Frage von Schissbux, 53

Eine OP mit insgesamt 3 Eingiffen...

Hallo liebes Gesundeitsratgeberteam, sowie User, am Mittwoch, 19.02.2014 habe ich eine OP mit stationärem Aufenthalt von 5 Tagen. In dieser OP sollen meine Nasennebenhöhlen erweitert werden, meine Nasenscheidewand soll begradigt , sowie die Nasenmuscheln verkleinert werden...Ich hab schon ein wenig Angst und bin auch leicht verunsichert, weil ich Erfahrungswerte einer OP mit genau dieser Eingriffskombi noch nirgens gefunden habe... Ferner bin ich Asthmatikerin/Allergikerin. Welche Schmerzen habe ich zu erwarten, falls OP gut verläuft und wann kann ich wieder durch die Nase atmen? Mit was für Komplikationen habe ich außerdem zu rechnen? Über eine baldige Rückmeldung würde ich mich sehr freuen... Liebe Grüße Eure Schissbux

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Schissbux,

Schau mal bitte hier:
Schmerzen Operation

Antwort
von bobbys, 51

Hallo Schissbux,

ich könnte mir vorstellen das bei dir eine Septumplastik, funktionelle Septorhinoplastik geplant ist. Da wird dir während der OP in jedes Nasenloch ein Silikonröhrchen gesteckt ,was das Nasengerüst stützt und auch dafür sorgt das du Luft bekommst, sollte es Nachbluten wird eine Tamponade in die Nase eingebracht .Luft holen durch die Nase dann nicht möglich. Am Ende der OP kommt dann noch ein Gips drauf ,damit alles schön in Form bleibt .So 7 Tage lang. Die Schmerzen halten sich im Rahmen und Schmerzmittel bekommst du ja auch.Meistens werden die Schmerzen als Druck empfunden. Dann wird täglich das Sekret durch die Silikonröhrchen abgesaugt. Die endgültig Ausheilung der Nase dauert im Schnitt 6-8 Wochen. Keine Angst alles wird gut.:)

LG Bobbys

Ach so und auf deine Nebenerkrankungen wird auch eingegangen, da bekommst du schon im Vorfeld eine Prophylaxe:)

Kommentar von Schissbux ,

Guten Tag Bobbys, ich habe meine OP soweit gut überstanden, aber ein "Gipsbeinchen" war nicht nötig... - die ersten 24 Stunden hatte ich wohl Röhrchen drin, die aber dann gezogen wurden, samt dem anderen Nasennebenhöhlenhilfszeugs - die Tamponage blieb insgesamt 48 Std. drin, um dann gezogen zu werden - regelmäßiges Absaugen und eine konsequente Nasenpflege gehören derzeit zu meinem Alltag. Gestern bekam ich dann die Stützfolie entfernt, alles nicht wirklich angenehm, aber schwitzend schaffbar. Ich weiß jedenfalls wofür, denn ich kann das erste Mal, ohne Hilfsmittel, frei durch die Nase atmen :-D Ein absolut geniales Gefühl...

Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 43

Hallo Schissbux,

nun es ist so, nach so einer OP kann es schon etwas bluten wenn man etwas zu Umtriebig ist.. So bekommt man u.U. zwei Tampons rein. Nun Schmerzen hat man da weniger, weil da in dem Bereich mehr Knorpel ist. Nun wenn es blutet braucht man die Tampons nur ein paar Stunden. Man bekommt danach besser Luft. Dies währt aber nicht ewig.

Das heißt nach ca. 15 Jahren könnte das Problem wieder akut werden könnte! Es kommt aber immer darauf an wie gut der Chirurg ist, sprich wieviel Erfahrung er / sie hat. Dann braucht man keine Angst zu haben. Es dauert etwas so ca. zwei Monate bis alles perfekt ist.

Wenn Du Asthmatikerin/Allergikerin bist solltest Du Deinen Arzt einmal fragen ob bei Dir eine Hyposensibilisierung möglich ist. Also wenn der Arzt eine gewisse Erfahrung hat dürfte Dir das alles weniger Probleme machen.

VG Stephan

Kommentar von Schissbux ,

Guten Tag Stephan, keine Ahnung, was in 15 Jahren sein wird, aber allein, was ich schon jetzt an Verbesserung erlebe, ist unbeschreiblich! Ich konnte vor der OP niemals frei bzw. ohne Hilfsmittel, wie z.B. Nasic (ein Sauzeugs!!!) atmen...und das ist nun, 9 Tage (eigentlich schon seit 5 Tagen) nach der OP wieder möglich...) Ich bin absolut happy - und was währt schon ewig? Ich nehme derzeit einfach die Nachbehandlung ernst und freue mich über funktionierende Nasenatmung :-D Und alles andere nehme ich step by step in Angriff... Gang zum Heilpraktiker, Nutzung alternativer Heilmethoden, Imunisierung (ab Herbst 2014) etc. VG Die Schissbux

Antwort
von walesca, 37

Hallo Schissbux!

Bei mir wurde vor etlichen Jahren auch die Scheidewand begradigt, Polypen entfernt und die Nasenmuscheln verkleinert. Ich hatte da für einige Tage eine Tamponade in der Nase, was eigentlich das unangenehmste an der ganzen OP war. Anschließend ist eine gute Pflege der Nasenschleimhaut mit Nasensalbe wichtig, dass sich nicht so viele Krusten bilden, die dann nur einreißen und bluten. Ich würde Dir dringend empfehlen, schon 2 Tage vor der OP mit der Einnahme von "Arnica-Globuli D12" zu beginnen und dies ca. 1-2 Wochen durchzuführen. Diese Globuli verhindern von vornherein übermäßige Blutungen und fördern auch noch die Heilung!!! Nimm täglich 3 x 5 Globuli. Am OP-Tag morgens 5 Globuli und nach der OP noch 3-4 x 5 Gl. Gegen Deine Angst habe ich noch folgenden Tipp. Damit bist Du bestens vorbereitet und kannst der Operation gelassen entgegensehen.

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/haben-sie-angst-vor-untersuchungen-operatio...

Alles Gute für die Operation wünscht walesca

Kommentar von Schissbux ,

Hi Walesca, ich habe die OP soweit gut überstanden (5 Tage KH hinter mir...und seit 4 Tagen wieder zu Hause), gestern kam die Stützfolie raus...nicht angenehm, aber ich habe überlebt ;-) Das mit der Einnahme der Bachblüten-Notfalltropfen habe ich schon ca. 1 Woche zuvor begonnen und die Arnica-Globulis habe ich in stärkerer Form (C30) von meiner Hausärztin erhalten (allerdings sollte ich 5 Globulis/Tag - 2 Tage zuvor einnehmen, sowie am OP-Tag selbst) Heilungsprozess zeigt bis her (OP ist nun 9 Tage her) positiven Verlauf... Danke für deine alternativen Tipps...ich kann seit etwa 5 Tagen super durch Nase atmen...ich bin z.Zt. wirklich froh diese 3 Eingriffe vorgenommen zu haben, denn jetzt kann es nur noch besser werden - mit dem Einhalten der regelmäßigen Nasenpflege (Dusche, Salbe, Öle, sowie Kortison), sowie den Absaugterminen beim Dr. Bey ist ein weiterer positiver Verlauf sicherlich gewährleistet :-D Ich bin recht zuversichtlich - das einzige, was mich derzeit noch ein bißel quält, sind Kopfschmerzen - ich muss halt langsam machen...und mein Körper erinnert mich halt hin und wieder dran. Herzliche Grüße und ein gaaanz liebes Dankeschöööön Deine Schissbux

Kommentar von walesca ,

Das alles so positiv verlaufen ist, das freut mich richtig. Schön, dass auch meine Tipps dazu beitragen konnten. Lass Dir bitte ausreichend Zeit für die Heilung!! Der Körper braucht einfach seine Zeit, um das Ganze zu verkraften. Also bitte nicht vorschnell wieder zur Arbeit gehen!! Gegen die Kopfschmerzen kann es evtl. helfen, viel zu trinken!! Meine HP hat mal gesagt, bei ihr dürfe keiner über Kopfschmerzen klagen, der nicht wenigstens 2,5 l täglich trinkt! Da ist schon etwas Wahres dran. LG

Antwort
von francis1505, 24

Wichtig ist danach die Nasenpflege mit den Salben, die du vom KH bekommst. Die Schnerzen halten sich im Rahmen und lassen sich wenn gut mit gängigen Schmerzmitteln behandeln.

Für ein paar Tage bekommst du Röhrchen eingesetzt, durch die du auch ganz normal Luft holen kannst. Außer sie sind durch Sekret verstopft, das wird aber regelmäßig abgesaugt. Die Nase schneuzen darfst du anfangs gar nicht.

Sollte eine Tamponade nötig sein, witd diese bereits am nächsten Tag entfernt.

Ein "Gipsbeinchen" gibt es bei dieser OP nicht, da nichts am Knochen gemacht wird.

Durch die Verkleinerung der Muscheln kann es sein, dass die Nase recht trocken wird, das hat bei mir mehrere Jahre gedauert bis es sich wieder gebessert hat. Hier hilft dann konsequentes salben.

Nach meiner zweiten OP habe ich leider eine sog. Stinknase bekommen. Die lässt sich zwar antibiotisch gut behandeln, aber es ist schon eklig, wenn man die ganze Zeit einen diesem Gestank in der Nase hat. Lässt sich aber auch vermeiden, wenn regelmäßig (sprich auch nach der Entlassung!) abgesaugt wird.

Dein Asthma dürfte vorwiegend während der Narkose ein Problem sein, wenn überhaupt. Du solltest unbedingt dem Anästhesisten Bescheid geben und auch dein Notfallspray in den OP mitnehmen. Das ist gar kein Problem.

Mittelfristig wäre es ratsam eine vorhandene Allergie ursächlich zu behandeln, d. h. mithilfe einer Hyposensibilisierung. Das besprichst du am besten mit einem erfahrenen Allergologen.

Kommentar von Schissbux ,

Danke für deine Antwort - ich habe die OP vor 9 Tagen gut überstanden und halte mich an die regelmäßigen Absaugtermine (wahrlich keine angenehme Sache, aber meist anschließend sehr befreiend) und die dazugehörige tägliche Nasenpflege (Dusche, Salbe, Öle...) - ist zwar recht aufwendig, aber seeehr wichtig! Einiges von dem, was du schriebst, war auch genauso bei mir...nur die Tamponade musste ich etwa 48 Stunden drinne halten, was tatsächlich, trotz der anfänglichen Röhrchen (ersten 24 Stunden erleichternt), nicht die angenehmste Sache war, da diese raus kamen und Tamponade noch weitere 24 Stunden drin blieb...) Nunja - habe überlebt und kann jetzt schon hammermäßig durch die Nase atmen...also all die Schikane waren nicht umsonst :-D Da es ja einen Tag vor der OP noch das Aufklärungsgespräch mit der Anästhesistin gab, konnte ich zu eventuellen Problemen, sowie Ängsten Stellung nehmen und natürlich mein Asthmaspray mit in den OP nehmen. Ich habe, wenn ich jetzt mal für einen längeren Zeitraum infektfrei wäre, vor, eine Imunisierung oral über Tropfen vorzunehmen, was natürlich am besten im Herbst bzw. Winter geschehen sollte. Aber wenn der Körper schon durchweg mit Infekten, Antibiotikum, Kortison zu tun hat, stellt ne Imunisierung nur noch eine weitere Belastung für den Körper dar. Jetzt heißt es für mich erstmal "durch die Nase atmen können" - und den Körper entgiften...und bis Herbst vorerst mit Allergietabletten auskommen, falls nötig...übrigens wars für mich seeehr erleichternd zu lesen, dass kein "Gipsbeinchen" notwendig ist, von dem auch mein Arzt, Dr. Bey nie gesprochen hat, aber man lässt sich eben so leicht verunsichern, weil die Angst vor dem Ungewissen sooo unendlich groß ist... Das mit deiner zweiten OP und der Stinknase tut mir leid...wusste gar nicht, das es sowas auch geben kann - ich glaub manchmal ist es besser gar nicht alles zu wissen, sonst macht man sich nur noch mehr verrückt! Liebe Grüße

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