Frage von Partyschreck, 56

Darf man über 50 wirklich nur noch 1500 Kalorien zu sich nehmen?

Ist das wegen der Wechseljahre und betrifft das sowohl Männer als auch Frauen?

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Antwort
von gerdavh, 53

Hallo, wie @evistie bereits ausgeführt hat, kann man da keine generelle Aussage machen. Ein Bauarbeiter mit 53 Jahren dürfte wohl kaum mit 1.500 Kalorien auskommen und ist wohl kaum vergleichbar mit einer Hausfrau, die nur einen kleinen Haushalt zu versorgen hat und keinen Sport betreibt. Das muss jeder selbst herausfinden; spätestens beim wöchentlichen Wiegen oder wenn die Lieblingshose nicht mehr passt, merkt man, ob man die Kalorienzufuhr evtl. etwas drosseln sollte. lg Gerda

Antwort
von evistie, 56

Insgesamt ist das viel zu pauschal ausgedrückt, um richtig zu sein. Aber etwas Wahres ist schon dran:

  • In den Wechseljahren verändert sich der Stoffwechsel, bei unveränderter Kalorienzufuhr "setzt alles mehr an" => man nimmt zu. Frauen sind häufiger betroffen, aber auch Männer haben so etwas wie "Wechseljahre", in denen der Stoffwechsel träger wird.

  • Wann man die Kalorienzufuhr drosseln muss, hängt nicht von der magischen Zahl "50" ab, sondern mit der Veränderung des Stoffwechsels. Das kann vor 50 oder nach 50 sein, und bei manchen ändert sich überhaupt nichts.

  • Mit zunehmendem Alter wird man meist "ruhiger" - betätigt sich weniger sportlich, fährt Auto bzw. Fahrstuhl, statt zu laufen oder zu radeln, hängt mehr vor Fernseher und/oder PC, ... usw. Dadurch verbraucht man weniger Kalorien und nimmt, wenn man unverändert viel isst, allein schon dadurch zu.

  • Auch "1.500 Kalorien" ist nur eine Zahl. Bei welcher Kalorienzahl man sein Gewicht halten kann, ist individuell verschieden und richtet sich nach Betätigung, Habitus und noch einigen anderen Dingen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass der Körper mit zunehmendem Alter eher weniger als mehr Kalorien benötigt, um Figur bzw. Gewicht zu bewahren.

Kommentar von pferdezahn ,

Vor 100 Jahren und davor war die Menschheit gesuender als heute, und dies ohne Kalorienrechner.

Kommentar von beamer05 ,
Vor 100 Jahren und davor war die Menschheit gesuender als heute

Klar, deshalb hatte "die Menschheit" damals ja auch eine viel höhere Lebenserwartung als heute...

oder doch nicht?

Kommentar von pferdezahn ,

Da wuerde ich Mal richtig googln @beamer05. Heutzutage gehen 30% gesund, 30% krank in die Rente, und 30% erreichen das Rentenalter nicht.

Kommentar von beamer05 ,
Da wuerde ich Mal richtig googln @beamer05. Heutzutage gehen 30% gesund, 30% krank in die Rente, und 30% erreichen das Rentenalter nicht.

Soso, "richtig googln"?!

warum tust du das dann nicht - insbesondere was den -schließlich von Dir stammenden- Vergleich mit den Verhältnissen vor 100 Jahren angeht?

Zum Einen kommen deine gesammelten Angaben grade mal auf 90%....

Zum Anderen sind deine Angaben schlicht falsch*!

Und zum Letzten: Deine Behauptung, vor 100 Jahren sei "die Menschheit" so viel gesünder gewesen, wird durch die Daten ja auch völlig eindeutig widerlegt:

*Als da wären:

  1. In den Jahren 1901-1910 (der Zeitraum, der am besten in deine "vor 100 Jahren"-Aussage eingliedert) erreichten nur etwa 44% der Frauen und sogar nur 36% der Männer überhaupt das 65. Lebensjahr

  2. in den Jahren 2008-2010 (das sind die letzten vorliegenden Zahlen) erreichten immerhin 85 % der Männer und 91% der Frauen das 65. Lebensjahr. Und da viele Menschen ja VOR dem 65. LJ in Rente gingen, sehen die Zahlen für die "das Rentenalter erreichenden" noch besser aus.

Das sind die ausgewerteten Zahlen aus den Sterbestatistiken, die sich jeder, der des Lesens kundig ist, gerne z.b. beim statsistischen Bundesamt (destatis.de) ansehen kann.

z.B. hier:

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/Bevoelkerungsbe...

Kommentar von gerdavh ,

Hallo Pferdezahn, woher willst Du das denn wissen? Ich hätte nicht vor 100 Jahren leben wollen - schwere körperliche Arbeit auf dem Feld oder als Handwerker, kein Antibiotikum, zum Teil sicherlich schlechte, einseitige Ernährung und von den sanitären Verhältnissen wollen wir mal ganz schweigen. Hausarbeit: Keine Waschmaschine, kein Elektroherd - toll. Keine Blinddarm-OP - da bist Du einfach dran verreckt .... Das könnte ich endlos fortführen.

Kommentar von pferdezahn ,

Stelle dir doch nur mal vor @Gerda, es gaebe ploetzlich keine Medikamenten mehr. Was meinst Du, was es dann fuer ein Massensterben gaebe? Mein Opa ist auch ohne Waschmachine, Elektroherd, Fernseher oder Antibiotika 98 Jahre alt geworden und an Altersschwaeche gestorben. Heutzutage hat jeder zweite Uebergewicht und nimmt Medikamente, was ist daran gesund?

Kommentar von beamer05 ,
Hallo Pferdezahn, woher willst Du das denn wissen?

Er/Sie weiß es nicht, sondern behauptet halt mal...

Und die Zahlen, welche ja leicht nachzuprüfen sind (Sterbetafeln) sind ja auch ziemlich aufschlußreich und bestätigen genau das, was DU ja auch anführst:

Wg. widriger Lebensumstände (einschl. begrenzter medizinischer Möglichkeiten) war die Lebenserwartung SEHR viel geringer. Und irgendwelche Einzelfälle die mal xxx alt wurden, haben da genau gar keine Bedeutung.

Ich habe in meinem anderen Beitrag hier mal ein paar Zahlen aus der Statistik rausgeschrieben, das ist schon ziemlich frappierend, was sich da in den letzten 100 Jahren ergeben hat.

Kommentar von beamer05 ,
Mit zunehmendem Alter wird man meist "ruhiger" - betätigt sich weniger sportlich, fährt Auto bzw. Fahrstuhl, statt zu laufen oder zu radeln, hängt mehr vor Fernseher und/oder PC, ... usw. Dadurch verbraucht man weniger Kalorien und nimmt, wenn man unverändert viel isst, allein schon dadurch zu.

Völlig richtig.

Und trotzdem wundern sich meine oft älteren "Kunden" (meist nur die weiblichen), dass sie zunehmen, obwohl sie doch "gar nichts" (meint eigentlich: gar nicht mehr als zuvor) essen.

Da der Bedarf sinkt, müßten sie halt auch etwas weniger essen, was nach jahrzehntelanger Gewöhnung ziemlich schwierig ist - ähnlich wie das ausreichend Trinken...

Ein täglicher Kampf ;-))

Kommentar von rosaglueck ,

Die Wechseljahre sind medizinisch nicht nicht umfänglich verstanden. im Tierreich gibt es sie nicht. Das ist einzigartig beim Menschen, möglicherweise unnatürlich. Da ist room for improvement. Gut dass hier auch kritische Meinungen zu Wort kommen dürfen, die zum Weiterdenken Anlass geben. Nur so erzielen wir FORTSCHRITT.

Die Erfindung des Kühlschranks hat sicher mehr Lebenserwartung geschaffen als die Medizin es sich gern selber ans Rewehr heftet. Arzneimittel sind Todesursache Nummer 3. Es ist eine grosse Industrie, ein grosses Geschäft, die wir uns leisten, weil sonst unsere Wirtschaft völlig den Bach runter gehen würde. Da werden viele Steuern mit eingenommen.

Antwort
von rosaglueck, 35

Der Stoffwechsel wird langsamer, weil die Hormone nicht mehr so gut im Gleichgewicht arbeiten wie all die Jahre zuvor. Am besten verbrennt der jugentliche Körper. Aber dass man es auch da schon immer öfter vermissen muss, zeigt dass wir ein Problem mit den Hormonen haben.

In der Pubertät und den Wechseljahren, der Andropause sollten wir die Hormone viel besser untersuchen. Iinterdisziplinär ist es bei uns erforderlich, denn unsere Medizinsystem ist zu sehr organspezifisch aufgeteilt. Welche Frau weiss denn zu welchem Arzt sie alles gehen muss, wenn ihre Hormone aus den Fugen gehen? Der Mann noch weniger. Leider wissen auch die Ärzte dann zu wenig über die Hormone der anderen Drüsen, die nicht in ihr Spezialgebiet fallen.

ich kenne kein anderesGesundheistsystem indem es so schwierig ist die Hormone ausbalanziert zu bekommen, denn zuviele organspezifische Fachärzte müssen aufgesucht werden. Der Überblick fehlt meistenteils. Bis das der Patientin klar geworden ist, liegt sie meist schon darnieder und kommt alleine nicht mehr hoch.

Aber DU kannst aktiv dran arbeiten das auch dein Hormonsystem im Alter über 50 weiter funktioniert, dein kreislauf angeregt wird.

Mit zunehmendem Alter und schwächerer Stoffwechsellage wird es immer wichtiger WAS du isst, DAS du dich bewegst, in Gang bleibst, Kaffe trinkst, scharfe Gewürze nutzt, Sonne tankst. Im jungen Jahren hat man mehr Muskelmasse, die Männer geschlechtsspezifisch deutlich mehr als die Frauen, sie sind auch länger geschützt vor der Gefahr des Zunahmens. ABER..wir finden doch immer mehr fettleibige MÄNNER. Das ist erstmal paradox, da muss man sehr lange nachdenken um dafür Kausalitäten zu finden.

Zu höher Biergenuss? Alkoholgenuss? Zuviele Östrogene im Trinkwasser, östrogenartige Substanzen im Plastik, in der Zahncreme. Mangel an Sonnenlicht, zuviel autofahren statt fahrrad oder laufen. Zu wenig Ausdauersport? Zu kohlehydratlastige Kost stoppt die Fettverbrennung.

Früher durften sich die Männer wie die Cow boys ernähren: Rühreier morgens, mittags Bohnen mit Speck..und Abends ein Steak mit oder ohne Gemüse. heute gibts morgens, mittags, abends Kohlehydrate. Da ist ein billiger Nahrungsstoff, aber er macht uns langsam, dick, depressiv, konkurrenzunfähig, unmännlich, unsexy, unfruchtbar, raubt uns die Muskeln...vor allen Dingen in fortgeschrittenem Alter.

Die BauchspeichelDRÜSE hat nur eine Lebenserwratung von ca 40 Jahren. Mit der modernen Kohlydratlastigen Kost brennt sie aber schneller durch. Nicht jeder bekommt gleich Diabetes..aber VIELE! Kleinkinder leiden heute teilweise schon an ALTERSdiabetes!

Iss low carb oder Paläo. Trinke viel WASSER, Kaffee, saure Schorlen, Eiweissshakes wie Ayran, Lassie.. meide Eistee, Cola, Bubbletea, Fanta, Limo, Bier Bevorzuge die Geschmacksrichtungen Sauer, Biller, (Salzig)..meide SÜSS

Viele sind aber auch gar nicht so fett wie das Gewicht auf der WAAGE glauben macht. Viele speichern nur zuviel WASSER, leiden unter Ödemen. Dann sollte man den Salzkonsum überdenken, die Schilddrüse kontrollieren lassen, Petersilie u.a. harntreibende Kräuter nutzen. Aber auch immer genug trinken um die Nierenfunktion anzuregen.

Antwort
von HobbyDoc82, 46

Hey.

Das halte ich für ein Gerücht. Was ich bei "älteren" Menschen schon oft festgestellt habe ist, dass sie einfach nicht mehr so viel Essen. Ihr Organismus schafft es nicht alles aufzunehmen und sie haben oft weniger Hunger.

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