Dialyse immer so hart ? Bitte um Hilfe.
Hi Leute,ich bin Henri und 19 Jahre alt. Ich leide unter Nephritis und werde derzeit mit einer Chemotherapie(endoxan),cortison,blutdrucksenkern und "vorrübergehender" Dialyse behandelt.. Heute habe ich meine zweite Dialyse+Eiweißwäsche hinter mir und es geht mir so Elend wie noch nie in meinem leben. Das kann doch nicht immer so sein oder ? Die Ärzte sagen zwar dass ist normal am Anfang,aber wenn ich mir die andern Patienten anschaue dann sehe ich doch was Sache ist. Außerdem hat sich mein Körper in 2 Wochen grundlegend verändert.überall ist Wasser im Körper.ich habe einen Blähbauch und meine Muskeln haben rapide abgenommen. Ich fühle mich einfach nur unglaublich schwach, was machen die da mit mir ? :( ich bin erst 19,die anderen alle dort schon an die 70. Hoffentlich bleibt das kein Dauerzustand, bitte erzählt mir was dazu.
-
Hilfreichste Antwort von MrsBrightside88 24.05.20123 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Hallo Henry, ich selbst habe nicht deine Krankheit, aber ich leide unter Haut- und Lymphtumoren, und in meiner Familie ist Krebs leider viel verbreitet. Daher kenne ich die Chemotehrapie und auch alles,was da so nebenher passiert. Leider gibt es Menschen, die diesen Cocktail an Medikamenten nicht vertragen und so reagieren wie du. Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schwäche usw. Meistens ist die Verbindung mit einer Bestrahlung noch schlimmer. Aber jeder reagiert anders darauf. Mein Großvater hatte nie die Nebenwirkungen, wie zb meine Tante, der es mieserabel geht. Spreche mit deinen Ärzten darüber, es gibt IMMER Möglichkeiten, deinen Zustand wenn auch nur ein kleines bisschen erträglicher zu machen. Du bist noch sehr jung- ich auch - und manchmal denkt man es ist ungerecht und nicht fair dass man in unserem Alter schon so eine Bürde tragen muss. Falls es dich interessiert, ich habe auch oft Phasen wo ich meine Krnakheiten verfluche, sie hasse, sie sonst wasa heißen könnte und mich frage wieso ich das verdient habe? Das sind Gedanken, die sind nicht nachvollziehbar, aber sie sind WICHTIG. man muss seine Krankheit zwar annehmen und versuchen das Beste aus dem Leben zu schöpfen, man muss damit lernen umzuegehn, es verarbeiten und versuchen so normal wie möglich zu leben. Aber man muss immer seinem eigenen Körper zeigen, wer die Leinen in den Händen hält und das bist DU und nicht die Krankheit. Nur du allein leknst und steuerst dein Leben, deine Gedanken. Solange du deine Gedanken sortierst und auch Gefühle wie Angst Wut Hass Unverständnis usw aussprichst, dann kümmerst du dich darum, auch im Kopf und in der Seele nicht krnak zu werden. das ist mein Tipp an dich - egal was dir das Leben noch bietenwird - spreche darüber, egal mit wem, egal wie oft und wie lange. Friss nichts in dich hinein und überlasse deiner Krankheit nicht die Macht, dich zu bestimmen. Mir fällt das selbst auch oft schwer, dennoch gebe ich mir Mühe,dass ich das immer jeden morgen versuche mir vorzunehmen. Vielleicht hilft dir das ein klein wenig weiter! Lass deinen Kopf nicht hängen, gebe dich bitte nie auf, und frage dich nicht "wieso ich!?" Das Schicksal gibt nur den Menschen solch eine Last,weil es weiß,dass genau diese Menschen auch damit klar kommen. "Nur die besten Trauben werden stets am härtesten gepresst!"
alles Gute!!!
-
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Hier findest Du Erfahrungsberichte von Patienten, die ebenfalls Deine Erkrankung hatte und mit Cortison und Endoxan behandelt wurden. Wenn man es liest, kannst Du Hoffnung haben, dass nach dem Absetzen der Medis es Dir auch bald besser gehen wird.
http://www.sanego.de/38118_Nebenwirkungen_von_Endoxan
Gute Besserung für Dich und halte durch, damit es nicht chronisch wird!
-
-
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Bei dem was da alles in dich reingeschüttet und gestopft wird, wundert es mich nicht, dass du schwach und müde bist. Diese Medikamente sind nicht so harmlos, wie die Ärzte es einen glauben machen wollen. Gerade eine Chemo belastet den KÖrper ungemein. Vielleicht ist es für dich besser, du weisst das und weisst, dass im Moment nur Geduld dir über den Berg helfen kann. Werde nicht mutlos. Du weisst, dass es nach der Behandlung wieder besser wird. Frag deine Ärzte, was du tun kannst, um wenigstens ein Minimum an Fittness zu erreichen. Wäre vielleicht ein unterstützendes Präparat vom Heilpraktiker eine Idee, das deiner Leber hilft, um die Giftstoffe zu verarbeiten? Leider kann ich dir nicht sagen, dass alles halb so wild ist. Es ist beschwerlich, so eine Behandlung über sich ergehen zu lassen. Aber sei geduldig und mutig. Lass dir helfen dich besser zu fühlen und vertrau darauf, dass es kein Dauerzustand wird. Alles gute für dich und gute Besserung.
-
-
Hi Henry,
habe bei Google eine neue Therapie der Uni Greifswald gefunden.
Klick mal.
http://idw-online.de/pages/de/news442503
Unten auf der Seite ist die Adresse der Uni und vom leitenden Professor
Vielleicht hilft dir das etwas weiter.
Alles Gute ! .............................................................................................................................................................