Frage von gonzilla, 115

Erfahrungen mit Mutterkraut als Migräneprophylaxe?

Hat jemand bereits Erfahrungen damit gemacht, Mutterkraut als Langzeitprophylaxe einzusetzen gegen Migräne? Mich würde interessieren, wie lange man es einnehmen muss bevor es die Wirkung entfaltet?

Antwort
von Bettina01, 86

Hallo Gonzilla, jede Prophylaxe sollte mindestens drei Monate eingenommen werden, bevor man die Wirkung beurteilt. Mutterkraut eher noch länger, da eine (mögliche) Wirkung manchmal etwas auf sich warten lässt. Große Hoffnung sollte man in das Präparat allerdings nicht setzen, die Chancen auf durchgreifende Wirkung sind eher gering. Aber vielleicht verbessert sich die Situation ja ein wenig, damit hätte man auch schon etwas gewonnen. Alles Gute!

Kommentar von gonzilla ,

Danke Bettina, das ist sehr nett, dass du schreibst, ja ich dachte mir schon dass man das langfristig anwenden muss! Da darf man dann wahrscheinlich mal vorerst die Geduld nicht verlieren.

Weitere Frage - wäre das eher als Tee oder als Kapselform zu empfehlen?

Antwort
von FranziQm, 81

Habe ich bisher so nie gehört. Aber das ich geplagt bin von Migräne, werde ich das Thema mit Interesse verfolgen.

Kommentar von Hooks ,

Hast Du einmal Paranüsse probiert?

Antwort
von Hooks, 74

Nein, aber ich habe gelesen, daß B6 und Magnesium sehr wichtig sind, das wäre z.B. in Paranüssen enthalten. Vielelicht probierst Du das mal. Rohe wirken besser.

Kommentar von mantisS ,

Stimmt, Mutterkraut kann aber auch helfen. Man muss es halt nur lange genug einnehmen, also mindestens drei Monate. Ich habe nach ca. vier Monaten die ersten Wirkungen gespürt. Am besten ist es vermutlich man probiert (unter ärztlicher Aufsicht) unterschiedliche Sachen aus und sieht, was bei einem selbst am besten anschlägt.

Kommentar von Hooks ,

Möglich. Aber Vitalstoffmangel läßt sich innert Stunden auffüllen. Muß nur genügend hochdosiert sein.

Kommentar von gonzilla ,

Was genau macht denn die Nüsse zum Migräneverminderer? Ich kenne das gar nicht, habe das so noch nie gehört?

Kommentar von Hooks ,

B6 und Magnesium, habe ich gelesen.Vor allem wohl in Paranüssen. WennDu eskünstlcih nehmen willst, nimmst Du besser beiB den ganzen Komplex, denn die arbeiten alle zusammen.

Kommentar von mantisS ,

Auch toll. Ich werde aber weiterhin meine Mutterkraut Kapseln von Dr. Böhm einnehmen. Das hat mir längerfristig gesehen viel gebracht, weil meine Migräne-Attacken dadurch wirklich seltener wurden und wenn sie dann doch kamen, waren sie viel schwächer als sonst. Aber gut, letzten Endes muss da jeder für sich ein geeignetes Mittel finden.

Kommentar von Hooks ,

Klar, spricht ja auch nichts dagegen.

Ich denke nur, daß Vitamin B6 und MAgnesium schneller wirken, die könnte man zunächst probieren, und wenn das nach einer Woche nichts hilft, kann man die lange Prophylaxe mit Mutterkraut beginnen.

Kommentar von gonzilla ,

Danke ihr beiden - darf ich denn auch mal fragen welchen Ansatz Mutterkraut hat, also wie es die Migräne beeinflusst, das wäre es was ich auch mal gerne wissen würde, wirkt sich das direkt an die Blutgefäße aus?

Kommentar von Hooks ,


PHARMAKOLOGIE






Die enthaltenen Parthenolide hemmen die Bildung von
Prostaglandinen sowie die Freisetzung von Serotonin aus den
Blutplättchen. Sie werden neuerdings auch als mögliche Grundlage eines
neuen Medikamentes gegen Leukämie angesehen.

Mutterkraut wird vor allem im englischsprachigen Raum gerne als alternatives Mittel gegen Migräne und
Kopfschmerzen eingesetzt (). Die regelmäßige Einnahme
von zwei bis drei frischen Blättern hilft demnach Betroffenen dabei, Migräneattacken vorzubeugen (unter anderem in
).



Allerdings gibt es andere Untersuchungen, die keinerlei positive Wirkung des Mutterkrauts bei Migräne belegen.
Dies liegt vermutlich daran, dass sich die Zusammensetzung des Heilmittels – wie bei pflanzlichen Mitteln häufig –
stark unterscheiden kann.



Daher sind die Wissenschaftler sehr daran interessiert, die einzelnen pharmakologisch wirksamen Bestandteile von
Tanacetum parthenium aufzuschlüsseln.



Dabei stellte sich heraus, dass die Blätter des Mutterkrauts, neben vielen weiteren Substanzen, spezifische
Parthenolide in hoher Anzahl enthalten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Stoffe die Einengung der
Blutgefäße verhindern und so Migräneanfällen vorbeugen.

Im Gegensatz zu geläufigen Schmerzmitteln, die bei Migräne oft angewendet werden und die Schmerzen lediglich
betäuben, hilft Mutterkraut, dass diese erst gar nicht entstehen. Empfehlenswert ist es, die Mittel bereits dann
einzunehmen, wenn man die ersten Anzeichen von Kopfschmerzen bemerkt. Die Präparate sollten dabei mindestens 0,2
Prozent Parthenolide enthalten.


Seit Jahrhunderten wird Mutterkraut erfolgreich bei chronischen Entzündungen, etwa bei Arthritis eingesetzt. Es
scheint die körpereigenen Prostaglandine, die bei Entzündungsreaktionen ausgeschüttet werden, zu hemmen
( und ).



Unter anderem sind die antioxidativen Eigenschaften von Mutterkraut beschrieben. Allerdings zeigt eine Studie,
dass die Heilwirkung der Pflanze nicht ausschließlich durch die oben beschriebenen Parthenolide hervorgerufen
werden kann. Denn ein Extrakt, der diese Substanzen nicht enthält, arbeitet ebenfalls als hervorragendes
Antioxidans in unserem Körper



Mutterkraut wurde bereits von Dioskurides im 1. Jahrhundert als
Heilkraut beschrieben. Im Mittelalter wurde es gegen Fieber und
Kopfschmerzen eingesetzt. Der Name kommt von seiner Verwendung bei
Schwangerschaftsbeschwerden – es löst die Menstruation aus und fördert
die Ablösung der Plazenta.






Kommentar von Hooks ,


Mutterkraut wirkt in seiner Gesamtheit krampflösend, entspannend und übt
einen be- ruhigenden Einfluss auf das Nervensystem aus. In der
Frauenheilkunde wird es wegen seiner menstruationsfördernden Wirkung
geschätzt, es hat sich auch bei der Regu- lierung von Wehen und zur
Erleichterung der Geburt bewährt. Die Blätter und Blüten des
Mutterkrautes enthalten ätherische Öle, vor allem Campher, Borneol und
Chrysan- thenylacetat, die desinfizierende Eigenschaften besitzen. Die
Pflanze verfügt über wichtige entzündungshemmende Substanzen, wie das
«Parthenolid» aus der Gruppe der Sesquiterpenlactone (im ätherischen Öl
enthaltene Bitterstoffe) sowie die Flavonoide Apigenin- und
Luteolinderivate. Als Hauptwirkstoff gilt jedoch das «Parthenolid»,
welches neben der vorbeugenden Wirkung gegen - vor allem hormonell
bedingter - Migräne auch antirheumatische Effekte besitzt. Klinische
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Wirkstoffe der gesamten Pflanze -
wie auch das reine «Parthenolid» selbst -  die Produktion von
Prostaglandinen (Gewebshormone, die zu entzündlichen Prozessen führen)
hemmen und eine Reduktion der körpereigenen Botenstoffe Sero- tonin und
Histamin bewirken.
http://www.forum-naturheilkunde.de/phytotherapie/heilpflanzen/mutterkraut.html

Kommentar von gonzilla ,

Danke Hooks, das ist ja sehr gut aufgeschlüsselt muss man sagen und bestärkt dann dich darin es mal mit mutterkraut zu versuchen, wenn das eine pflanzliche Alternative ist, stehe ich sowas immer positiv gegenüber. Frage ist halt wie lange man es als Prophylaxe einnehmen muss damits erste Wirkungsanzeichen entfaltet.

Kommentar von Hooks ,

Mich interessiert es auch, in bezug auf Rheuma. Futtere täglich zwei Blättchen. Dazu Lebertran, der wirkt auch entzündungshemmend.

Kommentar von mantisS ,

Tja, besser hätte ich es auch nicht beschreiben können, super Infos! Da es ein Mittel zur Prophylaxe ist, sollte man es mindestens drei Monate einnehmen, gonzilla (wurde hier auch schon geschrieben). Ich habe auch letztens über das Mutterkraut gelesen, dass es anscheinend Nerven regenerieren kann. Fand ich richtig interessant. Scheint auf jeden Fall ein tolles Kraut zu sein!

Kommentar von Hooks ,

Für die Nerven erstmal Vitamin B-Komplex und Magnesium, das fehlt massiv durch die heutige Ernährung.

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