zu 100 Prozent passt!

VG Stephan

Antwort
von neeve, 1

Nicht das ist wüsste. Das Einverständnis mittels des Ausweises gibst du auch ohne vorherigen medizinischen Check. Denn es kann ja sein, das du zum jetzigen Zeitpunkt keine organische Erkrankung hast, zum Zeitpunktes deines Todes aber doch eine festgestellt wird.

Antwort
von elliellen, 1

Hallo!

Überlege es dir wirklich gut, was du in den Ausweis schreibst. Es ist nicht alles so, wie es dargestellt wird in einigen Medienberichten.

Die Ausweise bekommst du gerne bei der Krankenkasse, da sich wenig Leute bereiterklären, was ich auch verstehen kann. Für mich sind die Vorgänge abschreckend und ich habe ein "nein" angekreuzt. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Ein Mensch sollte die letzten Stunden seines Lebens in Würde verbringen dürfen, so angenehm wie möglich und auch in Würde und in Ruhe sterben dürfen. Bei der Organspende ist dieser Zustand weit entfernt .

http://www.initiative-kao.de/kao-organspende-die-verschwiegene-seite-2011.pdf

Antwort
von cyracus, 1

Wie hier schon geschrieben: Jeder kann sich so eine Ausweis einstecken. - Auch wer jetzt gesund ist, kann ja im Falle eines Falles krank sein. Es wird also unmittelbar vorher entsprechend untersucht.

Bist Du umfassend informiert oder "nur" durch die Werbungen für die sogenannte Organspende?

Das Problem bei diesem Thema ist ja, dass die Formulierung "NACH dem Tod" nicht korrekt ist. - Lies bitte meine Antwort an chanjo24, in der ich mit einem weiterführenden Link auf meine ausführliche Antwort an suessemaus33333 zum Thema Lazarus-Phänomen hinweise:

http://www.gutefrage.net/frage/warum-eine-betaeubung-bei-der-organspende

Weil chanjo24 auch an dem Thema Nahtoderfahrung und somit überhaupt an Themen wie Leben und Sterben interessiert ist, gehe ich auch darauf ausführlich ein.

Kommentar von cyracus ,

Sehr aussagekräftig sind die Infos in dem Artikel

Nahtod entzaubert - "Wie ein Feuer, das durch das Gehirn rast"

(siehe dort in einem meiner Kommentare unter meiner Antwort)

Der beste Beweis, dass es den sogenannten „Hirntod“ gar nicht gibt. Schließlich werden diese Hirnaktivitäten beobachtet, nachdem der vollständige, echte Tod eingetreten ist.

Die "Organspender" sind bei der Organentnahme nicht tot, denn von wirklich Toten sind die Organe giftig und dürften nicht in einen anderen Körper transplantiert werden.

Kommentar von cyracus ,

Weil ich mich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt habe, habe ich den NICHT-Organspenderausweis von

http://www.kritischebioethik.de/nicht-organspendeausweis-21-12-04.pdf

bei mir, mit dem ich erkläre, dass ich auch keine Fremdorgane erhalten will. Schließlich soll für mich niemand ermordet werden. Auch ist mir die Vorstellung, ein Fremdorgan in meinen Körper reinzukriegen, höchst unangenehm

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community