Frage von Dickmops123, 357

Gebärmuttersenkung, geht das von alleine wieder weg?

Hallo,

meine Mutter (68) hat bereits seit längerer Zeit das Problem, daß sie ständig auf die Toilette muß und wenn, daß sie dann sofort eine Toilette braucht. Auch hat sie seit längerer Zeit das Gefühl, daß nach dem Toilettengang die Blase nicht richtig entleert wurde.

Nun hat sie vor 2 Wochen etwas sehr schweres getragen. Seit dem hat sie das Gefühl, daß da "unten" etwas ist, was da nicht hingehört. Im sitzen merkt sie das nicht, aber bei Gehen bei jedem Schritt.

Sie war nun beim Frauenarzt. Der sagt, es ist eine Gebärmuttersenkung. Er sagte, erstmal abwarten, vielleicht geht es von alleine wieder weg. Nur wenn es schlimmer wird, muß das operiert werden.

Kann das wirklich sein, daß das von alleine wieder weg geht? Muß man da nicht etwas tun? Irgendeine Gymnastik oder so? Und falls es schlimmer wird, gibt es da außer Operation wirklich gar keine andere Möglichkeit?

Vielen Dank

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Antwort
von Mahut, 302

Deine Mutter sollte Beckenboden Gymnastik machen,

Wann muss man eine Gebärmuttersenkung behandeln?

Solange Frauen keine Beschwerden haben oder diese nicht als störend empfinden, muss eine abgesenkte Gebärmutter nicht behandelt werden. Leiden sie jedoch unter den Symptomen oder hat die Gebärmutter ihre Position zu sehr verändert, gibt es Hilfe. Eine Operation stellt dabei nicht die einzige Möglichkeit dar. „Früher haben Gynäkologen ziemlich oft operiert, obwohl dies nicht immer nötig war“, merkt die Expertin an. Heute kommt ein solcher Eingriff nur infrage, wenn die Frau stark unter der Senkung leidet oder beispielsweise ein Gebärmuttervorfall vorliegt. Und selbst dann wägt Reckel-Botzem noch zwischen den möglichen Risiken, die eine Operation mit sich bringen kann, und dem Nutzen ab.

Eine Alternative zur OP ist das Pessar, besonders für ältere Frauen. Dieses Hilfsmittel besteht meistens aus Silikon oder Kunststoff und sieht – je nach Anwendungsgebiet – zum Beispiel ring- oder schalenförmig aus. Ein Pessar stützt Scheide oder Gebärmutter und verhindert, dass sich diese zu weit absenken. Angepasst und eingesetzt wird das Pessar vom Frauenarzt. Alle sechs bis acht Wochen muss er das Hilfsmittel auswechseln. Vorbeugen mit Beckenbodentraining

Vorbeugend hilft Beckenbodentraining. Gestärkt wird der Beckenboden durch jegliche Art von Sport – ob dies Bauch-Beine-Po-Training im Fitnessstudio ist oder Joggen. Spezielle Übungen, wie die sogenannte Beckenbodengymnastik, kräftigen zudem gezielt die Muskeln im Becken. Lassen Sie sich dazu in unserem Video „Training für den Beckenboden“ anregen.

Hat sich die Gebärmutter einmal abgesenkt, lässt sich dies durch Beckenbodentraining nicht mehr rückgängig machen. Aber positiv wirkt es sich auch da aus. Denn eine gestärkte Beckenbodenmuskulatur kann verhindern, dass die Gebärmutter ihre Position weiter verändert. „Eigentlich sollte jede Frau jeden Tag etwas für ihre Beckenbodenmuskeln tun“, empfiehlt deshalb die Gynäkologin.

dies ist ein Auszug der Seite: http://www.apotheken-umschau.de/Gebaermutter/Gebaermuttersenkung-Das-hilft-10757...

Da findest du auch Übungen

Viel Erfolg Mahut

Antwort
von dinska, 259

Es kommt so vieles mit den Jahren, geht aber meist von allein nicht wieder weg. Sie sollte Beckenbodentraining machen und versuchen ihre Bänder zu stärken. Wenn es sie zu sehr stört, ist die OP der beste Weg, denn eigentlich braucht sie die Gebärmutter nicht mehr. Ich habe auch keine mehr und habe sie noch nie vermisst. Wichtig ist, dass sie eine gute Klinik findet und einen Arzt, dem sie vertraut.

Antwort
von Arielle, 225

Je nachdem wie stark die Gebärmuttersenkung ausgeprägt ist, sollte sie sich entweder einer Operation unterziehen (was man natürlich vermeiden will) oder aber über gezielte Beckenbodengymnastik ihre Bänder wieder zu stabiliseren. Das sollte allerdings von einer geschulten Krankengymnastin angeleitet und von Zeit zu Zeit überprüft werden. Einfach so ein paar Übungen zu Hause machen, das wird nicht mehr reichen.

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