Frage von bernd92, 1.462

Extrem- hohe Überdosis Ibuprofen?

Hallo! Ich habe gehört dass eine extrem hohe Konzentration Ibuprofen bei der Einnahme dazu führt, dass der Herzschlag für einen Moment schneller wird, sich dass Gehirn berauscht anfühlt, Benommenheit und Denkschwäche eintritt, dann nachlässt und nach einiger Zeit die üblichen Nebenwirkungen eintreten.

Ich war gestern mit einer Panikattacke im Krankenhaus, eindeutig unter medikamentöser Wirkung, beim Urintest wurde aber nichts an Drogen oder Medikamenten festgestellt. Habe da auch noch nicht explizit an Ibuprofen gedacht.

Die Dosis kann wirklich sehr sehr hoch gewesen sein auf Grund der ca. 4Liter Wasser die ich in der Nacht getrunken habe. Ich habe in den ersten 1-2 Stunden ca. 3 1/2 liter Wasser getrunken weil mir der Rauschzustand nach meinen paar Schlücken Getränk doch suspekt vorkam. Hatte dann beim einschlafen auf einmal sehr viele Extrasystolen (Herzsprünge) und war kurz danach - 3std. nach dem unbeaufsichtigten Getränk im Krankenhaus. Dort und auf dem weg dahin hat trotz relativer Ruhe in meinen Gedanken eine heftige Panikattacke eingesetzt, gedankliche Benommenheit, Nackenverspannung, Sichtfeldveränderung, eine Art Unbewusstheit über was ich weiss und nicht weiss (vor allem bei Wortfindung!). Später noch Krämpfe im Rücken.

Meine Fragen also: -Passt die erhöhte Herzschlagfrequenz und Benommenheit (siehe: erster Absatz) nach einem Schluck eines unbeaufsichtigten Getränks zu einer sehr hohen Dosis Ibuprofen? -Wird bei einem üblichen Medikamenten/Drogentest (Urin) im Krankenhaus Ibuprofen aufgezeigt?

Bonusfrage: -Stimmt es, dass die Einnahme von Metamizol, einige Zeit nach einer derart hohen Dosis Ibuprofen zum Tod führen kann? habe nämlich trotz Krämpfen Metamizol abgelehnt, da ich noch nicht mal geahnt habe was in der Flasche war. Mich dann aber erinnert mal von der Gefahr bei der Reihenfolge und Kombination gehört zu haben.

Antwort
von evistie, 1.157

Das ist ja eine wilde Geschichte, die Du Dir da ausgedacht hast. Aber sie stimmt vorne und hinten nicht.

  • Wenn Dir jemand was heimlich in Glas oder Flasche tun will, dann bestimmt keine Überdosis Ibuprofen. Grund: Das schmeckt gallebitter durch und Du würdest es sehr schnell merken. Aber selbst, wenn Du nichts merken würdest - Dein Magen würde bei einer Überdosis mit Übelkeit und Erbrechen reagieren. Davon schreibst Du aber nichts.

  • Kein vernünftiger Mensch trinkt ohne Grund vier Liter Wasser in zwei Stunden, bevor er sich schlafen legt. Es sei denn, er will den Mageninhalt verdünnen...

  • Dein Rauschzustand war "eindeutig unter medikamentöser Wirkung" - woher willst Du das denn wissen, wenn der Urintest in puncto Drogen negativ war? Selbstverständlich ließe sich Ibuprofen im Urin nachweisen - wenn man danach suchen würde. Aber ich vermute mal, dass Du keinem auf die Nase gebunden hast, was Du eingenommen hast.

  • Deine Panikattacke wird nicht die erste gewesen sein - wenn doch, dann kannst Du auch weiterhin damit rechnen. Das ist so bei Angststörungen...

  • Deine vehemente Ablehnung von Metamizol auf Ibuprofen lässt auf gewisse Kenntnisse in diesem Bereich schließen. "Otto Normalverbraucher" wüsste davon wohl kaum etwas.

Alles in allem scheint hier ein Schmerzmittelmissbrauch vorzuliegen und die Panikattacke ist eine - verständliche - Reaktion auf Wirkungen, die aus dem Ruder laufen.

Bitte hab Verständnis, wenn Dir in einem GesundheitsForum keine Tipps zum Schmerzmittelmissbrauch gegeben werden können. Darauf läuft es aber hinaus, wenn wir Deine Fragen so, wie Du sie gestellt hast, beantworten.

Kommentar von Nic129 ,

Ibuprofen und Missbrauch, da musste ich eben schon einmal herzlich lachen. Es gibt Dinge, die gibt es gar nicht. Wenn er nicht gerade eine Funktionsstörung eines bestimmten Organs hat, ist das dem Körper relativ egal.

Wegen Metamizol: ich glaube eher, er möchte etwas gelesen oder gehört haben, glaubt es blauäugig und lehnt es ab. Dabei ist die Theorie blödsinnig. Dann würden wir unsere Patienten ja fast täglich in Massen dem Tod näher bringen.

Bitte hab Verständnis, wenn Dir in einem GesundheitsForum keine Tipps zum Schmerzmittelmissbrauch gegeben werden können.

Da gibt es gute Ansprechpartner. Fangen mit "P" an und hören mit "sychologe" auf. Denn auch der Apotheker wird ihm dazu keine Auskunft geben. Und jetzt, noch einmal ein kräftiges "haha"... :-)

Kommentar von evistie ,

Freut mich, wenn ich Herrn Doktor Nic erheitern konnte... ich denke aber, Du hast zu früh gelacht. Sag jetzt nicht, Du hättest noch nie was von Analgetikasucht und Schmerzmittelmissbrauch (auch Ibuprofen...) gehört. Entsprechende Links spare ich mir jetzt mal.

Dann würden wir unsere Patienten ja fast täglich in Massen dem Tod näher bringen.

Es ist hier von Überdosen die Rede, nicht vom bestimmungsmäßigen Gebrauch!

Kommentar von Nic129 ,

Na klar, doch. Das schon. Aber alleine die Frage hat mich schon ein wenig schmunzeln lassen. Aus dem Beitrag ging hervor, er würde prinzipiell Metamizol in Verbindung mit Ibu ablehnen, wegen angeblicher Gefahren. War für mich nun nicht ganz ersichtlich, das es ebenfalls im Bezug auf eine zu hohe Dosis Ibu war... ;-)

Antwort
von Nic129, 737

Ibuprofen und Metamizol wird in fast jedem Krankenhaus standardmäßig kombiniert. Bei uns bekommen Patienten (Chirurgie) das als Standard-Medikation (in Kombination mit einem PPI).

Das Sie bei einer Überdosierung eventuelle über Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen oder auch Benommenheit klagen, sollte selbstverständlich sein. Ist aber auch nicht die Regel. In vielen Fällen bleibt es bei vereinzelten Beschwerden, überwiegend Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen. Benommenheit, Bewusstlosigkeit oder einen wirklichen Rauschzustand, eher selten.

Bei ordnungsgemäßer Einnahme beschränken sich die Nebenwirkungen auch nur auf die gängigen Dinge. Ein zeitweise hoher Blutdruck gehört da zu eher seltener auftretenden Nebenwirkungen. Häufig bleibt es auch hier bei den üblichen gastrointestinalen Beschwerden.

Übrigens, auch eine Tachykardie (eine erhöhte Herzfrequenz) steht nicht (oder sagen wir selten) im Zusammenhang mit Ibuprofen.

Um es aber noch genauer auf den Punkt zu bringen, da das aus Ihrem Post hervorgeht:

Sich mit Ibuprofen das Leben zu nehmen, wird vermutlich eher weniger gelingen. Nur mal so als kleine Randnotiz.

Kommentar von kreuzkampus ,

Ich freue mich (ehrlich), dass wir mal einer Meinung sind. Deine "Randnotiz" trifft den Nagel auf den Kopf. Das hat nur nicht jeder gemerkt. Wir beide kennen sicher die Modetablette, mit der Teenis vor einem Dutzend Jahren genau das versucht haben. Der Grundgedanke scheint nicht zu vertreiben zu sein.

Antwort
von Zweimal, 555

Ich verstehe das alles nicht, was du da schreibst.

Die Dosis Ibuprofen kann

wirklich sehr sehr hoch gewesen sein auf Grund der ca. 4Liter Wasser die ich in der Nacht getrunken habe

???

nach dem unbeaufsichtigten Getränk im Krankenhaus

Welches unbeaufsichtigtes Getränk?

habe nämlich trotz Krämpfen Metamizol abgelehnt, da ich noch nicht mal geahnt habe was in der Flasche war

In welcher Flasche?

Auf gut Deutsch:

Was hast du dir reingezogen??

Kommentar von Nic129 ,
Was hast du dir reingezogen??

Ich weiß es, ich weiß es. Habe aber schon wieder vergessen, was es war. Auf jedenfall war es keine weiße Tablette aus einer Packung, dessen Wirkstoff auf den Namen "Ibuprofen" hört.

In welcher Flasche?

Wodka, Gin, Bacardi, Bier... :-)

Antwort
von walesca, 490

Hallo bernd92!

Meine Fragen also:.......Bonusfrage:

Bonusfrage????? Bin ich hier in einem falschen Film gelandet?? Das kenne ich doch nur von Gewinnspielen, wo man damit die Chancen erhöhen kann!! Mir scheint, Du hast zu viel von dieser ominösen, rätselhaften Substanz konsumiert! Ansonsten schließe ich mich den anderen, bisherigen Antworten an!!

LG walesca

Kommentar von Nic129 ,

walesca... das ganze Leben ist ein Gewinnspiel ;-) Entweder man gewinnt oder man verliert... ;-)

Kommentar von walesca ,

Wahre Worte, Nic! Tja, auch hier lernt man wohl nie aus! LG

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten