Frage von Shinji, 18

Gefühl Erbechen zu müssen - was tun ?

Ich hab öfters das gefühl mich übergeben zu müssen, obwohl mir nicht Übel ist. Angefangen hat es im Dezember , ich war mit paar Freunden in der Mittagspause beim Mc Donalds , da gings mir schon nicht mehr so gut. Am Nachmittag musste ich den Unterricht verlassen weil mir schlecht wurde. Am nächsten Tag lag ich den ganzen Tag im Bett, ich war richtig krank. Zwei Tage darauf musste ich "leider" zur Stellung fahren. Ich war schon noch ein wenig krank aber ich konnte ja nicht einfach daheim bleiben. Dort ging es mir die erste Nacht nicht gut weil mir so Übel war. Essen konnte ich auch nix. Dann gings mir ein paar Tage wieder gut bis wir wieder zum Mc Donalds gefahren sind. Als ich anfangen wollte meinen Burger zu essen wurde mir extrem schlecht und schwindlig. und seit diesem Vorfällen werde ich , wenn ich im Unterricht sitze immer voll nervöus und hab panische Angst mich zu Übergeben. Es ist als hätte ich einen Kloß im Hals stecken. Ich hab diese Symptome quasi überall , beim Friseur, im Bus , in der Bahn, während dem Unterricht , sogar wenn ich zusammen mit Schulkollegen zu mittag esse. Ausser wenn ich Daheim bin , da bin ich "kerngesund"

Evt könnt ihr mir ja paar Tips geben, was ich dagegen machen kann

Und zur Info ,bin 18, hab eine grenzwertige Hypertonie, bin Nichtraucher und trinke auch keinen Alkohol.

Antwort
von Gotthardeffect, 13

Ich kann genau mit dir mitfühlen. Seit Jahren leide ich an Panikattacken und Angststörungen. Und diese kann man ja aus verschiedenen Gründen haben resp. haben alle vor anderen Situationen Angst. Bei mir ist es die Angst vor dem Erbrechen. Ich hatte eine Zeit, da konnte ich nicht mehr raus weil ich immer Angst hatte, ich müsse mich übergeben. Mir wurde dann auch richtig schlecht. Nach Jahren liess ich mich behandeln, ich bin nun seit einem Jahr in Therapie und nehme seit dann eine kleine Dosis Antidepressiva. Momentan ist meine Lage stabil, aber noch nicht gut. Ohne Medikamente kann ich das Haus auch jetzt noch nicht verlassen. Aber ich rate dir an, lass dir helfen. Je früher desto besser!

Antwort
von kayman, 10

Ich denke, dass da bei dir die Angst vor dem Erbrechen selbst zur Übelkeit führt. Es klingt für mich so, als würdest du gerade eine Art Angststörung entwickeln.

Spaßen würde ich damit nicht und ich würde mir an deiner Stelle auch überlegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen (zunächst ein Gespräch mit einem Arzt, dem du alles genau schilderst).

Wenn die Angst dich so sehr behindert, dass du dich nur noch zuhause einsperrst, würde ich auf jeden Fall eine Therapie in Anspruch nehmen.

Antwort
von gerdavh, 7

Hallo, Du hast - aus welchen Gründen auch immer - eine Angststörung entwickelt. Ich würde an Deiner Stelle mit dem Hausarzt darüber sprechen, ob er Dir einen Psychotherapeuten empfehlen kann. lg Gerda

Hier ein Link zu Emetophobie

http://www.psychic.de/emetophobie-angst-erbrechen.php

Vielleicht hilft das weiter. Lies das mal durch und schau, was von den Schilderungen genau auf Dich zutrifft.

Antwort
von Shivania, 6

Als erstes würde ich an Deiner Stelle zum Arzt gehen und ihn bitten, Dich auf Nahrungsmittel-Intoleranzen testen zu lassen. Laß auch ein Großes Blutbild machen und testen ob Vitamine bzw. Mineralien fehlen.

Die Reaktion auf Nahrungsmittel könnte eine klassische Konditionierung sein aufgrund des Erlebnisses bei McD. Offenbar ist die Übelkeit auf "außer Haus essen" konditioniert. Bei Nahrungsmitteln ist die Verknüpfung leider sehr stabil und es reicht auch eine einzige Verknüpfung, damit der Körper das lernt.

Die Übelkeit selber könnte von einer Unverträglichkeitsreaktion kommen - oder auch von einer leichten Lebensmittelvergiftung - falls das Essen dort nicht in Ordnung war.

Bitte laß Dich testen auf Histamin (dann würdest Du auf den Geschmacksverstärker reagieren) und auf Gluten (dann würdest Du auf das Brötchen reagieren).

Um die Nahrungsmittel-Aversion zu behandeln könntest Du zu einem Kinesiologen gehen, zu einem Hypnosetherapeuten oder zu jemandem, der mit BodyTalk System behandelt. Falls der Arzt eine NMI feststellt, erkundige Dich über die spezifische Nahrungsmittel-Intoleranz und bitte Deinen Arzt, dass er Dir ein Rezept für eine gute Ernährungsberatung ausstellt.

Hast Du eine Spritzenphobie? Oder aus welchem Grund ist "Spritze" als Stichwort angegeben?

Wenn der Arzt Dir nicht weiterhelfen kann, dann stelle Dich bitte bei einem Kinder- und Jugendpsychotherapeuten vor - dort bist Du richtig bis zum 21. Lebensjahr. Was Du beschreibst könnten auch die Symptome einer Angsterkrankung sein.

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