Frage von clnajnr, 65

Extreme schmerzen links im Kopf und hinter Auge?

Hallo, ich habe seit einiger Zeit immer wiederkehrende Schmerzen oben links im Kopf nahe der Schläfe und vorallem hinter dem linken Auge, gefühlt in der Augenhöhle. Ich lege dann Kühlpads auf mein Auge oder nehme Paracetamol aber es hört nie auf, ich gehe nachts schlafen und wache morgens auf und es ist immernoch genauso stark. Schlaf lindert also nichts an dem Schmerz. Der Schmerz ist sehr extrem, manchmal würde ich gerne weinen weil es unerträglich ist. Was könnte das sein und welcher Arzt könnte hier eine Diagnose stellen? MFG

Expertenantwort
von Emelina, Community-Experte für Kopfweh, 41

Hallo clnajnr,

Kopfschmerzen, die einseitig sind – vor allem über oder hinter einem Auge – bei denen „normale“ Schmerzmittel, wie Paracetamol, nicht ausreichend helfen, sind ein Hinweis auf Migräne.

Die typischen Anzeichen für Migräne sind:

  • Anfallsartiger - meistens einseitiger – Kopfschmerz (stechend oder pochend).
  • Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Appetitlosigkeit.
  • Licht-, Geräusch- oder Geruchsempfindlichkeit.
  • Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung.
  • Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Die ersten Migräneanfälle treten bei den Meisten erst ab der Pubertät auf.
  • „Normale“ Schmerzmittel wirken oft nicht ausreichend.

Es gibt verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle
genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.

Es gibt spezielle Migräneschmerzmittel – Triptane (z. B. Sumatriptan) - die
im Notfall zuverlässig gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome wie Übelkeit helfen. Die Triptane, die am besten wirken, sind verschreibungspflichtig.

Ein Neurologe ist bei Migräne der zuständige Facharzt.

Mir hilft bei meiner Migräne die Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräneattacken. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb können bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Histaminreiche Lebensmittel (Alkohol, reife Käsesorten, Nüsse,…) können bei Menschen, die zugleich auch eine Histaminintoleranz haben, auch zu einem Migräneanfall führen.

Aktiv-/Passivrauchen begünstigt ebenfalls Migräneattacken.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind:
Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Der erste Weg sollte aber immer erst mal zum Neurologen sein - für die Diagnose und zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel (Triptane, z. B. Sumatriptan).

LG Emelina


Antwort
von Sallychris, 38

Hallo,

bitte gehe so bald als möglich zum Augenarzt, es könnte nämlich sein, dass Dein Augeninnendruck zu hoch ist.

Diese Erkrankung muss so schnell wie möglich behandelt werden, denn durch einen unbehandelten Grünen Star (erhöhter Augeninnendruck) kann man erblinden.

Ist dies die Ursache Deiner Schmerzen, bekommst Du Augentropfen zur Senkung des Augeninnendrucks.

Gute Besserung Sallychris

Antwort
von Desperate, 44

Bist du Brillenträger? Wie lange hast du diese Schmerzen schon?  Möglicherweise könnte dir ein Augenarzt da weiterhelfen. Erste Anhaltestelle wäre da aber immer der Hausarzt, da er dir bei einem Verdacht am ehesten an den richtigen Spezialisten weiterleiten kann. Je nachdem kann er dir auch gleich Blut abnehmen, um zu überprüfen, ob da ja vielleicht irgendwo eine Entzündung entstanden ist.

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