Frage von BenjaminT, 313

Darf Artzt mir Simulation unterstellen?

Nach dem ich wegen Schlaflosigkeit und Erstickungsängsten in der Nacht, tagsüber völlig Antriebslos war und keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, da mein Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt war, habe ich beim Studium nicht die Leistung erbringen können, die von mir gefordert wurde. Lernen war so gut wie garnicht möglich. Auch bei Prüfungen kam es vor, dass ich innerliche Nervenzusammenbrüche hatte, da ich nicht richtig atmen konnte. Ich habe es immer auf den Lernstress geschoben und habe mir nichts weiter dabei gedacht. Da ich bereits vorher schlechte erfahrungen mit Ärtzten gemacht habe, habe ich zu dieser Zeit auch keinen Artzt aufgesucht. Als die Uni dann die Exmatrikulation wegen nicht erbrachter Leistung zur gegebenen Frist ankündigte habe ich eingesehen, dass ich was tun muss. Da mein Zustand tagsüber von starker Müdikeit geprägt war, hat meine Lebensgefährtin für mich ein Termin bei einem Hausartzt gemacht. Als es dann soweit war, hat meine Freundin dem Artzt miene Situation geschildert da ich nicht in der Lage war die klaren Worte hierzu zu finden.

Nun zum Punkt: Der Artzt fragte zunächst ob ich familiäre Probleme habe oder einen Todesfall zu betrauern habe welcher den starken Stress und damit zur Schlaflosigkeit führt. Als ich dies verneinte, gab er Beziehungsproblemen die Schuld obwohl ich keine habe. Er fing indirekt an sich darüber lustig zu machen, dass ich meine Freundin mit zum Termin bringe und hat auch durch die Blume gesagt, dass ich kein richtiger Mann wäre. Ich habe Ihn trotz dieser Punkte um eine Behandlung und ein Attest (nach der Behandlung) gebeten, damit das Studium eventuell weitergeführt werden kann.

Der Artzt verdrehte einem die Worte und Unterstellte mir dann, dass ich nur komme um ein Attest zu erhalten (obwohl vorher gesagt wurde es geht in erster linie um eine Behandlung) und verweigerte die Behandlung und warf uns sogar aus der Praxis. Nach dem das passierte wurde mein Zustand noch schlimmer und durch dieses Ereignis habe ich nun noch mehr Angst zum Artzt zu gehen, da dies für mich ein Traumatisches Elebnis darstellt.

Nun ist meine Frage: Darf der Artzt das???

Ich leide seit dem Vorfall unter Depressionen zu denen der Artzt einen großen Beitrag geleistet hat. Ich konnte bis heute mein Studium nicht wieder aufnehmen obwohl Wirklich Krankheit für das nichtbestehen schuld war.

Antwort
von dinska, 313

Wenn du nicht die Leistungen bringen kannst, die gefordert werden, aus welchem Grund auch immer, dann hilft dir auch kein Attest vom Arzt. Du solltest dich darum bemühen, die Ursachen für dein Versagen zu finden. Vielleicht bist du einfach auch nur überfordert gewesen und hast dadurch einen inneren Stress aufgebaut, der dann deine Symptome ausgelöst hat. Meiner Meinung nach solltest du dir was anderes suchen und nicht anderen die Schuld geben. Es hätte an der Situation auch nicht viel geändert, ein Studium kann man nur mit Leistung abschließen.

Antwort
von diesterne, 244

Darf? Ich finde es nicht ok, weil es niemanden hilft wie er sich verhält. Leider gibt es auch unter Ärzte_innen und Therapeut_innen Menschen mit wenig Empathie oder auch teils Fachwissen.

Auf jeden Fall würde ich den Hausarzt wechseln. Vielleicht ist auch es Sinnvoll mit mit einem/r Psychiater_in zu reden? Oder eine Psychotherapeutin aufzusuchen?

Gibt es bei euch keine psychologische Beratung? Vielleicht kann da auch zusammen geschaut werden was hilfreiche nächste Schritte sein können.

In jedem Fall hast Du ein Recht darauf ernst genommen zu werden. Nur so kann auch Hilfe gefunden werden

Alles Gute!.

Antwort
von kreuzkampus, 181

Dein Kernsatz ist: ""Ich habe Ihn trotz dieser Punkte um eine Behandlung und ein Attest (nach der Behandlung) gebeten, damit das Studium eventuell weitergeführt werden kann."" In Deinem Zustand wäre die Einsicht angesagt, dass Du (derzeit) nicht studieren kannst, dass die Exmatrikulation berechtigt ist und Du für die Uni eine Belastung wärst, oder siehst Du das anders? Dir scheinen auch die Einsichten zu fehlen, dass ein Hausarzt nicht dafür sorgen kann, dass die Exmatrikulation rückgängig gemacht wird und dass Dein wahrer Ansprechpartner ein Psychotherapeut wäre. Bei der Suche nach einem, wäre Dein Hausarzt in der Tat der richtige Ansprechpartner gewesen. Da Du uns nur Deine Version des Arztbesuches erzählt hast, an der ich so manchen Zweifel habe, widerspreche ich gerda, die im Wesentlichen Recht hat, an einer einzigen Stelle: Eine negative Bewertung bei Jameda halte ich nicht für die richtige Reaktion.

Ich wünsche Dir, dass Du selbst noch zu der Erkenntnis kommst, dass Dir nur ein Therapeut helfen kann, dass Du einen suchst und findest und dann beizeiten die für Dich richtige Berufswahl treffen kannst. Vielleicht ist das Studium ja genau die falsche Wahl.

Ach ja: Der Arzt darf das.

Antwort
von Pendling, 213

Guten Morgen,

ob du depressiv bist, kann ich nicht beurteilen.

Die Exmatrikulation erfolgt u.a. wenn man die Leistungsnachweise nicht erbringen kann und zwar auf einem längeren Zeitraum.

Wenn du merkst, dass es dir psychisch nicht gut geht und die Leistungen nicht erbringen kannst, warum hast du dir da nicht rechtzeitig gezielt Hilfe geholt? Und zwar in Form von einer ambulanten Gesprächstherapie über einen Psychologen. In der Verfassung war doch klar, dass du so dein Studium nicht fortführen kannst.

Du gehst erst, nachdem es schon 5 nach 12 ist zu deinem Hausarzt, der dich wegen deiner psychosomatischen Erkrankung nie behandelt hat und möchtest ein Attest für eine Erkrankung, der er nicht kennt, um dein Studium fortführen zu können. Und dann ist er schuld - dass du Depressionen bekommst.

Ehrlich - du hättest schon viel früher an deiner psychischen Verfassung etwas ändern müssen. Du musst ja erst einmal in der Lage sein, ein Studium mit Erfolg abschließen zu können.

Ich würde mich jetzt erst ernsthaft um eine Festigung deiner Psyche kümmern und mich dann an eine geeignete Stelle wenden, wie oder ob du dein Studium weiterführen kannst.

Liebe Grüße

Antwort
von gerdavh, 202

Ärzte dürfen so manches. Er hat Dir halt nicht geglaubt und Ärzte, die einen nicht kennen, werden auch im nachhinein ganz bestimmt keine Atteste ausstellen. Du solltest zu einem Psychologen oder Psychotherapeuten gehen, aber auch der muss Dich erst kennenlernen und kann erst nach einigen Sitzungen es Dir schriftlich geben, dass Du unter psychischen Störungen leidest. -- Du kannst Dich an dem Arzt für sein Verhalten höchstens rächen, indem Du ihm bei Jameda eine schlechte Beurteilung gibst. Da Dir kein wirklicher Schaden entstanden ist, kannst Du gegen diesen Arzt nicht vorgehen. lg Gerda

Kommentar von Nelly1433 ,

Du kannst Dich an dem Arzt für sein Verhalten höchstens rächen, indem Du ihm bei Jameda eine schlechte Beurteilung gibst

Rache ist nie gut. Wenn man eine Beurteilung abgibt, sollte man objektiv dazu in der Lage sein. Dies scheint mir bei diesem Fragesteller z.Zt. nicht möglich.

Antwort
von Zweimal, 134

Es würde mich sehr interessieren, von deinem Arzt seine Sichtweise der Konsultation zu hören.

So ganz kann ich deiner Beschreibung nicht glauben.

Entweder fehlt da einiges oder du interpretierst über.

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