Frage von melina1188, 8

Depression, therapie?

Abend, ich bin 18 jahre alt und habe ein Problem, ich bin mir nicht sicher ob ich wirklich unter Depression leide. Ich habe angst mich in Therapie zu begeben und ich habe angst davor mich nicht in Therapie zu begeben. Ich habe jeden tag 24h lang nur Selbstmordgedanken das einzige was mich davon abhält ist die angst vor den schmerzen die ich dann meinen Eltern zufügen würde. Selbstverletzen tu ich mich auch. Selbst die alltäglichen dinge fallen mir schwer ich will nichts mehr und wenn ich mit meinen freunden draußen bin dann auch nur gezwungenerweise und dann spiel ich die glückliche sorgenlose vor. Ich fange plötzlich an zu weinen ohne grund, im einen Moment empfinde ich nichts im nächsten heule ich. Genauso wie auf der arbeit, da ich ziemlich neu dort bin hat mir meine Chefin nur sehr aber wirklich sehr freundlich gesagt wie ich etwas machen muss, ich hatte danach so einen kloß im hals und bin sofort ins Aufenthaltsraum gegangen und hab mir die augen ausgeheult. Ich habe angst vor der Zukunft bzw. ich will sie eigentlich gar nicht. Nachts krieg ich die Augen nicht zu und Appetit hab ich auch kaum mehr oder ich bekomm extreme fressattacken. Meine hauärztin hat gesagt es liegt bestimmt an der Schilddrüse aber kann das echt sein? Ich hasse mich selbst so sehr, um genauer zu sein hasse ich absolut nichts und niemanden mehr wie mich selbst. Ich weiß das eine ferndiagnose nicht festgestellt werden kann aber ich habe kein Geld für einen Psychologen und weiß auch nicht ob das die krankenkasse bezahlen würde. Wenn ich wirklich Depression habe, kann ich dann ambulant behandelt werden oder sollte es lieber stationär sein? Ich bitte um eine ernstgemeinte antwort denn ich bin langsam echt am verzweifeln

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Antwort
von sonne123, 5

Hallo melina,

die Telefonseelsorge ist schon ein guter Rat,vor allem in akuten Situationen ganz anonym.Aber das alleine wird dir nicht helfen.Du brauchst jemanden,dem du dich anvertrauen kannst,professionelle Hilfe.Es ist keine Schwäche Hilfe anzunehmen,sondern ein Zeichen von Stärke und Mut, du mußt es jedoch auch zulassen und dir die Zeit geben,die es braucht, nicht von heute auf morgen.Ob nun stationär oder ambulant kann ich dir leider nicht sagen,was besser wäre.Mein Rat:mach doch bitte einen Termin bei einem Facharzt für Psychiatrie und/oder alternativ ganz unverbindlich bei einem Psychologen (es ist keine ÜW notwendig).Im übrigen mußt du dir keine Gedanken wegen der Kosten für eine Psychotherapie machen,diese werden in der Regel von den KK übernommen.Einzige Voraussetzung ist,das dieser Therapeut (nicht Facharzt) eine kassenärztliche Zulassung besitzt.Ganz hilfreich wäre auch bei der KK nach einer Liste in Frage kommender Therapeuten zu fragen.Diese könntest du der Reihe nach abtelefonieren,weil es mitunter sehr lange Wartezeiten für einen freien Platz gibt.

Du fragst,ob es an der Schilddrüse liegen kann.Hat es deine Hausärztin nur gesagt oder auch untersucht,z.B. abtasten,Bestimmung der Schilddrüsenhormone im Blut?

Melina,du bist jung,viel zu jung um sich jetzt schon mit solchen negativen Gedanken und Gefühlen zu quälen und ich bin mir sicher,das du es schaffen wirst,du mußt es nur zulassen,die Angst überwinden,das wünsche ich dir sehr!! Liebe Grüße

Antwort
von gerdavh, 4

Hallo, das kann sehr gut sein, dass die Schilddrüse die Ursache für Deine Depressionen sind. Sehr viele unbehandelte Schilddrüsenerkrankungen gehen mit starken Depressionen einher, ich weiß wovon ich schreibe. Als bei mir noch keine Diagnose vorlag (habe Hashimoto, das ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse), hatte ich auch depressive Phasen. Lass das unbedingt abklären. Allerdings war das bei mir nicht so stark ausgeprägt, wie Du das hier schilderst. Ich würde unabhängig von der Untersuchung bei einem Nuklearmediziner oder einem Endokrinologen auch eine Therapie bei einem Psychologen oder Psychiater in Betracht ziehen. Eine Behandlung bei starken Depressionen wird von der Krankenkasse bezahlt, vor allem dann, wenn Du zu einem Psychiater gingest - das ist ein Arzt. Aber auch die Kosten bei einer Behandlung bei einem Psychotherapeuten wird in der Regel von der Krankenkasse zu 100 % übernommen. Da brauchst Du Dir überhaupt keine Sorgen zu machen. Alles Gute für Dich. lg Gerda

Antwort
von nichschlimmjim, 2

Hay Melina, gehe bitte zu einem Psychologen. Das Wort "Selbstmordgedanken" lässt sofort meine Alarmsirene aufheulen! Du bist 18 Jahre jung und denkst ständig an Suicid. Das bedarf ganz klar professioneller Hilfe! Mach bitte keinen Scheiß und besorg Dir einen Termin bei einem Psychiater/Psychologen/Neurologen! Die Krankenkasse bezahlt natürlich, wenn Du dein Problem deinem/deiner Hausarzt/tin schilderst und dieser Dir eine Überweisung gibt. Das wird man auf jeden Fall tun. Nur solltest Du Dir im Klaren darüber sein, dass schlimmstenfalls eine Einweisung in eine geschlossene psychiatrische Abteilung mit engmaschiger Überwachung folgen könnte. Da Du dich aber nicht selbstverletzt und Dir Gedanken über Deine Angehörigen machst, scheinst Du mir noch einigermaßen realistisch zu denken. Behalte bitte Ruhe und kümmere Dich um eine Überweisung zu einem Facharzt! Ich hasse mich auch manchmal. Und Angst vor der Zukunft hat (fast) jeder. Das ist aber kein Grund für einen Suicid! Bitte bitte bitte suche deinen Arzt/tin auf und erzähle ihm/ihr von dem, was Dich bedrückt!!! Viel Erfolg und schmeiß Dein junges Leben bitte nicht weg, bitte!

Antwort
von amike, 2

Vielleicht kann dir auch die Telefonseelsorge helfen. Nummer gegen Kummer e.V. ist die Dachorganisation des größten telefonischen und kostenfreien Beratungsangebotes für Kinder und Jugendliche. Ich finde Gespräche immer am hilfreichsten, aber es gibt auch eine email Beratung im Angebot. Schau mal hier: www.nummergegenkummer.de/cms/website.php?id=/de/index/kinder_und_jugendtelefon.h... - ich hoffe, ich konnte helfen

Antwort
von charlotte7, 2

Bei deinen Beschwerden, die dich doch sehr belasten dürften und die du sicher auch los werden möchtest, gibt es nur eins: eine gründliche Therapie sowohl medizinisch als auch psychotherapeutisch. Und ist doch toll: man ist an deiner Gesundheit interessiert und die Krankenkasse übernimmt die Kosten ! Von dir wird nur verlangt, dass du da hin gehst und die Hilfe in Anspruch nimmst. Das bekommst du doch sicher hin .

Antwort
von sandro1983, 3

Hallo melina1188,

melina ist ein schöner name ;)

nun zu deiner frage:

also zuerst solltest du zum hausarzt gehen und dein verdacht auf depressionen äußern. von ihm bekommst du dann eine überweisung zum psychologen. du suchst dir in deiner stadt ein paar psychologen und rufst dort wegen eines termins an. da viele psychologen quasi ausgebucht sind solltest du nicht nach 5 oder 6 missglückten anrufen aufgeben. immer weiter versuchen einer findet sich immer der noch termine frei hat. ich habe damals sage und schreibe 18 absagen am telefon erhalten beim 19 anruf hat es dann geklappt. wenn du einen termin hast gehst du dort hin und erklärst deine probleme. der psychologe kann die dann sagen ob für dich eine psychotherapie in frage kommt. er beantragt dann die kostenübernahme bei deiner krankenkasse. der psychologe weiß was er schreiben muß damit die kosten von der kassen bezahlt werden.

aber so wie du dein problem schilderst denke ich das für dich auf jeden fall eine therapie in frage kommen würde!

alles gute und viel glück!

lg sandro

Antwort
von bluecamel, 1

Hallo,die Therapie von Depression wir meist mit Antidepressiva begonnen..... LG bluecamel

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community