Frage von Moonrace, 88

Extrasystolen, Schmerzen Richtung Herz, psychische Störungen, was soll ich tun?

Hallo, ich würde es mal so sagen, am Sommer 2016 der 6.Juni hat alles angefangen. Ich hatte Fieber und es war alles okay. Aus einem unbekannten Grund habe ich angefangen eine Panikattacke zu erleiden. Ich hatte das Gefühl, dass etwas schlimmes passieren würde. Da es das erste mal war, dass ich soetwas erlitt, habe ich den Notarzt angerufen. Er stellte fest, dass alles okay wäre und es nur eine Panikattacke war.

Seit diesem Zeitpunkt an habe ich angefangen nachzudenken. Mir ist durchaus bewusst. dass wenn man zu viel nachdenkt man sich vieles kaputt machen kann. Wie auch immer.

Nach einer Zeit fing es auch mit dem "Herzstolpern" an. Das brauche ich mir nicht diagnostizieren zu lassen, da ich ja diesen "stärkeren Herzschlag" spüren kann. Ich habe mich schon in etliche Foren informiert und versucht mein Problem selbst zu diagnostizieren. Nebenbei gesagt, war ich auch beim Arzt (Bevor das Herzstolpern auftrat) und er konnte mir sagen, dass alles tadellos wäre.

Wie auch immer, mein Problem ist, dass ich das Gefühle habe, dass alles unreal erscheint. Ich fühle mich einfach jeden Tag unwohl. Ich bin permanent Müde und habe ebenfalls auch oft das Gefühl, einfach umzukippen.

Nebenbei gesagt, habe ich auch teilweise Schmerzen am Rücken, die evtl. meine Kopfschmerzen erklären könnten. Auch Schmerzen bei den Kopfwendern sind vorhanden.

Ich möchte keinen Psychologen oder Arzt aufsuchen.

Was würdet ihr in meiner Situation tun?

Danke im Vorraus,

MfG

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Antwort
von Taigar, 60

Hi Moonrace,

Sommer 2016 hat alles angefangen? Bist du nen Zeitreisender? ;-) Vermute mal du meinst 2015?

Ich hatte das Gefühl, dass etwas schlimmes passieren würde. Da es das
erste mal war, dass ich soetwas erlitt, habe ich den Notarzt angerufen.
Er stellte fest, dass alles okay wäre und es nur eine Panikattacke war.

Klingt stimmig.

Seit diesem Zeitpunkt an habe ich angefangen nachzudenken. Mir ist
durchaus bewusst. dass wenn man zu viel nachdenkt man sich vieles kaputt
machen kann. Wie auch immer.

Ob dir das so bewusst ist bezweifel ich etwas denn folgendes Spricht dagegen:

Ich habe mich schon in etliche Foren informiert und versucht mein Problem selbst zu diagnostizieren.

Das spricht eher danach dass dir das nicht nicht genug bewusst ist da du ja weiter auf ne starke Herzneurose hinarbeitest.

Nach einer Zeit fing es auch mit dem "Herzstolpern" an. Das brauche ich
mir nicht diagnostizieren zu lassen, da ich ja diesen "stärkeren
Herzschlag" spüren kann.

Und das ist nen Grund es nicht diagnostizieren zu lassen? Du hast nur eine subjektive Wahrnehmung, keine objektive .. Wenn du eine Herzneurose entwickelt hast, kannst du auch Dinge spüren die nicht wirklich da sind bzw. nur von deiner Psyche suggeriert werden.

Wie auch immer, mein Problem ist, dass ich das Gefühle habe, dass alles
unreal erscheint. Ich fühle mich einfach jeden Tag unwohl. Ich bin
permanent Müde und habe ebenfalls auch oft das Gefühl, einfach
umzukippen.

Spricht für Depression in Verbindung mit Neurosen.

Ich möchte keinen Psychologen oder Arzt aufsuchen.

Und warum nicht? Was spricht dagegen?

Was würdet ihr in meiner Situation tun?

Ein Arzt aufsuchen und ihm und Rat fragen, wenn er einen Psychologen für nötig hält dort hingehen ..

Ist nicht die Antwort welche du hören willst aber so ist es .. Du kannst dein Herz vom Kardiologen checken lassen wenn es dich beruhigt. Also EKG, Belastungs EKG und Echo machen lassen falls dies noch nicht geschehen ist .. Falls die auch o.B sind, ist mit deinem Herz alles in Ordnung und dann solltest du auch gegen deine Neurose was tun .. Das wird nämlich nur schlimmer statt besser.

Wenn du an nem Punkt bist wo du etliche Foren durchstöberst und das Urteil der Ärzte anzweifelst wird es dringend Zeit zu Handeln .. Da sollte man weg von seiner "Ich pack das alles allein" Haltung. Wenn sich so eine Herzneurose tief manifestiert hat wirst du sie selbst mit Psychologen nur schwer los.

Ich vermute du bist noch relativ jung, deswegen ist eine Herzerkrankung unwahrscheinlich.


Kommentar von Moonrace ,

Mir sind einige aber nicht alle Vorgehensweisen eines Psychologens vertraut. Was kann denn im schlimmsten Fall auftreten deiner Meinung nach?

Danke !

Kommentar von Taigar ,

Meinst du was schlimmsten Falls auftreten kann wenn du die Herzneurose nicht behandeln läßt? Dann wirst du wohl weiterhin Unwohlsein verspüren, die Panikattacken häufen sich und die Abstände und Intensität können mit der Zeit steigen. Und umso mehr sich die Neurose verstärkt umso hartnäckiger wird sie wenn man sie wieder loswerden möchte.

Kommentar von Moonrace ,

https://www.angst-panik-hilfe.de/herzneurose-herzphobie.html

Das Video ist sehr informativ. Ich Danke Dir für deine Hilfe, ich glaube man kann jetzt das Herzstolpern erklären. Ich schau mal wie es weiter geht, ich danke Dir

MfG

Kommentar von Taigar ,

Ohne das Video gesehen zu haben: Hör auf das Internet abzugrasen .. Das ist das falscheste was du tun kannst .. Ich glaub mit der Meinung steh ich nicht alleine da .. Aber mehr kann ich dir eh nicht sagen .. Alles gute und grüße ..

Antwort
von MelMel, 15

Hallo :) 

Ich kenne deine angst.

Meine geschichte:  

Hatte einen freund der oft fremdgegangen ist. Seitdem habe ich ihn immer kontrolliert und litt ständig unter angst. Im august 2015 hat er mich vergewaltigt. Eine woche später erlitt ich meine erste panikattacke, die ganz plötzlich kam. Es war so ein starkes komisches gefühl im ganzen körper. Besonders in der Brust. Ich dachte in diesem Moment das ich einen Herzinfarkt hatte. Habe den Notarzt kontaktiert. Als er da war hatte ich auf einmal so ein gefühl zu sterben. Wurde im Krankenwagen am EKG angeschlossen, alles ok. Aber auf einmal hatte ich aussetzer, die mir dann extrem angst machten. Im Krankenhaus haben sie mir Blut abgenommen. Auch alles ok. Also keinen Herzinfarkt. Aber ich hing 6 Stunden am EKG, man konnte da auch meine herzschläge hören. Und das war so beängstigend für mich als ich sah mein puls sinkt. Ich dachte ich sterbe. Daraufhin nochmal eine panikattacke. Dann durfte ich irgendwann gehen. 

Seit dem kann ich nicht mehr alleine schlafen oder alleine in der wohnung generell sein. 

Es ist so ein schreckliches Gefühl,wenn man diese Todesangst hat.

Bin zu 3 verschiedenen kardiologen gegangen. 2 sagten mir nach meinem langzeit EKG es sei alles ok. Beim 3. ich hätte herzrhythmusstörungen die aber nicht behandelt werden müssten. Und diese herzrhytmusstörungen fühlen sich total komisch in der brust an. Habe dazu auch immer wieder schmerzen und gribbeln im linken arm. Da denke ich mir immer es ist was mit meinem herz. Heute noch denke ich es. Aber nicht mehr so extrem wie anfangs. Rückenschmerzen und Kopfschmerzen sind auch noch dazugekommen. Anfangs habe ich in 2 wochen 5kg abgenommen und war innerhalb 4 wochen 7 mal in der notaufnahme. Eine panikattacke kam immer mindestens 1 mal am tag. Heute eher weniger. Dieses jahr hatte ich 2 mal eine leichte panik. Aber dieses gefühl in der brust wenn das herz mal aussetzt habe ich immer noch. Auch wenn ich nur kurz aufstehe kommt es manchmal auch dazu herzrasen. Ende März muss ich auch in die reha. Ich hab es zwar schon bisschen selber in den griff bekommen aber ich hoffe es wird dadurch noch besser. 

Habe dadurch auch meine arbeit verloren und lebe zurzeit von krankengeld. Nachdem ich von der reha komme ziehe ich auch um in eine andere Stadt 250km weit weg. Da ich mit meiner vergangenheit nichts mehr zu tun haben möchte und einfach einen Neuanfang starten kann mit dieser krankheit klarzukommen. 

Achso, habe Herzneurose mit panikstörungen.

Ich hoffe man hat alles verstanden :) wenn ihr fragen habt beantworte ich sie gerne :)

MfG MelMel

Antwort
von ThePoetsWife, 53

Hallo Moonrace,

was ich an deiner Stelle tun würde? Zu deinem HA gehen, ihm deine Beschwerden und Empfindungen mitteilen, damit er dich an einen Facharzt für deine Erkrankung überweisen kann.

Das alles deutet doch meiner Meinung nach auf eine Angststörung (Herzerkrankung) und eine Depression hin.

Alleine kannst du nicht gesund werden - du brauchst mit Sicherheit eine Therapie, damit dir geholfen werden kann.

Gute Besserung und viel Kraft auf deinem weiteren Weg.

Liebe Grüße

Kommentar von Moonrace ,

Danke erstmal für die schneller Rückantwort.

Ja gut, das mit der Depression kann man alleine schaffen, denn eine Therapie würde evtl. aus Medikamenten und einer gewissen Beschäftigungstherapie aussehen.

Ich war auch schon am überlegen ob es evtl. eine Herzerkrankung sein könnte, aber die gewisse Faktoren entsprechend nicht meiner Situation entsprechend. Denn, nicht der ganze Brustkorb tut weh, sondern nur ein Teil. Deshalb resultiere ich, dass diese Schmerzen durch eine gewisse Verspannung vom Rücken ausgelöst wird. Das hatte mir mal der Arzt früher schon ein mal bestätigt. Ich habe gehört, dass sich eine Herzerkrankung nicht so schnell entwickeln kann, da ich ein 10 minütiges EKG machen lassen habe. 
Die Extrasystolen haben sich meiner Meinung nach durch die Depression entwickelt, da ich am Tag eigentlich kaum Beschwerden habe. Eigentlich nur am Abend.

MfG

Kommentar von Herzstueck ,

ich kann mich der Aussage von poets wife nur anschließen, begib dich in professionelle Hilfe. Ein 10 Min. EKG ist bei Extrasystolen nicht ausreichend. Lass mindestens ein LZ-EKG (Langzeit-24 Stunden) machen oder noch besser ein 12 Kanal-EKG, das bestimmte Bereiche genauer beurteilen kann,machen. Wenn die Ärzte noch immer nichts Genaues sagen können, werden sie evtl. ein MRT oder ein Katheter vornehmen. Und Angst und Panik kann bei nicht oder falscher Behandlung auf Dauer krank machen. Überleg Dir gut, ob Du das wirklich möchtest! Alles Gute,auf dass Du die richtige Entscheidung für dich treffen wirst! 

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