Fürs Hautkrebsscreening zum Hausarzt?
Mein Hausarzt bietet Hautkrebsscreening an, hat wohl so eine Zusatzqualifikation. Kann man sich darauf verlassen? Ist das gut, oder gehe ich besser zu einem Hautarzt?
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3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Hallo,
also es ist so: es kommt immer auf die Gründlichkeit an. Ich habe 2 Hautärzte erlebt: der eine hat mich einmal von der Ferne mit den Augen taxiert und das als Screening abgetan, der andere hat mich abgesucht alle möglichen Leberflecke und Muttermale aufgenommen und dokumentiert.
Beim Hausarzt hingegen wurde ich hingegen gründlicher abgesucht. Und bei einerm Leberfleck, der unsicher war, wurde ich weiterüberwiesen. Wichtig ist wohl vor allem auch die Kopfhaut, hinter den Ohren, Augen und auch Füße abzusuchen. Zwischen den Zehen...
Es kommt also immer drauf an.
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Also ich würde sagen der Hautarzt hat auf jeden Fall auf diesem Gebiet viel mehr Ahnung. Aber wie hier auch schon geschrieben wird es kommt natürlich auch auf den Arzt an, wenn du zu einem "schlechten" Hautarzt gehst und dein Hausarzt sehr gewissenhaft ist, bist du bei deinem Hausarzt sicher besser beraten. Handelt es sich aber bei beiden Ärzten um gewissenhafte Ärzte die sich Zeit nehmen, dann würde ich immer den Hautarzt vorziehen, Zusatzausbildung hin oder her!
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Antwort von Anette1982 31.08.2012
Hallo, ich habe auch schon Erfahrung mit verschiedenen Hautärzten gemacht und kann bestätigen, dass nicht alle besonders gründlich arbeiten. Bei einem Hausarzt kann man es natürlich auch versuchen. Ich habe aber mein Hautkrebsscreening bei meinem neuen Hautarzt machen lassen, der das auch wirklich gut gemacht hat. Hier der Link zu der Praxis, falls jemand im Ruhrgebiet wohnt: http://www.hautarztpraxis-gladbeck.de/
Kommentar von gesfsupport3gesfsupport3 31.08.2012Liebe Anette1982,
Fragen und Antworten dürfen auf gesundheitsfrage.net nicht dazu genutzt werden eigene kommerzielle Dienstleistungen anzubieten.
Bitte schau diesbezüglich noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gesundheitsfrage.net/policy
Vielen Dank für Dein Verständnis.
Herzliche Grüße,
Klaus vom gesundheitsfrage.net-Support
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Antwort von Gast 27.06.2012
Zusatzausbildung hin oder her...
Nun - zuerst ist einmal fest zu stellen, daß allein der Hautarzt in mehreren Jahren Facharztausbildung die notwendige Qualifikation erworben hat, Hautkrebs früh erkennen zu können Hilfmittel wie ein Auflichtmikroskop sind dabei unabdingbar und seit mehr als 20 Jahren international Facharztstandard.
Die "Zusatzqualifikation" der Hausärzte stützt sich auf einen ca. 5stündigen Kurs unter der Leitung von Hautärzten. Hausärzte sollen damit in die Lage versetzt werden, Risikopatienten zu erkennen und diese einer hautfachärztlichen Diagnostik per Überweisung zu zu führen. Sie sollen und können nicht den Hautfacharzt ersetzen.
Man könnte das vergleichen mit einem (nicht existierenden) Kurs für Osteoporosefrüherkennung für Hautärzte - diese könnten bei der Untersuchung (Größenabnahme, Tannenbaumfalten am Rücken) vielleicht auch einige Risikopatienten für Osteoporose herausfiltern, aber genau diagnostizieren und röngten muß sie dann schon der Orthopäde.
Eine gründliche Untersuchung auch von schwer zugänglichen Arealen wie Pofalte, Kopfhaut oder Zehenzwischenräumen ist nicht nur sinnvoll, sondern für die Abrechnung der Leistung sogar vorgeschrieben. Gründlichkeit ist aber nur die eine Seite - man muß auch fachlich dazu befähigt sein, dabei etwas zu erkennen.
Daher ist für Risikopatienten in jedem Fall der direkte Gang zu Hautarzt zu empfehlen.
Entgegen einigen aktuellen Behauptungen im deutschen Fernsehen weisen wissenschaftliche Studien eine 9fach höhere Trefferquote bei der Früherkennung unter Verwendung eines Auflichtmikroskopes nach. Hingegen existiert für das von dem Krankenkassen bezahlte Screening mit dem bloßen Auge oder einer Lupe bisher kein wissenschaftlicher Beweis, daß damit überhaupt ein Hautkrebs früh erkannt werden kann. Eine Lupe vermag nämlich im Gegensatz zum Auflichtmikroskop die das Tageslicht reflektierende Hornschicht der Haut nicht zu durchdringen und kann daher keine Pigmentfeinstruktur darstellen. Man sollte hier also den eigenen Geiz besser hinten anstellen und sich diese von den gesetzlichen Kassen nicht vorgesehene Zusatzleistung selbst gönnen.
Da sieht man wieder, dass man bei Ärzten auch selbstverantwortlich sein muss
Das würde ich auf jeden Fall jedem Patienten raten!! Man sollte wirklich den Mut haben, auch das Tun der Ärzte kritisch zu hinterfragen! LG