Frage von karibikblume, 32

Extreme Schwellung und Schmerzen nach Zahnbehandlung?

Hallo, es geht darum, dass ich vor ca. 10 Tagen eine erste Zahnwurzelbehandlung hatte. Die wurde provisorisch verschlossen und ein Medikament reingelegt. Am Dienstag sollte es eigentlich weitergehen. jetzt habe ich ständig Schmerzen und Schwellungen. Ich war bereits letzte Woche nochmal beim Arzt, der hat die Kanäle nochmal gereinigt und wieder verschlossen. Dann wurde es kurz besser und seit gestern ist mein rechter Unterkiefer extrem angeschwollen und hart. Es tut extrem weh, wenn ich drankomme und ich kann nicht mehr richtig reden oder essen. Ich war daraufhin gestern nochmal beim Zahnarzt und der hat mir Antibiotika verschrieben und es nochmal gesäubert. Es wird aber immer schlimmer anstatt besser. Meine Backe ist total dick und schmerzhaft.

Was kann das sein? Macht der Arzt das so richtig?

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Antwort
von elliellen, 12

Hallo!

Das Problem bei einer Wurzelbehandlung ist, dass die Entzündung am Kieferknochen häufig weiter besteht, da man dort schlecht etwas erreichen kann. Eine erweiterte Endodontie(Wurzelbehandlung) kann zwar durch mikroskopische Geräte mehr Keime entfernen, aber auf Dauer kann man nur eines empfehlen bei so starken Entzündungen, den Zahn zu ziehen. Man weiß ja nicht, wie weit im Kieferraum die Entzündung sich ausgebreitet hat. LG

Antwort
von Winherby, 10

Das ist ein guter Beleg für meine schon oft hier geäußerte Meinung, wenn ein Zahn eine Wurzelbehandlung "braucht" , dann muss er besser komplett gezogen werden.

Diese Wurzelbehandlungen bringen dem Zahnarzt Geld in die Kasse, aber meist dauert es nicht lange, und dann muss der Beisser doch raus. Also besser direkt. 

Ist ein Zahn gezogen, kann Eiter aus der Zyste und Knochen viel besser abfliessen, bzw. besser behandelt werden.

Lass das Ding rausziehen und dann haste bald Ruhe. LG

Antwort
von Hooks, 17

Ja, diese Schmerzen sind schon wahnsinnig stark, ich hatte auch immer solche Schmerzanfälle.

Es kann natürlcih an der Entzündung selbst liegen. Wenn es mit einem Antibiotikum nicht besser wird, muß der Zahn noch einmal geöffnet werden. Bei mir wurde er tagelang offengehalten, damit der Eiter abfließen konnte. Ich habe mir damals immer ein Stückchen Toilettenpapier gefaltet und beim Essen in den Zahn eingelegt, damit kein Essen hineinkommt.

Ruf doch einmal beim Arzt an und erkläre das, vielleicht drückt bei Dir auch Eiter, der nicht abfließen kann.

Bei mir kam es letztlich dazu, daß der Zahn richtig verplombt wurde (normale Füllung, kein bloßer Deckel auf Medizineinlage), und als dann nochmal Schmerzen auftraten, mußte das von außen aufgebohrt werden. Man beißt also buchstäblch die Zähne beim Bohren, und der Schnitt muß nachher mit einer Naht verschlossen werden.

Beim ersten Zahn machte das ein Assistenzarzt, da lag ich eine Dreiviertelstunde und bekam immer mehr Schmerzen (er meinte nachher, ich hätte was sagen sollen, dann hätte er Betäubung nachgespritzt - durch Adrenalin wird das Schmerzmittel auch schneller abgebaut). Danach war es gut.

Beim zweiten Zahn Jahrzehnte später schickte mich meine Zahnärztin zu einer Kieferorthopädin, da war ich insgesamt eine Stunde mit Vorbereitung und Nachruhen; das Bohren selbst hat 5 min gedauert.

Wenn es bei Dir notwendig werden sollte, rate ich Dir unbedingt, zu einem KO zu gehen, der das täglich mehrere Male macht, dann bist Du schneller durch damit. Und besorge Dir vorher Gelbeutel (coolpack), die Du zum Kühlen darauflegen kannst. (Du wirst den Tag über mit Kühlen beschäftigt sein, plane keine Termine mehr. Auch am Tag vorsichtshalber nicht.)

Es wurde gesagt, in der Praxis seien Gelauflagen zu kaufen, waren aber damals nicht genug gewesen, als 2 meiner Kinder wegen Weisheitszahnextraktion da waren, so habe ich mir selber in der Kühlbox welche mitgebracht.Das ist ok, auch fürs Personal - auch wenn man sich ein bißchen blöd vorkommt, sowas zum Arzt mitzuschleppen ;-) Für zuhause gehen auch Eiswürfel, in einem Waschlappen zerkrümelt, oder Erbsenpäckchen, oder kleine Kornkissen aus der Truhe.

Zur Akutbehandlung (jetzt) kannst Du auf Nelken beißen, mit Salbei oder Thymian (Tee, Tinktur) spülen, oder gleich Salviathymol aus der Apotheke zum pur einreiben nehmen (das sollte man in der Hausapotheke haben für alles, was mit der Mundschleimhaut zu tun hat).

Gute Besserung für Dich! Lies ein Buch, sieh ein Video an, zerstreue Dich! Alles ist gut, was Dich von den Schmerzen ablenkt.

Kommentar von mariontheresa ,

HALLO!!! Ein Kieferorthopäde macht Zahnspangen. Was du meinst, ist ein Kieferchirug. 

Du würdest dir den Blinddarm doch auch nicht von einem Orthopäden entfernen lassen, sondern von einem Chirurgen

Antwort
von Eindringer, 14

Deutet auf eine eventuelle Entzündung hin schau am besten mal bei einem anderen Arzt vorbei, vielleicht kann dieser dir genaueres sagen:)

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