Frage von angel2000, 82

Depressionen & Selbstmordgedanken, was soll ich tun?

Hallo Leute,

Ich bin weiblich, 14 Jahre alt und leide seit sätzungsweise ca. 2 Jahren an Depressionen. Ich war schon mal für 4 Tage in einer Klinik weil ich mich versucht habe umzubringen das war letztes Jahr im Januar. Naja bis jetzt war es eigentlich nicht mehr so schlimm ich hatte nur noch selten Selbstmordgedanken ( Ich war deshalb nicht in Behandlung). Doch seit ein paar Tagen sind sie wieder da. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt meine neue Psychiaterin zu bitten mich in eine Klinik einweisen zulassen. Allerdings kriege ich Panikattaken wenn ich nur an Klinik denke.

Was soll ich tun???

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Antwort
von Fischkopp, 82

Hallo angel2000,

du schreibst, dass du seid ca 2 Jahren an Depressionen leidest und bereits 4 Tage in einer Klinik warst. In diesem Alter - das hilft dir jetzt auch nicht weiter - kann es schon mal vor kommen, dass einem das Leben sinnlos erscheint. Diese Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen, denn ich hatte sie in deinem Alter auch. Heute - ich bin 75 Jahre alt - bin ich dankbar damals nicht Schluß gemacht zu haben, denn das Leben hat mir - außer meinen Hobbys - drei wunderbare Enkel beschert. Ich empfehle dir dringend, erreichbare Ziele, die dir Spaß machen anzustreben und vor allem setze dich nicht unter Stress. Mache öfter mal was dir persönlich Spaß macht und vor allem sei immer du selbst und nicht so wie dich andere haben möchten. Nur so ist das erforderliche Selbstbewustsein und die daraus resultierende Freude am Leben erreichbar.

Ich wünsche dir alles denkbar Gute! Fischkopp

Kommentar von elliellen ,

Sehr gute Antwort!

Kommentar von rulamann ,

@Fischkopp, wenn 100... Daumen geben dürfte, würde ich es bei dieser Super-Antwort tun!!!!!!! Viele Grüße von mir.

Kommentar von Fischkopp ,

Danke für die Anerkennung, auch mir kommen öfter solche Gedanken, wenn ich Antworten von dir lese! Auch von mir viele Grüße.

Kommentar von elliellen ,

Ach wie schööön euer gegenseitiges Lob. Das muss auch mal sein hier im Forum. LG euch beiden!

Antwort
von Nelsy, 62

Hallo ! Also ich bin 15 und weiblich . Ich hatte das gleiche "Problem " wie du . Bei mir hatte es sich gang langsam entwickelt im Alter von 7 Jahren . Damals sind wir umgezogen ( haben vorher bei Oma und Opa im Haus gewohnt ) und ich bin ein Mensch der ganz schlecht mit Veränderungen umgehen kann ( auch bei kleinen Veränderungen) . Es wurde immer schlimmer ich habe angefangen mich selbst zu verletzten und meinen Suizidversuch zu "planen" . Meine Eltern sin mit mir zu einem Vorgespräch in einer Psychtischen Einrichtung gewesen , dort musste ich wegen meinen Selbstmord Gedanken auch bleiben . Mir ging es aber dort rapide schlechter so das meine Eltern mich gegen den ärztlichen Wissen mitgenommen habe . Von da an ging es bergauf . Ich hatte schon immer den Traum von einem Hund . Ich musste sehr viel Überzeugungsarbeit leisten , doch letztendlich habe ich es Geschäft und habe einen Hind aus dem Tierheim bekommen . Meine Psychologien war erstaunt was dieser Hund ausgelöst hat es ist einer Art Wunderheiler. Er hat mir neuen Lebensmut gegeben . Ich hoffe du hast auch einen Realistischen Traum , wenn ja dann erfüll in dir das gibt Kraft . Lg

Antwort
von elliellen, 52

Hallo angel2000!

Ich bin von der Antwort von @Fischkopp begeistert und kann mich dem nur anschließen. Du bist 14 Jahre alt und mitten in der Pubertät, in deinem Hormonhaushalt (und deinem Kopf) geht alles drunter und drüber und solche Gedanken haben viele Jugendliche. Diese Gedanken sind nicht mit Depressionen von Erwachsenen vergleichbar und ich kann verstehen, dass du Panik bei dem Gedanken an einen Klinikaufenthalt hast. Das wäre für ein 14jähriges Mädchen auch nicht der ideale Ort.

Wie @Fischkopp bereits schrieb, solltest du viele soziale Kontakte knüpfen, ich kenne dein Umfeld nicht, Familie oder Freundeskreis. Wichtig ist, dass du dir neben deinen Pflichtaufgaben wie Schule u.s.w. auch Hobbies suchst, die dir Freude machen, so bekommst du Aufgaben, die dir Erfüllung und Freude bringen. Vielleicht magst du Sport oder ein Musikinstrument lernen. Du wirst sehen, in 10 Jahren sieht alles ganz anders aus (-;

Alles Gute für dich!

Kommentar von Fischkopp ,

Danke für diese sehr gute Ergänzung! Fischkopp

Kommentar von elliellen ,

Sehr gerne(-;

Antwort
von gerdavh, 63

Hallo, wenn Du selbst darüber nachdenkst, Dich in einer Klink einweisen zu lassen, solltest Du das auch durchziehen. Hast Du vielleicht Panikattacken wegen "dieser" Klinik? Es gibt sehr viele psychiatrische Kliniken in Deutschland; evtl. würde es Dir helfen, Dich dieses Mal in einer anderen Klinik einweisen zu lassen. Sprich mit Deiner Psychiaterin darüber - sie kann ja dann mit Dir gemeinsam nach einer guten Klinik suchen. Ich wünsche Dir alles Gute. lg Gera

Kommentar von pferdezahn ,

Lese Mal die Nebenwirkungen (werden leider nicht vollstaendig bei allen Medikamenten angegeben) deines Medikamentes durch (erschuetternde Nebenwirkungen gaengiger Antidepressiva).

Antwort
von charlotte7, 44

Hallo angel, die Zeit der Pubertät ist doch für viele Betroffene nicht gerade einfach. Da muss man erst mal durch. Und da können auch mal Depressionen und Suizidgedanken auftreten.Allerdings haben die Depressionen eine Ursache, die man schon ernst nehmen und klären sollte. Das ist wichtig, weil Medikamente nicht bei der Ursache ansetzen, sondern nur die Symptome bekämpfen.

Der Klinikaufenhalt hat dir offensichtlich nicht nachhaltig geholfen und du hast starke Widerstände gegen einen erneuten Aufenthalt, wie deine Panikattacken deutlich zeigen. Von daher wäre zu überlegen, ob es nicht besser wäre, eine andere Form der Therapie zu versuchen. Depressionen etc. werden ja nicht nur von Psychiatern (Ärzte) behandelt, sondern auch von Psychologischen Psychotherapeuten (Psychologen). Falls das dein Wunsch sein sollte, kannst du mit deinem Hausarzt sprechen und der kann dich dann entsprechend überweisen. Oft bringt auch der Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik mehr Erfolg als in einer normalen Psychiatrie.

Ausserdem ist ausreichende Bewegung (Sport, Sportverein etc.) und eine vollwertige Ernährung unheimlich wichtig. Eine Ernährung, die ausreichend Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe enthält, weil eine unzureichende Vitalstoffversorgung (z.B. Mangel an Vitamin B 1 etc.) und bestimmte Nahrungsmittel wie z.B. (versteckte) ungünstige Fette, Zucker- und Mehlprodukte etc. die Entstehung einer Depression ursächlich begünstigen können.

Auch die Umstellung des Hormonsystems könnte bei der Entstehung einer Depression etc. eine Rolle spielen. Der Organismus muss sich eben noch entwickeln, festigen und stabilisieren. Besprich das am besten einfach mal vertrauensvoll mit deinem Hausarzt und lass dich durchchecken. Das ist die beste Grundlage, um wieder auf den Weg der Gesundheit zurück zu finden.

Kommentar von AlmaHoppe ,

Auch eine Super-Antwort !!! DH !!!

AlmaHoppe

Antwort
von evistie, 40
Was soll ich tun???

Das, was Dir Dein Verstand sagt: Dich erneut in eine Klinik einweisen lassen. Denn Du bist suizidgefährdet. Aber eigentlich willst Du gar nicht sterben, stimmt's? Du willst nur, dass es Dir endlich wieder besser geht. Dort kann Dir geholfen werden, das hast Du ja bereits erlebt.

Deine Panikattacken solltest Du als Bestandteil Deiner Erkrankung akzeptieren. Die Panikattacken werden weniger und verschwinden, wenn Du Dich therapieren lässt.

Bitte sprich umgehend mit Deiner Psychiaterin über einen Klinikaufenthalt! Dir selbst zuliebe.

Antwort
von doktorhans, 42

Sie sollten die Nummer einer Krisenintervention oder einer Telefonseelsorge wählen.

Antwort
von Hooks, 42

Laß abchecken, wie Deine Vitalstoffversorgung aussieht.

Mangel an B1 macht Depressionen. Ißt Du Zucker oder Mehl oder produkte daraus? Trinkst Du Kaffee oder Tee? Dann hast DU mit hoher Wahrscheinlichkeit Mangel an B1.

Vielleicht hängt das auch mit Deinem Zyklus zusammen. Östrogenmangel macht Depressionen. Hast Du auch unreine Haut oder Pickel? Dann hilft frische Hefe aus dem Supermarkt (alle paar Stunden würfelgroße Bröckchen) oder 1-2x täglich 1 TL Brennesselsamen, gibts bei phytofit.de

Hast DU Dich mit der übersinnlichen Welt beschäftigt? Depressionen können auch daher kommen. Der Teufel schenkt einem nichts. Auch Yoga, Reiki ode Besprechen fallen in diese Kategorie.

Ganz allgemein macht auch Mangel an Vitamin D Depressionen und in der Summe "Winterschlafsymptome".

Kommentar von Hooks ,

http://www.nightlight.de/klartexte/selbstmordgedanken.html

hier findest Du ein paar gute Gedanken, vielleicht helfen sie Dir weiter. Du kannst da auch Kontakt aufnehmen.

Antwort
von Franzi210501, 45

Hallo, ich bin in deinem Alter und manchmal erscheint einem das Leben einfach nutzlos. Aber gibt Bitte nicht auf ! Wie ich hier in den Antworten gelesen habe...habe viele andre Leute schon Erfahrungen damit gesammelt. Vertrau dich doch deinen Freunden an sie können bestimmt mit dir offen reden und dir helfen. Aber bitte gib nicht auf! Du musst das Leben genießen !:* Lg und Alles alles Gute Franzi:)

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