Frage von Himmelsblau, 13

Erkrankung als Deutscher Arbeitnehmer in Österreich

Ich wurde auf meiner Arbeitsstelle in Österreich gemobt und bin dadurch seit 4 Monaten erkrankt. Ich bin deutsche Staatsbürgerin. Die weitere ärztliche Behandlung erfolgt in Deutschland, da ich z. Z. gesundheitlich nicht in der Lage bin mich an meinem Arbeitsplatz in Österreich aufzuhalten. Zur Zeit bekomme ich noch Krankengeld von der österreichischen Krankenkasse. Die Krankenkasse möchte nun, dass ich persönlich in Österreich vorspreche und mich untersuchen lasse. Das kann ich aber nicht, da ich krankheitsbedingt nicht dazu in der Lage bin. Was muss ich tun, um das Krankengeld nicht zu verlieren? Muss die österreichische Krankenkasse mir auch eine Anlaufstelle in Deutschland benennen (z. B. medizinischen Dienst ), wenn ich nicht in der Lage bin nach Österreich zu fahren? Auf Grund meiner Arbeitsstelle in Österreich habe ich nur eine österreichische Krankenversicherung. Wenn ich länger arbeitsunfähig wäre und mich weiterhin in Deutschland aufhalte, wer zahlt künftig das Krankengeld? Ab wann kann der österreichische Arbeitgeber mir aus Krankheitsgründen kündigen? Für eine Information in diesem komplexen Thema wäre ich dankbar.

Antwort
von Alois, 6

Hallo Himmelsblau,

da die österreichische Sozialgesetzgebung hier keine Kompromisse eingehen muss, wirst du dich leider dieser Untersuchung stellen müssen, um den Anspruch nicht zu verlieren.....; ein Arbeitgeber kann prinzipiell immer aus Krankheitsgründen kündigen, da findet sich nämlich in der Regel stets ein Grund - außer bei sehr großen Firmen mit Tausenden Mitarbeitern; verlierst du deine Ansprüche oder sind diese aus dem einen oder anderem Grund nicht mehr gültig, so musst du dich in Deutschland beim zuständigen Jobcenter melden - die regeln das dann mit der deutschen Pflichtversicherung und eventuellen weiteren Ansprüchen in Deutschland.

Liebe Grüße, Alois

Kommentar von StephanZehnt ,

Du wolltest Arbeitnehmer schreiben stimmts...

Kommentar von Alois ,

Keineswegs - hier ging es um die Kündigungsfrage, die ebenfalls enthalten war.....

Antwort
von StephanZehnt, 5

Hallo Himmelsblau,

ich schätze es läuft bei den Gebietskrankenkassen ähnlich wie hier. Wer Geld haben möchte muss sich nach den Gepflogenheiten der Krankenkasse richten. Das heißt Du musst nach Österreich und der Untersuchung stellen so schwer Dir das auch fällt.

Da es um einige geht möchten die Krankenkasse in Österreich schon Bescheid wissen was real los ist. (migration.gv.at) Es gibt sicher die Möglichkeit sich hier noch einmal zu erkundigen patientenberatung.de oder u.U. hier .eu-verbraucher.de/de/startseite/

Bei der Unabhängigen Patientenberatung wird man Dir auch sagen planen sie für den Tag X wenn die Krankenkasse in AT sagt sie werden ausgesteuert.

Ich würde einmal der UPD schreibne (siehe Homepage patientenberatung .de). Die werden Dir zu 100 % Auskunft geben können was geht oder nicht. Ja und was passiert wenn Du ausgesteuert wirst. Die Krankenkasse kann Dir nämlich das Krankengeld auch streichen wenn Deine Mitarbeit in dem Zusammenhang fehlt.

Meine Berufsgenossenschaft hat mir das knallhart mitgeteilt was sie können noch nicht zur Vorbereitung der Umschulung und sie nehmen noch starke Schmerzmittel vor kurzem operiert interessiert uns nicht. Entweder sie kommen oder ihr "Krankengeld ist weg. Genau so könnte der MDK bei Dir argumentieren egaql ob in AT oder D.

VG Stephan


Dauer des Krankengeldanspruches

Ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit gebührt das Krankengeld für ein und denselben Versicherungsfall der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit bis zur Dauer von 26 Wochen. Ein und derselbe Versicherungsfall liegt auch dann vor, wenn zu der Krankheit, welche die Arbeitsunfähigkeit ausgelöst hat, eine neue Krankheit hinzukommt.

Wenn der Anspruchsberechtigte innerhalb der letzten 12 Monate vor dem Eintritt des Versicherungsfalles mindestens 6 Monate in der Krankenversicherung versichert war, dann verlängert sich der Krankengeldanspruch auf bis zu 52 Wochen (ausgenommen von dieser Verlängerung sind sogenannte "Schutzfristfälle"; dies sind Fälle einer Arbeitsunfähigkeit, die erst nach dem Ende der Krankenversicherung innerhalb einer bestimmten Frist eintreten).

Aufgrund der Satzungsbestimmungen der OÖ Gebietskrankenkasse kann sich die Höchstdauer des Krankengeldanspruches im Einzelfall über die Dauer von 52 Wochen hinaus bis zu 78 Wochen verlängern und zwar dann, wenn aufgrund einer chefärztlichen Begutachtung (die spätestens in der 40. bis 44. Woche des Krankengeldbezuges zu erfolgen hat) das Erreichen der Arbeitsfähigkeit des Versicherten bzw. dessen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess zu erwarten ist. Quelle ooegkk.at

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