Frage von bigdady19, 1.499

Drücken neben der Wirbelsäule !?!

Hallo an alle,

bin männlich 31 Jahre und komme aus Niedersachsen. (nähe von Bremen)

Wollte hier mal meinen Leidensweg schildern. (soll kein Gejammer sein)

Also: Angefangen hat alles vor ca. 1.5 Jahren. Da hatte ich Rückenschmerzen. (leichte schmerzen) Die waren in der Mitte des Rückens - und strahlten über den linken Rückenbogen nach vorne. (Herzseite)

Nach zahlreichen Arztbesuchen:

  • Orthopäde (Skoliose, Einlagen bekommen, Akupunktur, Wärmebehandlung)
  • Internisten (Ultraschall, Magenspiegelung alles Ok)
  • Röntgen (Bws eine Bandscheibe bisschen wenig Material)
  • Mrt (Befund kein Bandscheibenvorfall) leichte Bandscheibenvorwölbung Bws.

Jetzt nach ca. 1,5 Jahren sind die schmerzen ich würde sagen in den letzten zwei Wochen fast weg. Leider seitdem die schmerzen weg gegangen sind ist ein ganz übles Druckgefühl an der Stelle geblieben! Es fühlt sich an als wenn dort eine Kugel sitzt die man immer spürt. Und bei Bewegung scheuert. Es ist mal weniger und mal mehr. Aber immer da! Manchmal fühlt es sich auch an als wenn das Druckgefühl wandert. (weiter nach oben / unten) Dieses Gefühl sitzt immer links neben der Wirbelsäule.

Was kann es sein? Mein Arzt weiss auch nicht weiter....

Vieleicht kennt von euch jemand die Symptome...

Vielen Dank Mfg

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Antwort
von Winherby, 1.321

Hallo,

erfährt ein Körper an einer Stelle einen Dauerschmerz, dann versucht das autonome Nervensystem den Schmerz zu vermeiden, indem es eine Schonhaltung veranlasst. Diese Schonhaltung bemerkt man als Betroffener meist garnicht selbst. Diese Schonhaltung ist natürlich gleichzeitig auch eine Zwangshaltung, bei der werden andere Körperpartien, entsprechend dem Ausmaß der Schonhaltung, stärker belastet. In dem von Dir geschilderten Fall gehe ich mal von einer verstärkten Muskelspannung im Wirbelsäulenbereich aus, der Rückenstrecker versuchte wahrscheinlich die Ganze Zeit die BWS aufzubiegen, also zu strecken, um die Bandscheiben zu entlasten. Deiner Schilderung nach ist das wohl auch erfolgreich gelungen, doch nun bleibt als "Rest" des Gesamtproblems eine starke Verkrampfung der Muskulatur übrig. Solche Myogelosen werden sehr unterschiedlich empfunden und beschrieben. Dies kannst Du aber durch Wärmeanwendungen, Dehnungsübungen und durch zusätzlich unterstützende Massagen in den Griff bekommen.

Ferner rate ich immmer zu einem ausgewogenen Muskeltraining, denn durch eine fein ausbalancierte Muskulatur des Rumpfes wird die Wirbelsäule unterstützt und so auch geschützt.

Viel Erfolg und gute Besserung, Winherby

Kommentar von bigdady19 ,

Hallo, und vielen Dank für die Interessante Antwort. Hört sich plausibel an. Könnte jedenfalls zu den mir beschriebenen Muster passen.

Ich versuche nun durch Wärme etwas zu erreichen (gestern begonnen / Wärmflasche). Wie oft sollte ich nun versuchen durch Wärme die Verspannungen zu lösen? Und wenn die Verspannung weg geht, kommt dann der Schmerz wieder? Wie lange kann eine Verspannung bestehen bleiben?

Vielen Dank

Kommentar von Winherby ,

Hallo, ja also falls Du viel Zeit oder stets gute Möglichkeit hast, dann bring die Wärme ruhig mehrmals täglich auf, so etwa 3 - 5 mal. Es sollte aber nicht so heiss sein, dass Du anfangs die Zähne zusammenbeissen musst, sondern es soll immer eine als sehr angenehm, wohlige Wärme sein. Anschließend an die Wärme gehen Dehnungen gut. So z. B. aufrecht stabil hinstellen, die Hände hinter dem Nacken verschränken, dann erst tief einatmen, dann möglichst weit ausatmen, jetzt erstmal nicht einatmen und dabei mit dem Oberkörper um die Längsachse rotieren. ( So als wolltest Du ohne die Füße zu bewegen hinter Dich schauen ) Etwa 2 bis 3 mal jeweils nach recht und links den Oberkörper drehen, erst danach wieder einatmen. Wenn diese Übung einigermaßen schwungvoll geht, kannste auch bis zu 15 x die Drehbewegung machen, aber dabei nicht einatmen. ( Vorsicht, kannst dabei leicht schwindelig werden ) Sollte es beim Drehen an der WS etwas knacken, dann lösen sich dabei Blockaden und die Beweglichkeit nimmt zu.

Wenn die Verspannungen sich so, trotz fleißigem Üben nicht lösen, sollte der Doc. Massagen verschreiben. Und nein, wenn die Verspannungen weggehen, dann kommen die Schmerzen nicht wieder, warum sollten sie denn, es besteht ja kein Grund mehr. Und wie bereits geschrieben, versuch in einer Muckibude die Muskeln schön gleichmäßig, also physiologisch ausbalanciert, zu trainieren.

Es ist eher die Frage angebracht, warum Du diese Beschwerden vor 1,5 Jahren bekommen hattest. Eventuel verdreht, verhoben, zu schwer getragen, nachts auf zu harter Matratze gelegen, zu lange am Stück am Schreibtisch gesessen, usw., da gibt es schier unendlich viele Möglichkeiten.

Ein Trauerspiel scheint aber auch Dein Arzt ( Mein Arzt weiss auch nicht weiter.... ) zu sein, den würde ich wechseln, sowie Du die Möglichkeit dazu hast.

Alles Gute Dir, Winherby

Antwort
von Mahut, 927

Hallo Bigdady, wie sollen wir wissen was du hast, wenn deine Ärzte es nicht wissen, wir sind hier nur Laien, aber vielleicht ist ja hier irgend jemand der genauso ein Problem hat wie du.

Ich denke mir aber du solltest dich bewegen, Ich selber habe schon so lange ich denken kann Rücken und Gelenkschmerzen, in jungen Jahren schon Arthrose und Osteoperose, durch viel Bewegung und Radfahren, sind die Schmerzen fast weg und mein Problem ist zum Stillstand gekommen.

Vielleicht versuchst du es auch, obwohl du diesen Druck hast, es lohnt sich..

Kommentar von Winherby ,

...."wie sollen wir wissen was du hast, wenn deine Ärzte es nicht wissen, wir sind hier nur Laien, aber...."

Liebe Mahut, DU bist hier der Laie, der es nicht weiß, was Dich aber auch nicht davon abhält, trotzdem auf beinahe jede Frage irgendetwas zu antworten.

Es gibt in dieser Community etliche Fachleute, die kompetente Antworten geben können, daher finde ich es nicht richtig, wenn Du Deine Unwissenheit verallgemeinerst, so wie im ersten Satz Deiner Antwort. LG

Kommentar von bigdady19 ,

Ich beziehe mich einfach nur auf den unteren Textabschnitt von Mahut. Danke für den Tipp mit der Bewegung. Mache hierfür aber schon längere Zeit KG.

Mfg

Antwort
von Lilliana, 837

Hm, ich wage mal einen Schuss ins Blaue:

Ich hatte vor vielen Jahren einmal tatsächlich relativ ähnliche Symptome. Schmerzen auf dem oberen Rücken (so ein Drücken), aber wenn man selbst drauf gedrückt hat, war es nur mäßig schmerzhaft.

Ich habe auch lange herumgerätselt (zusammen mit meinen Ärzten) - und niemand ist über Monate hinweg auf die Lösung gekommen. Bis ich dann selbst, zufällig, die Ursache entdeckt habe: mein Freund und ich hatten die Angewohnheit, immer in der Löffelstellung zu schlafen. D.h. ich habe mich mit meinem Rücken an ihn gekuschelt. Er hat dann immer - bis wir uns im Schlaf anders hingelegt haben - auf meinen Rücken drauf geatmet. Mir ist dann irgendwie aufgefallen, dass sein Atem genau auf die Stelle geht, wo es mir wehgetan hat (erstaunlich eigentlich, dass ich das nicht früher gemerkt habe ...) Und so blöd es klingt: das war tatsächlich die Ursache für meine Beschwerden.

Ich vermute mal, dass der ständige, doch recht kühle Atem, irgendwie einen Nerven gereizt hat (oder sich der dadurch vielleicht sogar etwas entzündet hat). Jedenfalls waren die Schmerzen nach kürzester Zeit weg, als wir das geändert haben. Kein Atem mehr - keine Schmerzen mehr. Aber auf so etwas kommt ja kein Arzt von alleine, wie auch ;-).

Vielleicht ist ja so etwas in der Art auch bei dir der Grund. Der Atem deiner Partnerin, eine Zugluftstelle an deinem Arbeitsplatz oder neben dem Bett, etc. Such doch mal danach :-).

Viel Glück!

Kommentar von bigdady19 ,

Schlafposition schon geändert. Freundin muss alleine schlafen :-) Ich auch :-( Aber keine Besserung...

Kommentar von Lilliana ,

Schade - aber einen Versuch war es wert :) - allerdings hat es bei mir ein paar Tage gedauert, bis der gereizte Nerv sich wieder beruhigt hatte.

Antwort
von cyracus, 551

Ergänzend zu den Antworten, die Du schon bekommen hast (die von Liliane finde ich ja auch interessant ... was es slles so gibt ...):

Winherby hat Dir ja erklärt, wie alles zusammenhängen kann durch Schmerz -> Schonhaltung -> Körper versucht auszugleichen -> Muskelverspannungen ...

.

Wenn der Körper aus der Balance gekommen ist, ist an verschiedene mögliche Schwachstellen im Halteapparat zu denken.

Denke deshalb auch an das Kiefergelenk - google mit

rückenschmerzen kiefergelenk

denn wenn mit dem Kiefergelenk etwas nicht stimmt, wirkt sich das oft auf den gesamten Halteapparat des Körpers aus, unter anderem mit der Folge von Rückenschmerzen. - Lies bitte sorgfältig die Infos.

Hier eine sehr gute Beschreibung der Zusammenhänge von Lexi77:

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/rueckenschmerzen-durch-falsches-kauen-beis...

(Weil hier pro Antwort und pro Kommentar immer nur EIN Link erlaubt ist, setze ich nun neu an.)

Kommentar von cyracus ,

Und lies die Infos auf dieser Seite, denn bei Fußschmerzen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen, Wirbelsäulenschmerzen muss man auch immer an die gesunde Statik der Füße denken:

http://www.fussgesundheit.info/

Kommentar von cyracus ,

Und hast Du an Behandlung durch einen Osteopathen / Osteopathin gedacht?

In USA und England ist Osteopathie weit mehr bekannt als bei uns. Bei uns ist sie langsam im Kommen.

Osteopathie ist das beste Schmerzmittel, oder besser: Keine-Schmerzen-mehr-Mittel, das ich kenne. - Damit wird allgemein nicht das Symptom, sondern - ganz oder soweit wie es möglich ist - die Ursache beseitigt, indem die Balance im Körper wiederhergestellt wird.

Hier ein guter Tipp zur Osteopathie (mit meiner Ergänzung):

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/manuelle-therapie-oder-osteopathie-wo-ist-d...

Osteopathen findet man unter anderem unter Krankengymnasten mit dem Zusatz Osteopathie, ebenso spezialisieren sich einige Heilpraktiker mit solch einer Zusatzausbildung und auch einige Ärzte.

Die Berufsbezeichnung "Osteopath" ist nicht geschützt. Um an einen gut ausgebildeten Osteopathen zu kommen, ruhig den Therapeuten fragen, wie lange er / sie Osteopathie gelernt hat. Fünf Jahre sollten es sein.

Manche Krankenkassen übernehmen die Kosten für osteopathische Behandlung (so zum Beispiel die Techniker). Am besten googeln mit osteopathie und die eigene Krankenkasse hinzufügen, um zu erfahren, ob die Kosten übernommen werden.

Kommentar von cyracus ,

Osteopathen arbeiten viel mit den Faszien. Hier wird sehr gut erklärt, was Faszien sind, wie Blockaden oder ähnliches Beschwerden verursachen kann, und wie Osteopathen sie behandeln:

Geheimnisvolle Faszien - Neues vom Rücken

http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2013/0129/uebersicht_faszien.jsp

Ich halte sehr viel von Osteopathie. Mir selbst hat eine Osteopathin mit sogenannten "Goldenen Händen" sehr geholfen (zum Beispiel nach einem Schleudertrauma in der gesamten Wirbelsäule) und ebenso mehreren Freunden. - Meine Schwester sollte an der Bandscheibe operiert werden (die Ärzte konnten für sie nichts mehr tun). Glücklicherweise folgte sie meinem Rat und ging zu "meiner" Osteopathin. Nach zwei, drei Behandlungen war sie nahezu schmerzfrei, nach weiteren Behandlungen vollkommen schmerzfrei, und von Operation war keine Rede mehr.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du recht bald dieses blöde Druckgefühl los bist.

Kommentar von bigdady19 ,

Hallo,

Hatte vor einem Jahr eine Op an meinem Unterkiefer. Hier wurde mir Knochen von der Hüfte in den Unterkiefer gesetzt.

Vermute deshalb hierzu keinen Zusammenhang.

Hier hätte man bestimmt was gesehen wenn was mit dem Kiefergelenk gewesen wäre (Fehlstellungen) Hatte zahlreiche Untersuchungen mit 3D Aufnahmen des gesamten Kiefers etc..

Fußschmerzen, Knieschmerzen sind nicht vorhanden. Nur die von mir beschriebenen. (trotzdem Danke für den Hinweis)

Osteopathen / Osteopathin hatte mir der Orthopäde verschrieben. Wenn hiermit die KG, Akupunktur und Massagen gemeint sind?

Mfg

Kommentar von cyracus ,

Krankengymnastik, Akupunktur und Massage ist nicht gleich Osteopathie.

Ein Krankengymnast kann eine Zusatzausbildung zum Osteopathen gemacht haben. Diese Zusatzausbildung dauert um fünf Jahre. Auch manche Heilpraktiker und einige Ärzte haben solch eine Zusatzausbildung gemacht.

Osteopathie bei einem Heilpraktiker muss wohl immer privat bezahlt werden (gegebenengfalls bei der Krankenkasse fragen, ob Behandlung von Heilpraktikern übernommen werden). - Auch wenn ein Arzt Osteopathie anbietet, sollte man nachfragen: zum einen, ob man es privat bezahlen muss, und außerdem, wie lange die Osteopathieausbildung gedauert hat. - Hier schrieb mal jemand, sein Arzt hätte ihn osteopathisch behandelt, wobei es heftig geknackt hätte, und die Schmerzen seien hinterher schlimmer gewesen. DIESER Arzt hatte ganz sicher keine osteopathische Ausbildung gemacht. Denn Osteopathie ist sanft und zugleich tiefgreifend.

Ich empfehle, bei den Krankengymnasten nachzusehen, ob dabei auch steht Osteopath / Osteopathin. Diese Berufsbezeichnung ist zwar (noch) nicht geschützt, Ausbildungsinstitute erlauben ihren Schülern aber erst nach erfolgreicher Ablegung bestimmter Prüfung, sich Osteopath/in zu nennen. - Deshalb auch meine Empfehlung zu fragen, wie lange die Ausbildung gedauert hat.

Krankengymnasten haben also ihre Ausbildung absolviert, in der sie sehr viel über Zusammenhänge im Körper gelernt haben, und haben zusätzlich ca. fünf Jahre Osteopathie gelernt, damit sie wissen, wie genau alles im Körper miteinander "korrespondiert".

Hier ein Video dazu:

Was ist Osteopathie?

http://www.youtube.com/watch?v=Ri3pJ4KkrWQ

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community