Frage von cocka, 64

Dienstunfähig bei psychischen Erkrankungen: Wer zahlt ?

Hallo zusammen,

ich habe Beamtenstatus und bin aufgrund starker Depressionen zur Zeit nicht mehr dienstfähig.

Was ich jetzt bekomme ist natürlich viel weniger und reicht vorne und hinten nicht mehr. Wer erstattet mir die Differenz zu meinen bisherigen Bezügen ?** Kann ich ALG 2 beantragen ?**

Antwort
von sonne123, 64

Hallo cocka, ALG 2 wird dir meiner Meinung nach nicht zustehen, weil du während einer Erkrankung nicht dem Arbeitsmarkt uneingeschränkt zur Verfügung stehen kannst. Aber du könntest mal schauen, was eventuell tarifvertraglich geregelt ist ( öffentlicher Dienst?) Alles Gute und liebe Grüße

Kommentar von walesca ,

Er/Sie schreibt von "Beamtenstatus"!! ALG scheidet damit aus! LG

Antwort
von Mahut, 61

Ich hatte eine Freundin, die wegen Psychischer Störung jahrelang krank war, sie bekam während der ganzen Zeit ihre Beamtenbezüge in voller Höhe, irgendwann hat sie dann ihre Pension beantragt. sie war zu dem Zeitpunkt 50 Jahre alt und bekam dadurch genug Pension. Du solltest mal durchrechnen lassen was du bekommen wirst.

Kommentar von walesca ,

Stimmt, es ist eine reine Rechenaufgabe. Aber ohne triftigen gesundheitlichen Grund wird auch kein Beamter in die vorzeitige Pension geschickt!!!!! Ganz so einfach wie vielfach angenommen wird geht es auch bei den Beamten nicht!!! LG

Antwort
von walesca, 54

Hallo cocka!

Ich glaube, da hast Du schlechte Karten, denn als Beamter unterliegst Du nicht dem Sozialrecht und hast daher auch - so viel ich weiß - kein Anrecht auf ALG2. Du hast ja auch nicht in diese Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Auch Angestellte bekommen nach den 6 Wochen Lohnfortzahlung nur noch ein sehr reduziertes Krankengeld. Aber wenn Du die Rechtslage mal genau wissen willst, solltest Du Kontakt mit der Unabhängigen Patientenberatungsstelle aufnehmen. Die kennen sich sicher auch mit Deinen rechtlichen Ansprüchen genau aus. Anruf genügt!

http://www.patientenberatung.de/beratung-vor-ort/

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von Jonaneele, 46

Meines Wissens nach bekommen Beamte bei Krankheitsausfall auch nach 6 Wochen Krankheit  (bei Angestellten) das vorherige volle Gehalt bis zur Genesung (nicht zeitlich befristet) gezahlt! 

Antwort
von Beavis99, 44

Hallo,

wie schon von den anderen zum Teil geschrieben, ist Deine Frage für mich auch etwas verwunderlich. Beamte bekommen in der Regel kein Krankengeld, sondern fortlaufend Lohnfortzahlung. Es sei denn, Du bist nicht im Beamtenstatus, sondern "nur" Angestellter im öffentlichen Dienst , also dem Beamtentum angegliedert. Dann wäre es so, wie bei fast allen , dass Du nach 6 Wochen das prozentuale Krankengeld bekommst, dieses wird dann idR 78 Wochen gezahlt, danach müsste mann Arbeitslosengeld beantragen, auch wenn man offiziell weiter krankgeschrieben, und im eigentlichen Sinne nicht wirklich Arbeitslos ist. Also wird Dir zum jetzigen Zeitpunkt nicht die Differenz erstattet, es sei denn Du hast privat vorgesorgt ( Zusatzversicherung/Krankentagegeld)

VG  Bea

Antwort
von charlotte7, 41

Beamte bekommen i.d.R.  bei Krankheitsausfall das vorherige volle Gehalt bis zur Genesung (nicht zeitlich befristet) gezahlt. Wieso ist das bei dir anders ?

LG Charlotte

Kommentar von walesca ,

Ganz genau so ist es lt. Aussage meines Mannes (selbst Beamter). Es kann höchstens mal sein, dass Du zu einer amtsärztlichen Untersuchung gehen musst, um die Dienstunfähigkeit zu überprüfen. Aber ansonsten bekommst Du die vollen Bezüge weiter unbegrenzt bezahlt!!!

Antwort
von Fuchur, 41

Es kommt auf die Höhe deines Beamtengehalts an. Wenn es zu wenig ist, kann möglicherweise mit Grundsicherung aufgestockt werden. Möglicherweise, bei Mietwohnung, steht dir Wohngeld zu. Dazu musst du aufs Landratsamt und da zu den entsprechenden Stellen gehen, kannst die Anträge holen und dich informieren. Vorsicht: Manche Sachbearbeiter tun nur so viel, wie sie müssen und geben dir nicht alle Infos zu Geldleistungen oder a.

Wenn deine Depression lange andauert und voraussichtlich nicht in absehbarer Zeit besser wird, kannst du Erwerbminderungsrente beantragen. Die ist erst mal befristet(Dauer 2 Jahre). Danach wird wieder geprüft, ob du arbeitsfähig bist oder noch krank. Bei Erwerbminderungsrente darfst du 3 Stunden täglich und bis zu 450 € monatlich hinzuverdienen. Davon wird nichts abgezogen.

Erwerbminderungsrente kannst du auch zusammen mit einem Mitarbeiter bei deiner Stadtverwaltung ausfüllen, bzw. dort kannst du beraten werden.

Ich wünsche dir alles Gute! Manchmal ist eine zweijährige "Auszeit" weniger mit Stress behaftet als andere Möglichkeiten. Sprich: du hast diese Zeit Ruhe vor den Ämtern.

Antwort
von brido, 40

Beamte mit Alg2 habe  ich noch nie gehört. lass Dich von Dienst freistellen. 

Kommentar von walesca ,

Er/Sie ist doch schon "z.Zt. nicht mehr dienstfähig"!! LG

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