Frage von sonne123,

Entscheidungshilfe Mammographie

Hallo,

vor ca 25 Jahren (1988) dignostizierte meine damalige FÄ mastopathische Veränderungen in der Brust und mich daraufhin in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zur Mammographie überwies. Die Befunde waren stets unauffällig,das heißt soweit man es bei dem extrem dichten Gewebe beurteilen konnte. 2004 eine erneute ÜW von ihr nach fast 7 Jahren FA Abstinenz meinerseits. Befund Mammographie/US: BI-RADS 2 (sicher gutartig -> re. kleine Zyste 4mm) ACR (Gewebetyp) 4 Hinweis vom Radiologen einer möglichen MRT Untersuchung auf eigene Kosten

2005 wechselte ich meine FÄ zum ersten mal .Diese lehnte eine MG auf Kassenkosten ab,da diese Art der Untersuchung auf Grund der Dichte so und so nichts bringen würde.US der Brust ja, wenn ich es wünsche,sprich bezahle.

2009 entschied ich mich daraufhin die Mammographie als Selbstzahlerleistung in Anspruch zu nehmen.Man entsprach meiner Bitte,das nur ich persönlich den Befund erhalte. Ergebnis Mammographie: Mastopathischer Tastbefund beidseits /Strukturmuster sehr dicht/vereinzelte Mikroverkalkungen ohne malignomverdacht/kein Hinweis a. malignomverdächtige Architekturstörungen/allenfalls geringe Transparenzaufhellung gegenüber 2004 Beurteilung: BI-RADS 0 ACR 4 Ergebnis Ultraschall: Strukturmuster beidseits echodicht/Linksseitig zwei kleine Zysten 5mm und 4mm/kein Hinweis auf malignomverdächtige Architekturstörungen Beurteilung: Rechts BI-RADS 1 (unauffällig) und linksseitig BI-RADS 2 (gutartig)

Die folgenden 3 Jahre war ich sozusagen ohne FA.Mußte jedoch Anfang 2012 aufgrund von Beschwerden im Unterbauch wieder einen FA in Anspruch nehmen und wechselte zum zweiten mal.Beim Abtasten der Brust spürte er eine für ihn nicht sicher beurteilbare Veränderung in der rechten Brust,diese erwies sich jedoch beim anschließenden US als harmlos.Allerdings wieder Zysten,linkseitig zwei größere und rechtsseitig mehrere kleinere. Über eine ev. erneute Kontrolle oder ähnlichem lies er nichts verlauten.Den Befund von 2009 hatte er in Form einer Kopie von mir erhalten......

Das soweit zur Vorgeschichte, zum besseren Verständnis.........die Befunde waren bisher immer gutartig,auch der Mikrokalk,weil dieser nur verdächtig erscheint,wenn er gruppiert auftritt. Aber seit der letzten MG sind nun mittlerweile wieder weitere 4 Jahre vergangen und in diesen 4 Jahren ist nicht ausgeschlossen,das sich doch etwas verändert haben könnte.............im Juni nächsten Jahres würde ich automatisch mit meinem 50.Geburtstag in den Genuß des Screenings kommen,bin mir jedoch unschlüssig, ob ich demnächst nicht doch noch einmal eine MG auf eigene Kosten machen lasse!??Zumal ich denke,das bei einem Screening etwaige Voraufnahmen nicht zum Vergleich herangezogen werden und das ein Nachteil sein könnte...........wie würdet ihr euch entscheiden?? Sorry, für den langen Text!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schanny,

Ich an Deiner Stelle würde auf jeden Fall das Screening machen und wenn Dir die Aussagen nicht ausreichen würden, könntest Du Dich ja immer noch für eine Mammographie entscheiden und sie selbst bezahlen. Hast Du nicht einmal darüber nachgedacht, dass diese vielen Röntgenstrahlen bei der Mammographie auch eine Entartung begünstigen könnten? Dann würde ich lieber sparen und vielleicht mal ein MRT machen lassen, dann hast Du diese Strahlenbelastung wenigstens nicht. Mir geht es ähnlich wie Dir und ich habe mich dazu entschieden, diesen Herd, den man im Januar getastet hat im Zuge der Vorsorgeuntersuchung entfernen zu lassen. Mein FA hat mir dringend dazu geraten, er meint, diese ganzen Untersuchungen würden im Endeffekt nichts bringen, und eines Tages müsse es sowieso raus und dann könnte es schon entartet sein. Also werde ich mir bald einen Termin in der Klinik besorgen und es entfernen lassen. Dann bin ich auf der sicheren Seite und habe Ruhe. Alles Gute für Dich!

Kommentar von sonne123 ,

Die Röntgenstrahlen sind nicht ohne,da gebe ich dir recht,nur leider sind Mikroverkalkungen in einer MRT nicht sichtbar,soweit ich richtig informiert bin.Da ist die Mammographie wieder vorraus...........weißt du,ich denke,das alles seine Vor-, und Nachteile hat.Damals 2004,als der Radiologe mir eine MRT nahe legte,mußte ich mich aufgrund der doch recht hohen Kosten dagegen entscheiden.Das ist mir nicht leicht gefallen,vor allem weil er mir sagte,das mit 75%iger Sicherheit mittels MG/US Untersuchung alles ok wäre,aber da das Gewebe bei mir extrem dicht ist,würde man erst sehr spät unter Umständen zu spät etwaige bösartige Veränderungen erkennen..........ein Satz der sehr nachdenklich macht! Meine damalige FÄ lehnte es ab,weil es ihrer Meinung nach bei jeder 10.Frau ist,zum anderen die Aussage des Radiologen nicht stimme und ich es mir doch genau überlegen sollte ob die hohen Kosten in Verhältnis zum eigentlichen Nutzen stehen.

Wünsche dir für die bevorstehende OP alles Gute!Ich denke auch,das es gut ist,wenn du diesen Herd entfernen läßt.Sicher ist Sicher. LG :)

Kommentar von schanny ,

Ich danke Dir und ich wünsche Dir ebenfalls alles erdenklich Gute! Pass gut auf Dich auf! L.G.

Kommentar von sonne123 ,

Danke schanny,das werde ich machen,was bleibt mir denn auch weiter über.An der Dichte der Brust kann man nichts ändern und somit werden gewisse Restzweifel am Befund immer bestehen.

Ich habe in einer deiner Fragen gelesen,das die KK die Kosten für eine MRT ebenfalls bei dir ablehnte und du daraufhin Widerspruch eingelegt hast. Hatte der Widerspruch zwischenzeitlich Erfolg?

LG :)

Kommentar von schanny ,

Der Widerspruch wird jetzt am 24.06. vor dem Widerspruchsausschuss verhandelt.Ich habe kaum Hoffnung auf Kostenübernahme, trotz triftiger Argumentation, so von wegen Operationskosten erspart usw. Das scheint da niemanden wirklich zu interessieren. Ich lass mich also überraschen und gehe erstmal davon aus, dass ich die 450€ selbst berappen muss. Bei meinem geringen Einkommen, kann ich es mir nur irgendwie vom Mund absparen, anders geht es nicht. Die Radiologin sagte aber, das nichts tumorverdächtiges wäre, das hat mich etwas beruhigt. Gewissheit hat man erst, wenn das Gewebe feingeweblich untersucht worden ist und da man bei mir auch nicht genau weiß wo man hinstechen sollte, kommt halt auch keine Stanzbiopsie in Frage. Mein Frauenarzt meinte auf jeden Fall rausnehmen lassen, und da ich mir mit Sicherheit keine weiteren MRT`s leisten kann, habe ich mich dazu entschlossen. Die Op Kosten werden wenigstens von der Krankenkasse übernommen, auch wenn sie sicherlich teurer ist, als ein MRT. Aber bei diesen Milchmädchenrechnungen steigt man eh nicht durch und es ist alles komisch. Ich versuche auch nicht mehr, hier irgendwas zu begreifen, das kostet nur Nerven. Trotzdem Dir alles Gute und toi, toi, toi!

Kommentar von sonne123 ,

Diese Logik soll anscheinend auch niemand verstehen.Drücke dir ganz fest die Daumen,das der Widerspruch ein voller Erfolg wird!!!

LG und Danke,das du mir noch einmal geantwortet hast :-)

Antwort
von bobbys,

Hallo,

wenn du das Geld auf Tasche hast für die MG ,dann mache es, ansonsten kann ich dich beruhigen beim Screening wird nach Vorbefunden gefragt und diese werden dann auch mit herangezogen.

Alles Gute wünscht dir Bobbys :)

Kommentar von sonne123 ,

Gut zu wissen. Danke:)

Kommentar von bobbys ,

Gern geschehen:)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten