Frage von Damien,

Erhöht man die Befruchtungswahrscheinlichkeit, wenn man vor dem Eisprung abstinent ist?

Wenn man vor dem Eisprung eine Weile nicht miteinander schläft, ist dann die Konzentration der Spermien höher und damit die Wahrscheinlichkeit für eine Befruchtung höher?

Hilfreichste Antwort von SissyFussarbeit,

Täglicher O rgasmus macht fruchtbar

Das Ergebnis: Durch den täglichen O rgasmus hatte sich die Spermienqualität von 37 der Männer deutlich verbessert. Zwar enthielt das Ejakulat nach drei Tagen sexueller Enthaltsamkeit mehr Spermien, davon erwiesen sich aber zwölf Prozent mehr als deformiert.

Der Grund: In Zeiten der Abstinenz sammelt sich das S perma in den Hoden an. Je älter es ist, desto mehr DNS-Schäden können beispielsweise freie Radikale anrichten. Durch dieses Ergebnis räumen die Wissenschaftler mit dem Mythos auf, dass sexuelle Abstinenz die Fruchtbarkeit steigert. Ihre Studie stellten sie auf dem Treffen der American Society for Reproductive Medicine vor.

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/spermienqualitaet_aid_136027...

Antwort von evistie,
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Unnötige Enthaltsamkeit

Während die Ärzte Paaren, die schon seit längerer Zeit vergeblich auf Nachwuchs hofften, bisher sexuelle Enthaltsamkeit empfahlen, um Spermien für die wenigen fruchtbaren Tage innerhalb des Zyklus der Frau aufzusparen, konnte ein Wissenschaftler aus Israel nachweisen, dass diese Praxis wahrscheinlich nicht richtig ist. Ganz im Gegenteil, kann doch das Zurückhalten von Spermien bei Männern, deren Sp.erma relativ wenig Samenzellen enthält, zu signifikanten Verschlechterungen der Spermienqualität führen. Während bei Männern mit normaler Fruchtbarkeit sich die Spermienqualität durch Enthaltsamkeit nicht verändert, unabhängig davon, ob sie zwei oder zehn Tage vor Ablieferung der Spermienprobe enthaltsam waren, war dies bei Männern mit schon eingeschränkten Fertilitätsparametern nicht der Fall. "Der zu lange Aufenthalt im männlichen Genitaltrakt kann bei diesen Personen dazu führen, dass sich ihre Spermienqualität weiter verschlechtert und die Chancen für eine erfolgreiche Befruchtung zusätzlich vermindert werden", meint dazu der Leiter der Studie, Dr. Eliahu Levitas von der Ben Gurion Universität in Israel. In der umfangreichen Untersuchung, die auf der Jahrestagung der "European Society of Human Reproduction and Embryology" gab Levitas neue Daten bekannt, die aus der Untersuchung von 7200 Spermienproben von 6200 Männern, die sich einer routinemäßigen Fertilitätsuntersuchung unterzogen hatten, stammten. Mehr als 4500 dieser Proben erwiesen sich als normal, während der Rest verschiedene pathologische Veränderungen im Sp.erma zeigten. Alle Männer waren bis zu zwei Wochen sexuell enthaltsam, bevor sie die Samenprobe ablieferten. Bei den Männern mit Fertilitätsstörungen erhöhte die Abstinenz zwar das Gesamtvolumen, die Qualität der Samenzellen hatte sich aber durch die Enthaltsamkeit weiter verschlechtert: Die Spermienzahl und der Anteil motiler Spermien fielen vom zweiten Tag der Enthaltsamkeit kontinuierlich, erreichten am sechsten Tag ein Minimum und blieben dann auf diesem niedrigen Niveau. Zusätzlich stieg nach einigen Tagen der Zurückhaltung die Zahl missgebildeter Spermien deutlich an.

Die Ergebnisse der israelischen Forscher stellen die bisher geforderte Abstinenz bei der Behandlung von Paaren, die Probleme haben, Nachwuchs zu bekommen, in Frage. So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihren Leitlinien für die Behandlung infertiler Paare, dass Männer, die sich einer Samenuntersuchungen unterziehen wollen, sich vor Ablieferung der Spermaprobe zwei bis sieben Tage vom Sex zu enthalten. "Wenn ein Mann zwei Tage statt fünf enthaltsam ist, kann dies das Ergebnis der Spermienuntersuchung sehr stark beeinflussen und zu falschen Ergebnissen führen. "Dies ist besonders nachteilig, wenn die in der Infertilitätsbehandlung häufig angewandte Methode der in vitro Fertilisierung eingesetzt wird" meint dazu Dr. Levitas. "Damit erhält man nämlich nicht die bestmöglichen Spermien für diese teure Behandlung". Bei normal fruchtbaren Männern scheint sexuelle Enthaltsamkeit die Spermienqualität kaum zu beeinflussen. Erst nach elf Tagen der Abstinenz nimmt die Zahl missgebildeter Spermien zu, und das auch nur marginal. Auch andere Reproduktionsforscher halten die Empfehlung von Levitas für absolut richtig: "Es macht überhaupt keinen Sinn auf Sex zu verzichten, um die Spermien für einen vermeintlich optimalen Zeitpunkt der Befruchtung aufzusparen" meint etwa Dr. Karl Nygrin, ein Fertilitätspezialist aus Stockholm.

http://www.pm-magazin.de/a/unn%C3%B6tige-enthaltsamkeit

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