Frage von Baloush, 83

Entzugswirkungen oder nicht ( Kush;KM)?

Seit 2 Wochen leide ich unter Nervosität , Schwitzen , Herzrasen , Übelkeitsgefühl , Orientierungproblemen, Realitätsverlust und Wahrnehmungsproblemen (Gehör,Augen). Und das geht fast 24/7 . Es ist als würde ich die ganze Zeit in meiner eigenen Welt leben. Am schlimmsten ist es wenn ich alleine unterwegs bin bzw niemanden habe der mich ablenkt also sich mit mir unterhält. Vor 1 ein halb Wochen dachte ich dass mein Herz stehen bleiben würde und der Anfall ging dann so eine halbe Stunde dann Pause und dann ging er wieder los. Ich dachte ich würde sterben . Ich kann mich fast nur noch auf mich konzentrieren und wenn nur auf eine andere Sache. Dann war ich also 2 Tage später beim Notarzt und mein Herz wurde kontrolliert , alles in Ordnung . Das ich mir das halt einbilde das es unregelmäßig klopft und es wurde halt diagnostiziert dass es eine Panikattacke war und etwas mit meiner Psyche nicht stimmt. Und jetzt vor ein paar Tagen kam mir der Gedanke dass es vielleicht Entzugserscheinungen sind da ich nicht verstehen kann warum ich sonst diese Symptome fast 24 Stunden am Tag habe. Es ist noch nicht solange her im Januar , bei einer Versammlung draußen , stand ich mit meiner Gruppe mitten drinne als einer sein Rest Zeug wegrauchen wollte. Da ich mit denen sonst auch halt etwas Gras rauche dachte ich ja und. Nach 3 Zügen merkte ich wie stark es war und ich setzte mich außernhalb hin . War halt einfach total fertig mit Herzrasen und ich bekam total Hunger aber bekam nichts runter. Es war schlimm. Etwas später sagte mir jemand das es kein normales Gras war sondern halt Kush eine Kräutermischung. Jetzt habe ich vor kurzem was darüber gelesen das halt die Entzugserscheinungen genau so sind wie ich das momentan habe. Nur haben diese Leute über längere Zeit Kush geraucht und nicht wie ich nur einmal. Besonders ging es mir ein paar Tage danach noch gut . Dabei muss ich sagen , ich habe sonst einmal im Monat(Manchmal auch nur alle 2-3 Monate) Gras geraucht und dann auch nur immer ein paar Züge , aber ich hatte nie so ein Suchtgefühl oder irgendwas anderes . Nur nachdem ich Kush geraucht hatte , war mein Verlangen nach Gras stark. Falls dies so ist , was kann ich dagegen machen? Kann ich zur Drogenberatung bzw ist diese auch kostenlos? Habe auch einmal gelesen das Homöopathie helfen kann also Kräuter gegen Kräuter? Oder kann es auch etwas im Gehirn sein?

Habe seit dem ersten Anfall keine Zigaretten , Illegale Drogen oder Alkohol zu mir genommen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von evistie, 47

Fakt ist: Was Du wirklich geraucht hast, weißt Du nicht. Du hast es weder selbst von einer vertrauenswürdigen Quelle gekauft noch eigenhändig gemischt. Dass die anderen das Zeug offensichtlich besser vertragen haben als Du, ist kein Indiz für Qualität, zumal jeder Körper anders reagiert. In "Kräutermischungen" kann allerlei Schädliches und sogar Giftiges enthalten sein, besonders, wenn sie aus China kommen. Schon dadurch kann es zu solchen Persönlichkeitsveränderungen kommen, da braucht es gar keine Entzugserscheinungen. Ob Du solche hast, kann ich als Laie nicht beurteilen, aber da Du ja jetzt nach eigenen Angaben "mit allem" aufgehört hast, ist das gut möglich.

Deine Beschwerden sind sehr ernst zu nehmen und, wie Du ja bereits gemerkt hast, verschwinden sie nicht einfach wieder. Mein Rat wäre daher: suche unverzüglich einen Psychiater oder, wenn für Dich machbar, besser noch eine psychiatrische Ambulanz auf!

Zur Drogenberatung zu gehen, ist ein guter Vorsatz. Die meisten sind kostenlos. Aber sie ersetzen natürlich nicht den Besuch beim Facharzt.

Die Homöopathie kann Dir leider nicht weiterhelfen. "Kräuter gegen Kräuter" - so einfach gestrickt ist diese "Heilmethode" nicht.

Ich wünsche Dir gute und schnelle Besserung!

Antwort
von Taigar, 55

Sie sollten sich an Ihren Hausarzt wenden, ihm Ihre Probleme schildern und schauen was er dazu sagt.

Drogenberatung kostet Sie nichts, die sind meistens durch staatliche Gelder oder private Spenden finanziert. Eine Drogentherapie übernimmt normalerweise Ihre Krankenkasse. Drogenberatungsstellen helfen Ihnen bei dem bürokratischen Teil.

Alles Gute!

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