Frage von Denerio,

Ernährungsumstellung bei Weizenallegie notwendig?

Hallo,

vor kurzem habe ich bei meinem HNO-Arzt einen Allergietest (Prickeltest) durchführen lassen, weil ich lange anhaltenden Schnupfen hatte. Dabei kam neben einer Pollen- und Hausstaubmilbenallergie auch eine Weizenallegie heraus. Als ich den HNO-Arzt dann fragte, ob das jetzt irgendetwas mit meiner Ernährung zu tun hätte, verneinte er dies. Ist es richtig, dass ich weiterhin problemlos Weizenprodukte essen kann und sich die Allergie nur auf die Ähren auf Weizenfeldern beschränkt? Ich bin gerade wirklich überfragt. Danke im Voraus!

Antwort
von gerdavh,

Hallo, wenn Du gegen die Pollen des Weizens allergisch bist, kann man davon ausgehen, dass es Dir auch nicht zuträglich ist, wenn Weizen in der Nahrung enthalten ist. Das musst Du einfach mal ausprobieren oder Du lässt beim Hausarzt einen Allergietest auf Gluten durchführen (im Blut befinden sich dann Antikörper), dann weißt Du es genau. Eine Glutenallergie bedeutet allerdings, dass Du künftig auch keinen Roggen, kein Dinkel (Urweizen), keine Gerste, keinen Grünkern und keinen Hafer essen solltest. Das hört sich jetzt erstmal schlimm an, ist es aber nicht. Wir ernähen uns seit über 12 Jahren glutenfrei, das ist alles machbar. lg Gerda

Kommentar von Denerio ,

Danke für deine Antwort!

Ich habe bereits einen Zöliakie-Bluttest zu Hause durchgeführt (der eben diese Antikörper im Blut nachweist oder eben auch nicht). Dieser ist negativ ausgefallen. Würde es dennoch Sinn machen, wenn ich mich z.B. jetzt eine Woche lang testweise gänzlich glutenfrei ernähre? Meines Wissens nach sind glutenhaltige Produkte doch sowieso zum Großteil Weizen?

Kommentar von gerdavh ,

Nein - Gluten ist in allen von mir aufgeführten Lebensmittel enthalten. Inwieweit dieses Selbsttests zuverlässig sind, kann ich nicht beurteilen. Oft ist aber so, dass man "nur" keinen Weizen verträgt. Die haben in den letzten Jahren den Weizen so weit veredelt, dass er jetzt Unmengen von Klebereiweiß enthält. Dieser Schuß ging nach hinten los; Die Anzahl der Menschen, die darauf hin jetzt überhaupt kein Gluten mehr vertragen, hat daraufhin zugenommen. Fallen also als künftige Kunden weg. Ich habe mich gezwungenermaßen mit diesem Thema ausreichend befassen müssen. Ist also keine Theorie von mir, sondern eine Tatsache. Schau Dich mal in den Geschäften um - die Abteilungen für glutenfreie Nahrung werden zunehmend größer.

Antwort
von doktorhans,

Man unterscheidet Weizenpollen-Allergie und Gluten-Unverträglichkeit. Letztere hat sehr wohl etwas mit der Ernährung zu tun.

Antwort
von dertomtom,

Hast du den Arzt nun gefragt oder nicht?

Bin jetzt auch kein Botaniker - kann aber doch sein, dass auch Wizen wie andere Gräser Pollen hat auf die man reagiert... Muss ja nicht zwingend im Mehl sein... aber frag das doch den Arzt ... Telefon in die Hand usw.. ;-)

Kommentar von evistie ,
Hast du den Arzt nun gefragt oder nicht?

hat er, hat er... :o)

Als ich den HNO-Arzt dann fragte, ob das jetzt irgendetwas mit meiner Ernährung zu tun hätte, verneinte er dies.
Kommentar von dertomtom ,

Hier zum Nachlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rhetorische_Frage

Ich maße mir nicht an zu entscheiden worauf er/sie allergisch reagiert - wenn es nicht verstanden ist, den behandelnden Arzt nochmal nerven - und nicht raten...

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