Frage von Soley, 26

Diabetes: Beginn einer Insulinbehandlung

Ich bin 65 und etwa seit 20 Jahren Diabetikerin.Ich habe bislang Medikamente eingenommen und jetzt soll ich mit der Insulinbehandlung beginnen.Davor fürchte ich mich nicht vor dem Spritzen selbst,sondern vor Gewichtszunahme und Verkomplizierung des Alltags.Ich verstehe auch nicht,warum mir Insulin gegeben werden soll,da meine Bauchspeicheldrüse selbst noch genügend produziert.Bis vor etwa 2 Jahre hatte ich passable Werte-damals nähme ich actos.Das wurde dann kurzerhand nicht mehr von der Kasse bezahlt und ich stand geeignetes Medikament da.Die Werte steigen auf über 9 und blieben,danach bekam ich neue Medikament aber es half wenig.Ich habe jahre lang 5 mal die Woche täglich 30 Minuten Sport getrieben auf mein Essen geachtet usw. in 6 Jahren etwa 12 kg abgenommen.Es erscheint mir so widersinnig -es wird nicht bestritten,dass man meistens durch die Insulinbehandlung zunimmt..Meine Lebensqualität bleibt dann wohl endgültig auf der Strecke.Wenn ich gewußt hätte was auf mich zukommt,hätte ich dafür gekämpft,actos weiter zubekommen(mein Mann und ich haben sehr wenig Geld zum leben.Aber vielleicht sehe ich ja alles zu schwarz,vielleicht gibt es ja tatsächlich noch andere Möglichkeit---Ich bin gespannt auf Ihre Zuschriften…,vielen Dank im voraus , Grüß !

Antwort
von gerdavh, 26

Liebe Soley, viel kann ich Dir leider nicht schreiben, was Dir bezüglich der Insulinspritzen weiterhelfen könnte. Bestimmt melden sich noch Diabetiker heute bei Dir. Aber ich habe soeben gelesen, dass Actos vom Markt genommen werden musste, weil es stark in dem Verdacht steht, bei Männern Blasenkrebs zu erzeugen. Das hätte Dich persönlich zwar nicht betroffen, aber wenn Studien vermehrt Krebserkrankungen durch bestimmte Medikamente bestätigen, dürfen diese nicht mehr vertrieben werden. Das ist also keine Sparmaßnahme Deiner Krankenkasse, sondern ein generelles Verbot für Actos (in Deutschland und Frankreich). --- Es ist doch gar nicht gesagt, dass Du jetzt extrem zunimmst. Viele Menschen spritzen sich Insulin in ihre Bauchdecke und sind trotzdem nicht übergewichtig. Alles Gute. Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Da Dir bislang außer mir noch niemand geantwortet hat, habe ich mal für Dich unter dem Stichwort "Insulin Gewichtszunahme" gegoggelt. Dort steht, dass man nur dadurch zunimmt, weil sich die Stoffwechsellage durch die Insulingabe verändert. Das heißt, dass Kohlehydrate dem Körper besser zur Verfügung stehen und der Patient deshalb zunimmt, weil er weiterhin so isst, wie er es bislang gewohnt war.. Wenn Du diese Bedenken Deinem Arzt mitteilst, kann dieser jedoch durch die Insulinform, die Du bekommen sollst, durchaus im Vorfeld die von Dir gefürchtete Gewichtszunahme minimieren. Lass Dich doch einfach bezüglich Deiner künftigen Ernährung von ihm beraten. Du kannst Dich auch selbst im Diabetes-Forum erkundigen. Vielleicht bekommst Du ja dort hilfreiche Antworten. lg Gerda

Antwort
von niaweger, 20

Vielleicht sprichst du deinen Arzt einmal auf eine Behandlung mit Victoza (Wirkstoff = Liraglutid) an. Dieses Medikament wird zwar, wie Insulin, unter die Haut gespritzt - aber es führt nicht zu ungewollter Gewichtszunahme. Ich würde das an deiner Stelle mal ansprechen - vielleicht kannst du damit die Insulintherapie noch vermeiden...

Antwort
von StephanZehnt, 19

Hallo Soley,

dieses Actos ist so ein klein wenig umstritten. Die FDA hat zum dem Medikament eine Testreihe gemacht. bei etwas mehr als 193000 Diabetespatienten.

Dabei wurde festgestellt das verstärkt Blasenkrebs auftrat. Bei einer weiteren Studie die im British Medical Journal (Mai 2012 ) schrieb man von 83 % ..... Man sagt auch das Pioglitazon eine Herzinsuffizienz verursachen oder verschlimmern kann.

Als Alternativen sagt man solle man auf Präparate wie Metformin und Sulfonylharnstoffe zurückgreifen Dies wären z.B. Glimepirid (Markenname Amaryl) oder auch Glibenclamid (Markenname DiaBeta) Dazu Repaglinid (Markenname Prandin) - Acarbose (Markenname Precose - Saxagliptin (Markenname Onglyza). (ob es diese Medikamente auch alle in Deutschland gibt ?)

Ob Byetta und Metformin (gibt es in Deutschland) bei Dir genau so gut funktioniert wie bei einer Patientin (Bericht) ? Du müsstest mit Deinem oder Deiner Diabetologen bzw, D. ..gin sprechen was bei Dir am sinnvollsten ist. Denn nur die kennen Deine Werte und wissen was möglich ist oder nicht!

Nun hast Du geschrieben Zitat - neue Medikamente .... welche waren denn das ??? Bis vor zwei Jahren hatte ich ..passable Werte-damals das ist schon einige Zeit her.....

Ja und in der Zwischenzeit ..konstant 9 mmol/l ?

Das wirst Du ja schon kennen http://www.pflege-abc.info/pflege-abc/artikel/blutzucker_normwerte.html

Es gibt viele Foren zum Thema Diabetes z.B. forum.diabetesinfo(de) oder auch diabetes-forum..

Es ist möglich das Du Dir eine Zweitmeinung holst und der Arzt evtl. noch einmal auf Tabletten umsteigt.. . Aber aufpassen spritzen ist besser als taube Zehen oder gar schwarze Zehen. Die ich auch schon gesehen habe!!!

VG Stephan

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