Frage von Angstmaus, 13

Depression mit 17, Stufe: 10/10

Ich bin 17. Ich leide seit nun genau 12 Monaten an Depressionen und ängsten. Ich bin auch schon bei einem Psychologen, aber meine Eltern und mein Hausarzt und sogar meine anderen Ärzte( Endokrinologe, Frauenarzt, Homöopath) raten mir von Anti-Depressiva ab.

Es geht mir wirklich schlecht. Ich fühle mich seit 12 Monaten schwach, erschöpft, leer(im Magen), stechen dort Stechen da... und es wird mit jedem Monat schlimmer und dabei habe ich tausend Untersuchungen hinter mir.

Ich habe erst jetzt erkannt dass es eine Depression ist. Dabei mache ich 6h pro Woche Sport.

Ich schlafe jede 2. Nacht nicht oder schlafe nur nach 5h ein und nur für 3h.

Ich habe seeeeehr viele körperliche Beschwerden und habe auch Angst. Am Morgen gehts mir echt doof und am Abend heule ich nur

Raus gehen macht mir Angst wegen der inneren Unruhe, inneres Zittern.

In der Schule, wenn ich nach 30min von ihr schon genug habe dann fange ich an zu beben und ein Ohnmachtsgefühl erscheint. -->Leere im Magen, Stechen in der Brust

Ausserdem bin ich in der Physiotherapie wegen HWS-Syndrom( schlimme Verspannungsknoten)

Plus ich bilde mir immer sachen ein und bin seeehr verletzlich.

Ich habe keine Motivation mehr...ich kann mich auch auf gar nichts mehr freuen, da meine Hintergedanken mir sagen "Was freust du dich so, du wirst dort eh nie hingehen, weil du zu schwach dafür bist und in Ohnmacht fallen wirst" (das ist doch eine Depression oder?)

Früer hatte ich immer Motivation aber irgendwie hatte ich Stress und das alles hat sich nach einem halben Jahr Stress in Depression und ängste umgewandelt.

Wie kann ich es auf natürliche Weise heilen? (Johannisbeer oder so...und Sport? Gibts da noch was?) meine Psychologin hilft mir echt nicht weiter, denn alles was sie sagt, habe ich schon im Internet gelesen(mein neues Hobby :/)

-Symptome: Schwindel, Zittern, Kopfweh, Bauchweh, Schwäche, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Nackenschmerzen, ANGST

Was mir hilft:

  • jeden Abend heulen
  • zuhause sein und mit meinen eltern!
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Antwort
von gerdavh, 7

Hallo, wenn ich mir Deine ganzen Fragen so anschaue, kann Dir eigentlich nur eine gute Therapie bei einem Psychologen oder Psychiater helfen. Tabletten sind da keine Lösung. Wenn diverse Ärzte und Dein Homöopath davon abraten, Antidepressiva zu nehmen, wird das seinen Grund haben. Die werden Dich ja schon etwas besser kennen, als wir hier. Ich weiß nicht, ob Du das schaffen kannst, aber probier doch mal aus, Dir zu sagen: Wenn ich da und da hingehe, das wird schön!! Ich falle nicht in Ohnmacht, dafür gibt es keinen Grund! -- Wie sieht es eigentlich mit Deiner Ernährung aus? Isst Du genug? Isst Du vitaminreich und gesund? Falsche Ernährung kann sich durchaus auf die Psyche auswirken. Wenn ich z.B. nicht genug esse, habe ich auch keine Energie mehr (ganz normal) und verliere auch leicht die Nerven (Weinen?). Da werden die kleinsten Alltagssorgen zu unlösbaren Probleme. Oder ein anderes Beispiel: Wenn ich nicht genug trinke (was glücklicherweise nicht oft vorkommt), wird mir schwindlig, ich habe Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen und ich habe dann auch keinerlei Motivation raus zu gehen und fühle mich entsprechend dann auch psychisch miserabel. Wenn Du weiterhin zu Deinen Therapiestunden bei Deinem Psychiater gehst und Dich zusätzlich homöopathisch behandeln lässt und gesund ernährst, wird das bestimmt besser mit der Zeit. lg Gerda

Antwort
von Alois, 5

Hallo Angstmaus,

du hast also selbst erkannt, dass du eine Depression hast? Und dann auch noch "Stufe 10/10" ?

Leider kenne ich nur eine Klassifizierung ICD-10-GM-2014 nach WHO, aber diese Kombination habe ich noch nie gesehen.....

Meiner Meinung handelt es sich hier um keine Depressio sondern schon eher um eine Persönlichkeitsstörung;

Mein Rat: Vorstellung bei einem erfahrenen Psychiater, im Idealfall einem Spezialisten für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Bis dahin würde ich dir empfehlen, auf emotionale Weise herauszufinden, was du eigentlich verdrängen willst; sollte dir dies nicht möglich sein, solltest du zunächst über deine Präferenzen nachdenken: Welche Anforderungen stellst du an das Leben und dich selbst und was ist dir wirklich wichtig?

Liebe Grüße, Alois

Kommentar von Alois ,

Mir ist durchaus bekannt, dass eine Persönlichkeitsstörung frühestens ab dem 18. Lebensjahr diagnostiziert werden darf - aber dann müsste ich das Problem fachspezifisch und für Laien unverständlich umschreiben.....

LG, Alois

Antwort
von Lapiszlazuli, 4

Medikamente sind nicht immer der beste Weg, um psychische Probleme zu behandeln. Man wird durch diese Medikamente nur ruhig gestellt, das eigentlich Problem verschwindet nicht. Es ist aber wichtig, der Ursache für die Belastungen auf den Grund zu gehen. Wenn die Therapie beim Psychologen nicht ausreicht, dann würde ich an deiner Stelle stationär in eine psychosomatische Klinik gehen. Dort wird man sich gut um dich kümmern und mit dir gemeinsam eine Lösung für deine Probleme suchen. Alles Gute.

Kommentar von betmann ,

Solche Kommentare sind der Grund, dass psychische Probleme oft nicht ernst genommen werden und man so schwer an die richtigen Medikamente kommt. Psychopharmaka sind sehr wohl der richtige Weg, denn sie ermöglichen vielen Menschen erst, ihre Probleme in den Griff zu bekommen!

Antwort
von Muffin89, 4

Hallo Angstmaus,

ich hatte jahrelang mit Ängsten und Depressionen zu kämpfen. Bei mir ging das ganze mit 21 los. Jetzt bin ich 25 und mir geht es wieder ziemlich gut (wenn auch ein kleiner Rest bleibt). Weißt du wovon das Ganze bei dir gekommen ist? Was für eine Therapie machst du? Vielleicht hilft dir eine Selbsthilfegruppe. Ich weiß nicht wo du wohnst, aber in München gibt es zum Beispiel eine, die mir sehr gut geholfen hat. Ich weiß, dass es die HÖLLE ist, aber ich weiß auch, dass es besser wird, wenn man kämpft. Ich habe keine Medikamente genommen und kann einerseits sagen, dass man es auch ohne schaffen kann, andererseits kenne ich aber auch Menschen, denen sie sehr geholfen haben... Wenn du so viel Angst hast wird der Alltag zur Hölle... deswegen würde ich dir raten kleine Schritte zu machen... Nicht gleich das wovor du am meisten Angst hast machen, sondern mit etwas anfangen vor dem du ein bisschen Angst hast und dann, wenn du es geschafft hast, stolz sein... und so weiter :) Und irgendwann merkst du, so wie ich jetzt, dass du vor vielen Dingen, die für dich der Alptraum waren, keine Angst mehr hast, dass du kein Stechen mehr in der Brust hast, kein Herzrasen, keine Schweißausbrüche mehr. Und dann fängt das Leben wieder an Spaß zu machen und du kannst nach und nach wieder das tun, was du tun möchtest :) Schreib mir ruhig, wenn ich dir noch mehr Infos geben soll, kenn mich wirklich recht gut aus mit dem Ganzen :)

Antwort
von betmann, 3

Hör nicht auf die, nehme selbst seit einiger Zeit Antidepressiva und glaub mir, die heißen nicht ohne Grund so! Leide schon seit Jahren an verschiedenen psychischen Problemen, Depression ist nur ein schwacher Teil davon und ich bin froh, dass ich die richtigen Medikamente habe. Informier dich am besten aber selbst erst, was es so gibt, vielleicht würde auch ein kurzer Psychiatrie Aufenthalt gut tuen? Die wichtigste Aufgabe ist es jedoch, dass du an dir selbst arbeitest, und das Leben genießt, auch wenn es schwer ist. Glaub mir, wenn ich zurückblicke kann ich nur darüber lachen, wie es mir ging und wie es mir jetzt geht. Also schau nach vorn und beschäftige dich mit Freunden und Dingen, die dich erfüllen und nimm nicht alles zu ernst. Denn ein Problem ist nur so schlimm, wie du es dir einredest!

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