Frage von kriki64, 8

Fragen zum Musculus pectoralis minor

Bei mir fühlt sich der der linke Musculus pectoralis minor nach meiner Lungenoperation fasernd an. Woran liegt das? Was kann man tun, damit dieser sich genauso glatt anfühlt wie auf der rechten Seite. Denn wenn ich gegen diesen drücke, kann ich besser und tiefer durchatmen, .

Danke vorab.

Antwort
von gerdavh, 8

Hallo, ich kann jetzt zwar nicht nachvollziehen, wie man das Gefühl haben kann, das sich dieser Muskel fasernd anfühlt, aber ich habe Dir mal einen Link über die Lage und Funktion bzw. Missempfindungen reingestellt

https://www.kenhub.com/de/library/anatomie/musculus-pectoralis-minor

Vielleicht solltest Du das mal mit Deinem Arzt besprechen? lg Gerda

Antwort
von whoami, 4

Habe noch nie gehört, dass jemand ein Gefühl extra in diesem kleinen Muskel lokalisieren kann. Eigentlich hat eine Lungen-OP mit diesem Muskel wenig zu tun. Was sagt dein Chirurg dazu? Der sollte am ehesten einen Zusammenhang feststellen können!

Kommentar von gerdavh ,

So klein ist dieser Muskel nicht - und er dient unter anderem als inspiratorischer Atemhilfsmuskel. Das kann durchaus sein, dass er aufgrund seiner vorangegangenen OP da Probleme hat. Vielleicht wäre eine Physiotherapie hier angemessen?

Kommentar von kriki64 ,

Bin bereits in physiotherapeutischer behandlung gewesen und mir empfahl man weiterhin Brustkorbdehnung zu machen. Leider kann ist diese Therapie zu ende. mal sehen ob mir mein Arzt noch weitere Anwendungen verschreibt, damit auch die Muskeln weiter und zusätzlich behandelt werden können.

Zur Info - Habe bzgl. meines Anliegens über NetDoktor.de folgende Antwort erhalten:

Ein "faseriges" Gefühl im Muskelverlauf ist erstmal ein Zeichen dafür, daß einige Faserbündel des Muskels auf dauerhafte "Hochspannung" quasi festgefahren sind.

Das kann verschiedene Gründe haben.
1) Direkte Verletzung. Ist der M. Pect.min. bei dir angeschnitten, Verletzt worden?
2) Indirekte Spannungsverlagerung von Muskeln derselben "Muskelschlinge", also Muskeln mit derselben Zugrichtung, die Teile desselben Bewegungsmusters sind. Ist z.Bsp der M. Serratus ant. beschnitten worden...
3) Dauerhafte Fehlhaltung/Fehlbelastung, die einen teil der Muskalaktivität auf "festgestellt" schaltet.

In jedem Fall ist die Lösung eigenlich dieselbe - Dehnen.
Irgendwie mußt du das normale Bewegungsverhalten des Muskels wieder herstellen.
Bei Verletzungsbedingten Verhärtungen ist das einfacher. Massagen, manuelle Querdehnungen, Mobilisieren, , sowie muskuläre Längsdehnungen - letztere zwei sind beim M. pect min. etwas schwierig, kann dir deine Physio aber zeigen.

Wenn es daran liegt, daß die OP das gesamte Haltungs- und Belastungssystem im Thorax verändert hat wird es etwas schwieriger, weil man analysieren muß welches die ursächliche Fehlhaltung und ihre Ursache sind.
Wäre auch der Job der behandelnden Physio. Oft liegen Verkürzungen/Vernarbungen von umliegenden Faszien zugrunde - das durchblickt aber nicht Jeder.
Die Ausbildung hiesiger Physios ist leider etwas begrenzt.
Eventuell kann dir da ein guter Osteopath helfen.

Selbermachen: Schulterblatt weit nach hinten-unten ziehen (nicht ins Hohlkreuz - nur die Scapula), damit der Muskel unter Spannung kommt.
In der Haltung dann erst mal durch vertiefte Atmung dehnen, später Stück für Stück jede "Faser" mit den Fingern finden und mit viel Druck Querdehen - sprich mit der Fingerspitze rechtwinklig zu ihrem Verlauf verschieben-halten-verschieben in die Gegenrichtung - halten.
Von unten nach oben und umgekehrt über den ganzen Verlauf der "Faser".
Dabei drauf achten, daß das Schulterblatt nicht wieder nach vorne kommt, um die Spannug zu lindern. Macht das gerne "von selber" wenn man vorn mit Dehen anfängt.

Ist unangenehm bis schmerzhaft, leider.

LG
Jupp 

Mittwoch um 19:12 Uhr

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