Frage von Siggi0815,

Einnahme von Selen für die Schilddrüse

Hat da schon einmal jemand von euch Erfahrung mit gemacht? Wie hoch habt ihr dosiert und wie lange hat es gedauert bis Erfolge zu sehen waren?

Danke und LG :)

Hilfreichste Antwort von Lissa,
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Selen fördert die Umwandlung des Schilddrüsenhormons von T4 in T3.

Deshalb kann eine Einnahme sinnvoll sein, wenn man schon eine hohe T4-Dosis nimmt und diese sich im Körper aber nicht bemerkbar macht.

Befindet man sich aber erst in der Einstellungsphase der Medikamentendosierung kann eine Selen-Einnahme unangenehme Folgen haben.

Man senkt seinen ohnehin niedrigen T4-Spiegel und bugsiert sich trotz bestehend messbarer Unterfunktion in körperlich bemerkbare Überfunktionssymptome und das tut nicht gut.

Antwort von Mucker,
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Lena hat die Frage ja schon sehr ausführlich beantwortet. Mit Selen sollte man vorsichtig sein, weil ein zuviel zu schweren Vergiftungen führen kann. Außerdem braucht der Körper dringend auch andere Substanzen. Deshalb empfehle ich ein gutes Kombi-Präparat, das neben Vitaminen und Mineralstoffen auch Selen enthält. Alles Gute! M.

Antwort von Lena101,
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Welche Erfolge bei deiner Schilddrüse willst du denn sehen? Wenn du glaubst Probleme mit der Schilddrüse zu haben, solltest du zum Arzt gehen und die Schildrüse und deine Laborwerte untersuchen lassen. Wenn du eine Fehlfunktion haben solltest, wird dein Arzt eine Behandlung einleiten. Selbst therapieren solltest du dich nicht.

Der Gesamtbestand an Selen im menschlichen Organismus beträgt ca. 10 bis 15 mg. Selen fungiert im Körper als Bestandteil einiger Enzyme, z. B. der Dejodasen, die für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt werden. Darüber hinaus schützt Selen als Enzymbestandteil zusammen mit anderen Antioxidantien (Radikalfängern) die Zelle vor oxidativen Schäden.

Einer guten Versorgung mit Selen wird eine vor Krebs schützende Wirkung zugesprochen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei niedrigem Blutselenspiegel ein höheres Risiko besteht, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.

Die Wirksamkeit einer erhöhten Selenzufuhr als Prophylaxe bei Herzinfarkt, Krebs oder Störungen des Immunsystems ist noch nicht ausreichend geklärt.

Die Zufuhrempfehlung von Selen beträgt 30 - 70 Mikrogramm.

Überdosierung (bereits bei dem 10- bis 20-fachen des Tagesbedarfs) führt zu Vergiftungserscheinungen wie Leberzirrhose, Haarausfall und Herzmuskelschwäche.

Der Selengehalt in Gemüse und Obst ist vom Selengehalt des Bodens und von der Düngung abhängig. Vor allem Fleisch, Fisch und Eier sind gute Selenquellen. Unter den pflanzlichen Lebensmitteln sind vor allem Linsen und Spargel reich an Selen.

Selen in 100 g Lebensmittel:

Niere: 1200 µg Leber: 800 µg Käse: 60 µg Getreideprodukte: 40 µg Hühnerei: 40 µg

http://www.novafeel.de/ernaehrung/spurenelemente/selen.htm

Antwort von anonymous,

Auch wenn die Frage schon älter ist:

Man kann versuchsweise natürlich Selen einnehmen. Ich bin mir nicht sicher, ob man anraten kann, die Dosierung länger einzunehmen... Ich meine bei Wikipedia kann man lesen, dass die Dosierung v. 200 mg Selen in Verdacht seht, Diabetes zu verursachen. Fühlt man sich unter einem Monopräparat schlapp, sollte man erst die Dosierung hinterfragen, dann über ein Kombipräparat nachdenken - u. ggf. auch über den behandelnden Arzt...

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