Frage von hfuhiashi, 97

Ein Freund von mir hat zwischen dem 15 und 18 Lebensjahr relativ viel gekifft. Kann es sein, dass das seiner Entwicklung sehr geschadet hat?

Antwort
von inhala6334, 75

Soviel ich darüber weiß, beeinflusst das Rauchen von Cannabis sich negativ auf das Kurzzeitgedächtnis aus, was sich aber wieder erholen kann, sobald man mit dem Kiffen wieder aufhört. Man kann leider aber auch Psychosen oder andere psychische Krankheiten bekommen. Einer verträgt es besser, andere weniger. 

Kommentar von hfuhiashi ,

Ja, wurde deutlich schlechter in der Schule, sah immer verpennt aus, und sein Leben ist seitdem einfach nur Chaos. Und irgendwie kommt er da anscheinend nicht mehr so richtig raus. An sich war er davor ein netter Kerl, aber das hat ihn irgendwie ruiniert. Kann das von dem Cannabis kommen oder wäre das auch ohne dies so passiert. Es heißt ja dass auch noch bis 18 Umbauprozesse im Gehirn stattfinden, die dann durch Drogen oder Cannabis verändert werden können. 

Kommentar von inhala6334 ,

Sorry, hab meine Antwort eben noch umgeändert...

Antwort
von Hedwich, 5

Wenn man in der Zeit, in der sich das Gehirn noch entwickelt kifft, kann das dazu führen dass sich das Gehirn nicht mehr weiter entwickelt oder nur langsam. Dein Freund könnte sein ganzes Leben lang das geistige Niveau eines 15 Jährigen haben.

Antwort
von evistie, 68

Nach dem, was Du in Deinem Kommentar schilderst, wären das die typischen Folgen regelmäßigen Cannabis-Konsums in den Wachstumsjahren (welche allerdings nicht bei jedem Konsumenten gleich stark ausgeprägt sind).

Näheres dazu kannst Du u. a. hier lesen: http://www.drugcom.de/topthema/september-2009-frueher-einstieg-in-das-kiffen-und...

Kommentar von hfuhiashi ,

So ganz abgeschlossen ist die Forschung auf dem Gebiet ja noch nicht. Angenommen er hat sich durch den Einstieg mit 15 und den drei Jahren Kiffen psychische Schäden zugezogen etc. Sind diese dann im Laufe des Lebens wieder rückgängig zu machen oder bleiben diese bestehen auch bei Abstinenz. Anscheinend sinkt auch der IQ.

Kommentar von evistie ,

psychische Schäden ... Sind diese dann im Laufe des Lebens wieder rückgängig zu machen oder bleiben diese bestehen auch bei Abstinenz.

Das kann niemand voraussagen, zumal es ein typisches Henne-Ei-Problem ist ("was war zuerst da?").

Anscheinend sinkt auch der IQ

Da es speziell im Jugendalter zu "strukturellen Veränderungen" im Hirn kommt, kannst Du davon ausgehen. Und die sind gewiss nicht reversibel.

Kommentar von hfuhiashi ,

Das hört sich ja nicht gut an. Sind die Auswirkungen tatsächlich so drastisch. Das wäre unter Umständen ja fatal.

Kommentar von hfuhiashi ,

Gibt es da überhaupt keine Möglichkeiten, den Knaben wieder in Normalform zu bringen?

Kommentar von evistie ,

Ich fürchte nein, aber ich bin kein Arzt und außerdem kenne ich Deinen Freund nicht persönlich. Wer weiß - vielleicht ist das ja auch seine Normalform... bist Du denn sicher, dass er jetzt kein Cannabis mehr konsumiert? Hier noch ein Link zum Thema: http://www.n-tv.de/wissen/Cannabis-macht-dumm-article7070001.html

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