Frage von Legxis, 612

Eine Frage zum Blutspenden

Ich würde gerne Blutspenden. Es gibt allerdings ein Problem.

Es ist bei uns (in der Familie) schwierig, die Venen zu finden, und deshalb wurde ich weggeschickt als ich Blutspenden wollte. Meine Schwester auch, aber sie hat sich jetzt entschlossen, doch nicht zu spenden.

Nun möchte ich es aber nochmal probieren und diesmal sehr, sehr, seeehr viel davor trinken und vielleicht fragen, ob man mir den Arm etwas länger abschnüren kann. Ich habe auch gehört, dass ein höherer Blutdruck es leichter macht Venen zu finden, also könnte ich mich hibbelig machen und hoffen, dass mein Blutdruck steigt.

Meine Frage ist jetzt ob das wirklich überhaupt etwas bringt und ob es sonst noch etwas gibt was ich tun könnte.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von User1908, 612

Hallo Legxis,

Ich kann dich gut verstehen, bei mir ist es ganz ähnlich. Die Venensituation ist unterdurchschnittlich.

Aber, es kommt absolut auf die Erfahrung des Punkteurs an. Es gibt viele Krankenschwestern mit gehörig Erfahrung, die sich da auch rantrauen.

Wenn Du dann beim nächsten Mal hingehst, dann sag einfach, dass Du es probieren willst und fragst nach der oder dem "Talentiertesten". Mehr als zwei Fehlversuche können dabei nicht rauskommen und schlimm ist das nicht wirklich.

Wenn es dir wirklich wichtig ist, würde ich es so machen.

LG Steven

Kommentar von Legxis ,

Danke für die Antwort =)

Ich bin jetzt Spenden gegangen, denn wir hatten eine DRK-Aktion in der Universität. Und ich kann nur bestätigen, was du gesagt hast! Entweder es lag an meinen Vorbereitungen, oder an dem Talent der Frau, oder wahrscheinlich an beiden, aber diesmal wurde ich nicht weggeschickt. Sie haben sich rangetraut und ich habe ganz normal Blut gespendet. Abgesehen davon, dass das Blut durch meine dünne Vene nicht so schnell geflossen ist, deshalb hat die Maschine dreimal während der 10 Minuten gepiept. Es lag aber nur an der dünnen Vene, es wurde nicht durchgestochen =)

Nach den zehn Minuten war ich dann fertig und ganz stolz. Ich bin was spitze Metallgegenstände in der Haut betrifft nämlich eher ängstlich, aber ich habe nichts gemerkt! Verglichen mit dem normalen Blutabnehmen beim Arzt war das Blutspenden sogar angenehmer. Am Anfang befürchtet man nur, dass das Klebeband die Kanüle nicht festhalten kann, aber das legt sich mit der Zeit.

Ich habe zwar jetzt ein kleines Hämatom, aber es ist echt winzig und ich hatte damit gerechnet. Außerdem war es wahrscheinlich auch mein Fehler, weil ich den Arm sehr schnell wieder stark belastet habe. Abgesehen davon ging es mir super, von dem Blutverlust habe ich nichts gemerkt.

In ca. fünf Wochen werde ich meinen Blutspendeausweis bekommen (das heißt, wenn nichts mit meinem Blut falsch ist) und dann kann ich regelmäßig spenden gehen^^

Danke für deinen Tipp. Falls ich mal woanders spenden gehen sollte, wo es mehr als eine Schwester gibt, dann werde ich nach der Talentiertesten fragen =)

Kommentar von User1908 ,

Hi Legxis,

Super, toll, mutig, Chapeau!

Du hast dir selbst das schönste Geschenk gemacht und alles super durchgestanden, wie ich finde.

Das mit dem Klebeband ging mir am Anfang auch so. Was ist, wenn etwas verrutscht oder gar die Kanüle wieder rauskommt?

Ist aber alles sicher, nochmals: klasse, super!

LG Steven

Antwort
von polar66, 555

Hallo legxis,

dein Wunsch, Blut zu spenden in allen Ehren, aber so wie du das schilderst solltest du eher kein Blut spenden. Warum möchtest du absichtlich deinen Blutdruck ansteigen lassen, den Arm länger als sonst üblich abschnüren lassen? Du möchtest doch gerne anderen helfen indem du Blut spendest, d.h. aber noch lange nicht, daß du dich deswegen absichtlich in Gefahr bringen sollst. Das wird man auch nicht zulassen beim Blutspendedienst. LG von polar66

Kommentar von Legxis ,

Also sich in Gedanken ein bisschen aufgeregt zu machen (was man vor dem Blutspenden ja wahrscheinlich ohnehin ist) und den Arm ein paar Minuten länger abgeschnürt zu haben ist ja nicht gefährlich. Aber das war auch nicht notwendig, also sind die beiden Maßnahmen erledigt =)

Danke für deine Besorgnis, und natürlich die Antwort ^^

Antwort
von rulamann, 442

Schau mal das steht im Fragebogen.

Wenn sie „dünne“ Venen haben oder Ihre Venen schwierig zu „treffen“ sind, ist es nicht sinnvoll Blut zu spenden (es muss ½ Liter in ca. 10 Minuten abgenommen werden). Bitte besprechen Sie sich vorab mit dem Spendearzt. Bei Eisenmangel dürfen Sie nicht spenden, ggf. erhalten Sie ein Eisenpräparat und sollten eine längere Spendepause einhalten.

und dies wegen dem Bluthochdruck:

Hoher Blutdruck

im Einzelfall entscheidet der Arzt, blutdrucksenkende Arzneimittel müssen mindestens 8 Stunden vor der Blutspende eingenommen worden sein

Ich würde trotzdem hingehen und mich mit dem dortigen Arzt beraten, vielleicht weis der eine Möglichkeit. Mehr wie wegschicken kann er dich nicht. Auf jedenfall finde ich deine Einstellung vorbildhaft!!

Viele Grüße rulamann

Kommentar von Legxis ,

Im Endeffekt habe ich jetzt vor der Spende viel getrunken (so viel war es gar nicht, aber für meine Verhältnisse sehr viel, so viel wie ich in mich stopfen konnte) und habe meinen Arm ab 6 Stunden vor der Spende regelmäßig angestrengt, damit die Venen aufhören, sich vor der Nadel zu verstecken =)

Das sah sicherlich sehr merkwürdig aus, wie ich während der Vorlesungen in der Universität Hanteln benutzt habe xD

Danke für die Antwort, das hat mir Mut gemacht, dass es schon funktionieren wird =)

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