Frage von Anonym283, 76

Die Grenze zwischen Krankheit und Normalität war bei ihr fließend. Was bedeutet dieser Satz genau?

Dieser Satz stand in meinem Entlassungsbericht aus der Klinik. Der genaue Zusammenhang ist: Die Patientin reagierte innerhalb des Therapieraums stark mit verstummen und Dissoziative anmutenden Zuständen, während derer sie sich von inneren niedermachenen Stimmen niedergemacht fühlte. Gleichzeitig war ihre Grenze zwischen Krankheit und Normalität fließend. Sie konnte spielend den Anschein erwecken, selbstbewusst und kompetent, teils sehr unterfordert den Alltag zu bewältigen, und damit die vorhandenen Schwierigkeiten und fehlenden Fertigkeiten hinwegblenden.

Ich hoffe dass mir jemand den Satz so erläutern kann, dass ich ihn nachvollziehen kann. Momentan kann ich leider noch nicht sehr viel damit anfangen.

Lieben Gruß :-)

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Anonym283,

Schau mal bitte hier:
Psychologie Psychiatrie

Antwort
von evistie, 56

Damit soll gesagt sein, dass Deine "Krankheitszustände" nicht plötzlich (d. h. von einer Minute auf die andere) auftraten, als habe man einen Schalter umgelegt, sondern dank Deiner Kompensationsfähigkeit "fließend". Letzteres wiederum bedeutet z. B., dass man Dir nicht unbedingt sofort Deine Krankheit anmerkte, wenn sie manifest wurde, sondern dass Du die Merkmale noch einige Zeit routiniert überspielen konntest.

Ist es so für Dich besser verständlich?

Kommentar von Anonym283 ,

Vielen Dank, so habe ich es nun verstehen können :-)

Kommentar von kreuzkampus ,

Sicher, evestie? Könnte man das nicht auch als "schizophren" interpretieren? Ich halte  es für waghalsig, das zu beurteilen, ohne den Menschen dahinter zu kennen.

Kommentar von evistie ,

Um etwas als "schizophren" interpretieren zu können, fehlt mir die entsprechende Ausbildung.

Ich "beurteile" den Entlassungsbericht nicht, sondern erkläre ihn so, wie ich ihn verstehe. Offenbar hilft es der Fragestellerin weiter.

Bitte dreh mir nicht die Worte im Mund herum, @kreuzkampus, sondern sieh es als das an, was es ist: ein Versuch, der Fragestellerin zu helfen!

Antwort
von StephanZehnt, 23

Hallo ,

was bedeutet eigentlich Dissoziative anmutenden Zustände - dies sind Zustände wo man in eine andere Rolle schlüpft. Obwohl ihr Selbstvertrauen durch innere Stimmen nicht gerade hoch war.

Die Therapeutin / Therapeute war der Ansicht das Du ihm da etwas vorgespielt hast als eine Normalität vorgespielt hast die in Wirklichkeit nicht vorhanden war.

http://www.psy-reile.de/dissoz1.htm

Viele Grüsse Stephan

Antwort
von kreuzkampus, 39

Sowas solltest Du Dir von den Therapeuten erklären lassen. Das müssen sie auch tun! Oder haben sie das schon getan? Eigentlich gehört sowas zum Entlassungsgespräch.

Kommentar von Anonym283 ,

Ein Entlassungsgespräch gab es nicht so wirklich, da das Gespräch nach 5 Minuten ziemlich eskaliert ist. Den Entlassungsbericht gab es auch erst 40 Wochen nach der Entlassung und daher gab es darüber leider kein Gespräch.

Antwort
von brido, 31

Das heißt sie wechselt zwischen der Psychose (oder Dissoziation)  und der Normalität hin und her. 

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