Frage von palma16, 72

extreme stimmungsschwankungen mit 18. ich weis nicht mehr weiter!

Seit 2010 habe ich extreme stimmungsschwankungen die kommen immer unvorbereitet zb wenn ich total glücklich bin ( in eine schöne Wohnung eingezogen) und schnipp als ob jemand einen Schalter umgelegt hat werd ich stellenweise beleidigend motzig das hat sich so eingeschlichen wurde immer stärker. Ich rege mich wegen Kleinigkeiten und streite dann mich extrem (meistens mit meinen Freund) und das tut mir leid der kann ja am wenigsten dazu das ich einen dachschaden habe=( da ich mich eig wegen vielen Dingen freue zb wenn Samen keimen die ich gesät habe oder eine Schwalbe sehen verwundert mich dass. Erst habe ich es auf die Ausbildung geschoben da ich da viel Stress hatte. Ich habe da stellenweise von 6.30- 18.00 Uhr ,Wochen hintereinander, gearbeitet ja da bin ich selber schuld ich kann nicht bzw schlecht Nein sagen da ich Angst hatte so meine Arbeit zu verlieren aber egal. Doch da ich jetzt de Arbeit gewechselt habe dachte ich jetzt müsste es eigendlich besser werden aber Nein. Ich habe keine Lust wegen stimmungsschwankungen zum Arzt zu gehen der zeigt mir doch den Vogel aber was kann ich machen? Ach ja die Pille kanns nicht sein du hab ich schon gewechseltet.

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Antwort
von Caillin, 52

Erst einmal: Dass es die Pille nicht sein kann, ist nicht gesichert, denn es ist ja durchaus möglich, dass auch das neue Präparat auf die Psyche schlägt, bei mir war es bei einigen Präparaten der Fall. Stimmungsschwankungen kenne ich auch, war diesbezüglich beim Psychiater, der mir ein Antidepressivum verordnet hat, wegen mangelnder Beratung war ich aber doch recht skeptisch und habe es dann nach einer Weile wieder abgesetzt, lag aber am mangelnden Vertrauen zum Arzt, kenne andere die mit demselben Medikament gute Erfahrungen gemacht haben. Sprich erstmal mit deinem Hausarzt darüber, dann können körperliche Ursachen abgeklärt werden. Eine Fehlfunktion der Schilddrüse kann sich beispielsweise auch psychisch auswirken. Erstmal werden dann körperliche Ursachen ausgeschlossen, und du könntest auch noch mit einem Psychiater sprechen. Wenn du im Hausarztmodell eingeschrieben bist, brauchst du dazu eine Überweisung, ansonsten genügt die Krankenkassenkarte.

Antwort
von gerdavh, 45

Hallo palma, da Du schreibst, Du hättest die Arbeitsstelle gewechselt, können wir das als Ursache ja mal ausschließen. Vielleicht liegt es doch an Deiner Pille. Ich weiß ja nicht, welches Medikament Du zur Zeit einnimmst, aber google doch mal bei Deinem Präparat nach Nebenwirkungen. Viele der entstehenden Nebenwirkungen sind nicht unbedingt im Beipackzettel aufgeführt - das weiß ich aus eigener Erfahrung. Denn eigentlich müsste es Dir ja gut gehen - Du bist erst 18 Jahre alt, lebst in einer schönen Wohnung, hast eine feste Beziehung und hast einen Arbeitsplatz. Wie gesagt, erkundige Dich nochmals wegen Deiner Hormone - die nehmen einen erheblichen Einfluß auf unsere Psyche. Ich glaube nicht, dass Du wegen Deiner Stimmungsschwankungen zu einem Psychiater musst und wegen des erwähnten Borderline-Syndroms würde ich mir hier überhaupt keine Gedanken machen. Das halte ich für stark übertrieben, an so etwas auch nur zu denken. Alles Gute Gerda

Antwort
von miamo, 38

Wenn es dein Leben wirklich sehr beeinträchtigt, und deine Stimmungen extrem schwanken, solltest du dir profesionelle Hilfe suchen. Ein guter Arzt wird dir wohl kaum den Vogel zeigen, schliesslich ist die Psyche ein wichtiger Bestandteil des Körpers und kann genauso krank werden. Stimmungsschwankungen können oft was mit Hormonen zu tun haben (bei Schwangeren z.B.) oder können auch erste Anzeichen für schwerwiegendere Krankheiten wie Depressionen o.ä. sein. Ich würde dir raten: Such dir professionellen Beistand!

Antwort
von hund001, 24

Hallo! Also erstmal muss ich gleich den letzten Satz bereden!! "Ich habe keine Lust wegen Stimmungsschwankungen zum Arzt zu gehen, der zeigt mir doch den Vogel" - also das ist ja wohl völliger Blödsinn!! Ärzte sind für alle Probleme da, mit denen man selbst nicht zurecht kommt, seien es körperlich oder psychische oder, oder, oder.. Es gibt ja immerhin eine Menge psychischer Störungen, wie zB manische Depressionen, Panikattacken, Angstleiden usw., die sehrwohl behandelt werden müssen (natürlich nach einer richtigen Diagnosestellung eines Arztes!) Also ab zum Arzt mit dir.. & der kann dir sicherlich weiterhelfen!

Antwort
von bethmannchen, 12

Hier haben einige die Borderliner-Störung angenommen. Ich halte es für riskant, aufgrund von 15 Zeilen Text schon zu meinen, die Ursache zu kennen und so eng eingrenzen zu können. Was wenn es nicht zutrifft? Dann machst du dich in eine völlig falsche Richtung verrückt und übersiehst, was in irgend einer anderen Richtung auch zutreffen könnte.

Ich kann mir vorstellen, dass du einfach mit irgend einer Situation nicht zufrieden bist. Irgend etwas ist dir da ein Dorn im Auge, und zwar schon lange. Du schreibst, es kommt und geht. Was war dann an dem Tag los? Was war beim letzten Mal an dem Tag los? Was war unmittelbar davor?

Nur mal so als ein Beispiel angenommen: Du hast bei der Arbeit einen Block geschossen, irgend etwas so richtig vergeigt. Das nagt dann natürlich an dir und deinem Selbstwertgefühl. Dann kommst du nach Hause, erzählst deinem Freund das, und der ist "total lieb" zu dir. "ist doch nicht so schlimm - jeder macht mal Fehler - so was ist sicher jedem schon passiert..."

Deine Gedanken dazu sind aber: "wie konnte ich mich bloß so blöd anstellen - dass mir das auch passieren musste - dummer als die Polizei erlaubt!" Ganz plötzlich kannst du dann sein "Getröste" nicht mehr hören und gehst hoch. Auf einmal fängst du an, ihm alles mögliche vorzuhalten von gestern, letzter Woche... Was ist da eigentlich genau passiert?

Ihr denkt da auf zu verschiedenen Ebenen. Weil du voller Selbstkritik bist, würde es dir besser bekommen, wenn er sich mehr auf deiner Ebene halten würde. "Na, du hättest besser aufpassen müssen - eigentlich weiß man doch, dass - das war dann sicher peinlich" Damit würde er ja bestätigen was du schon empfindest. Ihr wäret auf gleicher Wellenlänge.

Trösten kann und darf er später immer noch, dann kannst du das auch ab. Dann bist du auch "tröstbar", aber erst bist du "untröstlich" und er sagt dann auch noch so etwas wie: ist doch nicht so schlimm (du hast unrecht) - nun beruhig dich doch (du hast unrecht) - es gibt schlimmeres (du hast unrecht) Und wer immer gesagt bekommt, das er unrecht hat, wird zuletzt wütend...

Keiner hatte hier etwas böses im Sinn, aber der "Streit" ist dann da.

Ich habe dies wirklich nur als ein Beispiel angeführt, um deutlich zu machen was ich genau meine. Es kann auch alles andere sein, bei dem ihr auf unterschiedlicher Eben miteinander sprecht.

Wenn man sich zusammentut, muss an sich ja auch "zusammenraufen". Jeder Mensch hat auch seine Schrullen, Macken, Eigenheiten, Angewohnheiten... Er mag gerne Knoblauch, und du kannst den Geruch partout nicht ab - Ihn nervt das Tack, tack, tack deiner Schuhe auf dem Parkett, und dich stört das gar nicht - es gibt zig solcher Winzigkeiten, über die man hinwegsehen kann, bis einem der Kragen platzt.

Deshalb muss man solche Kleinigkeiten bereinigen, lange bevor sie zu etwas großem werden können. Macht man das nicht, dann werden eben die Tiere immer Größer. Aus Mäuschen und Häschen, Bärchen und ... werden dann nach und nach Sau und Kuh, Esel und Rindvieh. Will man da nicht hin, muss man vorher "abbiegen", Kompromisse finden, sich eben vernünftig "zusammenraufen", die Kleinigkeiten gleich in vernünftigem Ton aufs Tapet bringen, damit man Kompromisse finden kann usw.

Antwort
von schanny, 16

Wahrscheinlich bist Du auf Dich selber sauer, wegen dem nicht nein sagen können und lässt es dann an Deinem Freund aus. Das ist natürlich nicht fair und Du musst an Dir selber arbeiten und auch mal mit aller Konsequenz "nein" sagen. Man muss sich nicht immer alles bieten lassen und ausnutzen lassen schon mal gar nicht.

Antwort
von strudel, 13

Das klingt doch sehr nach einer Borderline-Persönlichkeit :) Das kenne ich nur zu gut und es ist kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen. Borderline heißt auch nicht gleich ritzen!!! Such dir mal einen Neurologen und besser noch einen Psychologen und geh das alles mal an.

Kommentar von Caillin ,

Das könnte zwar ein Anzeichen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung sein, muss es aber nicht. Ich würde aus eigener Erfahrung sagen, dass eine solche Verdachtsdiagnose ungünstig sein kann. Und zwar kann es passieren, dass man sich dann damit beschäftigt und so schwammig wie das meist formuliert ist im Netz auch in vielem wieder erkennt. Das ist nicht unbedingt schlimm, aber manche steigern sich da dann rein, und wenn man sich zu viel damit beschäftigt, schaut man eventuell nur auf die negativen Seiten.

Das muss natürlich nicht bei jedem so sein, da reagiert jeder anders. Bei mir war es so, als ein guter Internetfreund, selbst Borderliner, meinte ich hätte vielleicht dasselbe wie er. In der Zeit danach hatte ich eine der schlimmsten Krisen überhaupt, was sicher mit daran lag, dass ich mich zu sehr mit dem Thema beschäftigt habe. Vor allem die aufgeführten möglichen Ursachen können dann auch einen gewissen Triggereffekt haben.

Wie gesagt, das ist sicher nicht bei jedem so. Und bitte nicht falsch verstehen, ich möchte dich damit bestimmt nicht angreifen. Der Rat, zu einem Neurologen oder Psychologen zu gehen ist auf jeden Fall gut :)

Kommentar von strudel ,

Ich bin selbst "Borderliner" und ich hatte keine Krise, im Gegenteil, es ist seither 1000 mal besser, weil ich endlich weiß, was mit mir los ist und aktiv mit Therapie etwas gegen machen kann ;)

Ich habe keine Diagnose gestellt, ich bin kein Arzt. Für mich hört es sich so an und ich habe geraten einen Neurologen aufzusuchen, der ist Profi für die Psyche. Ich dachte bei meiner Diagnose damals "kann nicht sein, ich ritz doch garnicht" -drum hab ichs erwähnt :)

Zwischen einer Persönlichkeitsakzentuierung und einer Persönlichkeitsstörung liegen ja auch nochmal Welten. Drum hab ich Persönlichkeit und nicht Persönlichkeitsstörung geschrieben.

Kommentar von Caillin ,

Ich denke wenn das einem ein Arzt sagt ist es auch nochmal anders, als wenn man den Begriff hört, ohne damit viel anfangen zu können, daher habe ich das geschrieben. Die Menschen reagieren eben sehr unterschiedlich, in Foren zu diesem Thema liest man sowohl von Menschen, denen es geht wie dir als auch von welchen, für die das erstmal ein Schock war und denen es danach richtig dreckig ging. Daher finde ich persönlich es eben besser, mit der Nennung solcher Begrifflichkeiten (damit das Wort "Diagnose" nicht wieder sauer aufstößt) eher zurückhaltend zu sein, vor allem wenn es nur wenige Anhaltspunkte gibt. Stimmungsschwankungen können ja sehr sehr viele Ursachen haben und treten bei den verschiedensten psychischen Erkrankungen auf. Ich kenne auch einige, die wegen der selben Symptome schon zig Diagnosen bekommen haben, die Abgrenzung ist da oft auch sehr schwer. Wie ich bereits geschrieben habe finde ich den Rat sich an einen Fachmann zu wenden sehr gut, ich finde nur man sollte nicht gleich von Borderline reden, wenn man keine weiteren Hintergründe kennt. Du siehst das anders, und das ist ja auch völlig in Ordnung. Ich bin da eben nur kritisch, weil es auch nach hinten losgehen kann. Eigene Erfahrungen kann man ja nie auf alle anderen übertragen. Dass es bei dir so positiv war einen Namen für das Ganze zu haben ist toll, es kann aber eben auch anders sein.

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