Frage von shadow2508, 9

Erfahrungen mit AV-junktionale tachykardie?

Hei, ich (16) bin heute vor einer Woche mit Herzrythmusstörungen ins Krankenhaus gekommen. Vorort haben die dann AV-junktionale tachykardie diagnostiziert.

Ich wurde nach einer Nacht auf der Intensiv nachhause entlassen, mit der Empfehlung mich bei einem Kardiologen in einem anderen Krankenhaus vorzustellen und einen Katheter legen zu lassen.

Ich hab sehr Angst davor, auch wenn 95% der fälle positiv ausgehen.

Dennoch bin ich der Meinung mich nicht mit naivität auf die 'op' zu stürzen, denn am Ende geht doch noch was schief und ich hab mit 16 en Herzschrittmacher.

Ich will zumindest meinen Abschluss ( den erreiche ich im Sommer 2015) haben, denn im falle des falles hab ich dann genug zeit für mögliche komplikationen.

Jetzt zu meiner Frage bzw Fragen.

  • Habt ihr Erfahrungen mit der diagnose?
  • Habt ihr einen Katheter legen lassen, und wie ist es ausgegangen ?
  • Was sind die Auslöser für solche 'Anfälle'?
  • Kann ich diese Verhindern?

Ich nehm zwei arten von betablocker, doch ich hab gelesen, das die Medikamente die Anfälle nicht immer zurück halten, Stimmt das ?

Ich bin total überfodert mit der Situation und würde mich über gespräche, tipps oder sonstigem mit leidensgenossen freuen.

Vielen dank im vorraus.

Antwort
von Mahut, 7

Du brauchst vor einer Katheteruntersuchung keine Angst zu haben, die habe ich auch schon machen lassen, ich fand sie harmlos, nur das liegen danach mit einem Druckverband war nervig.

du kannst ja mal bei Goole nach AV-junktionale tachykardie suchen da findest du viele Seiten zu dem Thema

eine Seite habe ich schon mal für dich: http://flexikon.doccheck.com/de/Supraventrikul%C3%A4re_Tachykardie

Wenn du einen Schrittmacher brauchst, wird es dich in keiner Weise einschränken, du wirst trotzdem deinen Schulabschluss machen können.

Aber das was bei dir gemacht werden muss ist keine Frage,

Zum Betablocker, ich nehme auch Betablocker und habe ab und zu Rhythmusstörungen.

Mach dich nicht verrückt, es ist leicht gesagt, aber mit Ruhe und Gelassenheit wirst du alles gut überstehen.

Alles Gute Mahut

Kommentar von Mahut ,

hier noch ein Link zur Katheteruntersuchung: http://www.netdoktor.de/Diagnostik+Behandlungen/Untersuchungen/Herzkatheter-1093...

Übrigens ich habe eine schwere Herz OP hinter mir und bin danach wieder ganz gesund geworden, habe keinerlei Einschränkungen

Kommentar von GeraldF ,

Sorry, Mahut, aber ein Schrittmacher mit 16 ist nun wirklich nicht so toll. Das ist etwas anderes, als so ein Ding im letzten 1/3 seines Lebens implantiert zu bekommen. Klar kann man damit gut weiterleben, aber bedenken Sie: Die Dinger müssen alle 6-10 Jahre ausgetauscht werden, und über Jahrzehnte sind meist auch zusätzlich neue Elektroden einzubringen (weil die eben auch nicht ewig halten). Schrittmacherstimulation begünstigt Vorhofflimmern usw. Das wäre schon ein Einschnitt in die Lebensqualität.

Antwort
von GeraldF, 6
  1. Ja, persönlich viel Erfahrung, weil es die häufigste Form von "gutartigem Herzjagen" ist.
  2. Wenn Sie ausreichend vielen Menschen, die die EPU haben machen lassen, dazu befragen, dann kommen Sie auf die komplikationslosen 95%, die Sie ja selbst schon erwähnt haben. Der Einzelfall ist doch für Sie völlig uninteressant.
  3. Auslöser für eine Tachycardie ist eine supraventrikuläre oder ventrikuläre Extrasystole, die zufällig in die "excitable gap" einfällt.
  4. Einzelne Extrsystolen kann man nicht wirksam verhindern, auch Betablocker oder aggressivere Antiarrhythmika vermögen dies nicht zu 100%.

Sie können warten. Niemand drängt Sie, es ist doch Ihr Herz und Ihre Rhythmusstörung. Sie hatten mit 16 Jahren Ihre erste (?) Tachycardie, das ist vergleichsweise spät ! Oder haben Sie das früher einfach ignoriert ? Die Rhythmusstörung ist nicht bedrohlich, wenn das Herz sonst gesund ist. Warten Sie doch bis zum Abschluss im Sommer 2015. Sollten sich die Tachys häufen bis dahin, können Sie sich immer noch anders entscheiden. Es gibt jetzt keine Grund, sich Stress zu machen. Belesen Sie sich: Es gibt verschiedene einfache Manöver, mit denen es gelingen kann, die Tachycardie zu beenden (Valsalva-Manöver, ...). Und informieren Sie sich über die klinischen Zentren, die viel Erfahrung in der Rhythmologie haben (Hamburg St. Georg, Leipzig Herzzentrum, Bremen, ...). Keine Panik

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