Frage von SooniC, 26

Frage zur Hyperventilation

Seit einigen Wochen habe ich Anfälle von Hyperventilation. Dazu kommt ein Krippeln und auch leichtes Schwindeln. Das letzte mal hatte ich den ärztlichen Notdienst angerufen. Dieser schickte mir gleich den Rettungsdienst, weil dieser schneller sei und EKG dabei hätte. Nach ca 20 Min kamen die Retter und schlossen ihr Geräte an. Aber ohne Befund, nur die erhöhte Atemfrequenz. Bevor sie gingen, sagte einer zu mir, wenn das nochmals passiere, solle ich die 110 anrufen. Kann so eine Hyperventilation kritisch werden?

Antwort
von Taigar, 26

Hi,

Die 110 kann dir bei dem Problem nicht helfen weil da die Polizei ran geht .. Ok die könnten dann auch nen Rettungswagen schicken aber wenn du direkt 112 anrufst gehts schneller ;-)

Man kann durch Hyperventilation ohnmächtig werden, im ungünstigen Fall könntest du dir so durch nen Sturz eine nicht so schöne Verletzung holen.

Ansonsten ist Hyperventilation jetzt nichts enorm gefährliches, natürlich sollte dennoch zeitnah versucht werden die Atmung zu normalisieren.

Du atmest beim Hyperventilieren zuviel Kohlendioxid ab und das verringert den PH wert im Blut. Das freie Kalzium im Blut sinkt und du kannst dadurch Krämpfe bekommen die Schmerzen. Das Kribbelgefühl kann u.a daher kommen, der Schwindel wohl durch die deutlich beschleunigte Atmung.

Lebensgefahr besteht m.M nach allerdings nicht.

Alles Gute!

Kommentar von GeraldF ,

...pH wird erhöht. Respiratorische Alkalose.

Man kann eine CO2-Rückatmung versuchen, wenn man dazu die Nerven hat. Hierbei atmet der Betroffene in eine Plastiktüte aus und atmet die gerade ausgeatmete Luft beim nächsten Atemzug wieder ein usw. So steigt der CO2 Partialdruck im Blut wieder an und die Alkalose wird korrigiert.

Die Therorie ist gut, aber in der Praxis sind die meisten Patienten viel zu panisch, um das Manöver auszuführen. 

Benzodiazepine (Tavor & Co.) funktionieren zuverlässig.

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