Frage von Master333, 27

Dünndarm verletzt bei Myomentfernung

Meiner Frau wurden 3 Myome entfernt. Mit Hitze rausgeschnitten.. nACH DER op HATTE MEINE fRAU UNSÄGLICHE sCHMERZEN: Nach 10 Stunden Not-OP!Der Arzt sagt nun, dass die Hitze durch die Gebärmutterwand den Dünndarm beschädigt hat. 5 Tage Intensiv und temporärer künstlicher Darmausgang., der in einer Woche wahrscheinlich wieder zurückverlegt werden soll. Nun überlege ich, eine Klage gegen den Azt/das KH zu machen.

Kann dazu jemand was sagen? Behandlungsfehler ...

Antwort
von Lexi77, 25

Hallo!

Das ist natürlich schlimm, was deiner Frau da passiert ist. Aber sehr wahrscheinlich wirst du mit einer Klage nicht allzu viel Erfolg haben. Denn ich kann mir vorstellen, dass deine Frau vorher den entsprechenden Aufklärungsbogen unterschrieben hat. Dabei wird man ja in der Regel auf so ziemlich alle möglichen Komplikationen hingewiesen. Und wenn man es dann unterschrieben hat (was man ja muss) und es dann doch passiert, dann hat man keine Chance. Es kommt also darauf an, was genau im Aufklärungsbogen stand und ob diese Art der Komplikation erwähnt wurde.

Ich hatte im letzten Jahr auch einen Eingriff, infolge dessen ich aufgrund einer Magenperforation eine schwere Bauchfellentzündung, die ebenfalls eine Not-OP zur Folge hatte, bekam. Ich hatte aber keine Chance gegen den Arzt vorzugehen, weil es als Komplikation im Aufklärungsbogen stand, wenn auch mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5-1%.

Du müsstest dich also erstmal nach einer Kopie des Aufklärungsbogens erkundigen. Falls du dich dann doch entschließen solltest, eine Klage einzureichen, kannst du dich auch erst an die zuständige Ärztekammer wenden (findest du über Google). Die haben für sowas eine spezielle Gutachterkommission, und da braucht man auch nichts zu bezahlen.

Und was ich aus eigener Erfahrung nur sagen kann: so schlimm das jetzt auch alles ist: wichtiger als alles Geld der Welt ist, dass deine Frau wieder auf die Beine kommt und wieder gesund wird!

Alles, alles Gute und gute Besserung für deine Frau und natürlich alles Gute auch für dich!

Viele Grüße, Lexi

Antwort
von walesca, 22

Hallo Master333!

Bevor Du vorschnell zum Anwalt gehst und eine Klage einreichst, setz Dich bitte erst einmal mit der Unabhängigen Patientenberatungsstelle in Verbindung. Die können dann Deine Lage erst einmal einschätzen und Dir für ein evtl. weiteres Vorgehen gute Tipps und Ratschläge geben, die auch rechtlich haltbar sind!! Dann weißt Du, ob Du mit einer Klage eine Chance hast und wie Du am besten vorgehen sollst.

http://www.patientenberatung.de/beratung-vor-ort/

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von gerdavh, 17

Hallo, wenn Du den Arzt verklagen willst, suche Dir einen Anwalt, der sich auf Behandlungsfehler spezialisiert hat. Hier ein Link dazu, der Dir hier weiterhelfen könnte

http://www.anwaltssuche.de/

Ein guter Anwalt wird Dir schon beim ersten Gespräch sagen können, ob eine eventuelle Klage auf Schmerzensgeld und Körperverletzung Erfolg haben würde. Frage ihn, ob Du eine Zivilklage bei der zuständigen Staatsanwaltschaft einreichen solltest. Tut mir sehr leid für Deine Frau - alles Gute für sie. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Was Du im Vorfeld ohne Rücksprache mit einem Anwalt machen kannst, ist eine Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung erstatten. Da solltest Du morgen bei der Staatsanwaltschaft anrufen und einen Termin vereinbaren. Wenn Du erstmal Strafanzeige erstattet hast, kann man auf jeden Fall eine Zivilklage dranhängen . Eine Strafanzeige kostet Dich nichts und die Staatsanwaltschaft muss sich dann mit diesem Vorgang beschäftigen.

Kommentar von Zweimal ,
Was Du im Vorfeld ohne Rücksprache mit einem Anwalt machen kannst, ist eine Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung erstatten.

Das würde ich an Masters333 Stelle tunlichst lassen.

Ohne juristisch abgekärt zu haben, ob es sich wirklich um eine "schwere Körperverletzung" handelt, kann der Schuß nämlich gewaltig nach hinten losgehen und der Fragesteller sich u.U. eine Anzeige wegen übler Nachrede o.ä. einhandeln.

Kommentar von walesca ,

Davon würde ich auch unbedingt abraten, denn es gibt doch immer wieder Fachanwälte, die sich genau auf solche Dinge stürzen! Denen geht es mehr um die Aussicht auf guten Verdienst als um aussichtsreiche Klagen. Verdienen tun sie ja in jedem Fall sehr gut dabei!! LG

Antwort
von Nic129, 17

Und genau über solche Komplikationen und Folgen werden Sie (bzw. Ihre Frau) vor der Operation aufgeklärt. In jeder Aufklärung wird u.a. auch auf Verletzung von umliegenden Organen, Nerven und Gefäßen hingewiesen. Kurz gesagt: es handelt sich schlicht und ergreifend um eine mögliche Komplikation, die immer bei einem Eingriff im Bauchraum passieren kann. Aussicht auf Erfolg: gleich null - sofern auch in Ihrem Aufklärungsbogen enthalten.

Und bevor Sie überhaupt eine Klage in Betracht ziehen, klären Sie das besser im Vorfeld juristisch ab. Ansonsten gibt es das böse Erwachen im Falle einer Verhandlung. Denn nicht nur die Gerichtskosten werden Ihnen dann blühen, sondern das Haus bzw. der Arzt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine entsprechende Zivilklage in Betracht ziehen, bei der Sie im Fall der Fälle den Kürzeren ziehen werden (falls Ihre Klage abgewiesen wird). Abgesehen davon wird es ein sehr langwieriges Prozedere. Richten Sie sich auf einen beliebigen Zeitraum X zwischen 1 Jahr und 5 Jahren ein.

Kommentar von Master333 ,

Sicher haben wir vor der Operation unterschrieben! Trotzdem gibt es Fehler des Arztes die** nicht** darunter Fallen.

Kommentar von bobbys ,

Dann hilft wirklich nur eine Juristische Beratung denn als Laie versteht man doch so einige Zusammenhänge nicht und man glaubt das es ein Fehler war :( und lieber erst mal informieren.

Kommentar von Nic129 ,

Aber bei der von Ihnen geschilderten Situation handelt es sich keineswegs um einen Fehler des Arztes, sondern um eine mögliche Komplikation während des Eingriffes, die eben aufgetreten ist. Sie haben es ja sehr nett erklärt bekommen... Durch die entstandene Hitze kam es zur Schädigung anderer Strukturen. Wenn Sie jemanden verklagen möchten, dann die Hitze.

Das Gleiche würde Ihnen übrigens auch die Schlichtungsstelle der Ärztekammer höchstwahrscheinlich mitteilen, wenn der Gutachter die Akte überblickt und Gespräche geführt hat.

Ich meine, wenn Sie viel Zeit, Geld und Nerven verlieren wollen, dann wählen Sie den Weg. Aber große Erfolgsaussichten sollten Sie sich nicht ausrechnen. Die halten sich, rein Ihrer Schilderung bemessen, sehr gering.

Antwort
von Master333, 15

Sicher haben wir vor der Operation unterschrieben! Trotzdem gibt es Fehler des Arztes die nicht darunter Fallen.

Antwort
von dustywoman88, 13

ich vermute mal ihr wurdet vorher aufgeklärt und habt unterschrieben dass ihr die risiken kennt und der op zustimmt. dan haste kaum chancen..zumal ichd as halt auh als risiko sehe ,was war nicht passieren darf aber durchaus passieren kann. ist leider so

Kommentar von Master333 ,

Sicher haben wir vor der Operation unterschrieben! Trotzdem gibt es Fehler des Arztes die nicht darunter Fallen.

Kommentar von walesca ,

Bitte klärt die Aussichten einer Klage erst einmal mit der Unabhängigen Patientenberatungsstelle ab. Die sind optimal neutral und kennen sich gut aus (eigene Erfahrung!) LG

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